Rainer Predl: 330 Kilometer in 48 Stunden

Wenn Österreichs bester Ultraläufer Rainer Predl spontan ist, dann läuft er sechs Stunden um einen Küchentisch oder 100 Kilometer durch seinen Garten. Auch am letzten Wochenende hat Predl die Wettkampffreie-Zeit mit einem „spontanen“ Wettkampf überbrückt. In Lassee, dort wo normal im März oder April der Sechs-Stunden-Lauf stattfindet, drehte Predl diesmal 48 stundenlang seine Runden.

©Rainer Predl

Ein Sechs-Tage-Lauf in Ungarn soll für den 30-jährigen Niederösterreicher dieses Jahr das Saisonhighlight werden. Dieser Lauf findet im September statt, und um seine Form testen zu können, ist Predl von Freitag bis Sonntag satte 330,6 Kilometer auf seiner Hausstrecke in Lassee gelaufen. „Es ging mir den ganzen Lauf über eigentlich ganz gut und es reichten insgesamt 30 Minuten Schlaf. Nur mit der Temperaturumstellung hatte ich etwas Probleme, da es am Tag doch sehr heiß und in der Nacht sehr kalt war. Aber das sind eben die normalen Leiden eines Ultraläufers“, schmunzelt Predl und fügt hinzu: „Ich bin mit der Leistung sehr zufrieden und es war ein guter Test auf einer offiziell vermessenen 1,9 Kilometer langen Runde.“ Am Tag danach ging es Predl schon wieder prächtig und er erzählt uns am Telefon, dass er keinen Muskelkater hat und auch schon wieder laufen könnte! „Das mache ich aber natürlich nicht, jetzt gönne ich mir mal ein paar Tage Ruhe.” Bei der Österreichischen Meisterschaft über die 24 Stunden in Bad Blumau im Juli, nimmt er nicht teil. „Nach dem jetzigen Lauf würde die Qualität darunter leiden, daher habe ich mich dagegen entschieden”, so der Extremsportler.

©Rainer Predl

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