6-h-Lauf Hoyerswerda: Alex Sellner siegt mit Streckenrekord

Beim 6-h-Lauf in Hoyerswerda (Sachsen) krönte sich der Niederbayer Alex Sellner am Sonntag, 6. Juni 2021, zum Sieger. 189 Runden absolvierte der Ultraläufer dazu auf einer 400-m-Aschebahn! Mit 75,85 Kilometer – bei 30 Grad – holte sich der 50-Jährige nicht nur den Sieg, sondern auch noch den Streckenrekord. Im Interview spricht er über den Stellenwert dieses Sieges und über seine weiteren Pläne.

Foto: ©Alex Sellner

Helden des Laufsports: Wie verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Alex Sellner: Die ersten drei Stunden war ich mit 41 Kilometern voll im Soll, aber danach wurde es zunehmend schwerer. Durch das ständige Kurvenlaufen auf der rutschigen Aschebahn, bekam ich zum Schluss noch Probleme mit Seitenstechen. Aber dennoch konnte ich die Kilometer mit reduzierten Tempo runterspulen. Bei Temperaturen um die 30 Grad war es natürlich mental extrem hart.

Du bist dort auch Streckenrekord gelaufen. Welchen Stellenwert hat dieses Rennen für dich?

Einen sehr großen, weil es mental und körperlich absolutes Neuland war. Außerdem war es mein erster Sieg bei einem 6-h-Lauf.

“Das war absolutes Neuland für mich”

Alex Sellner über seinen 6-h-Lauf in Hoyerswerda.

Wie haben deine letzten Trainingsmonate ausgesehen?

Da ich ja viele Kilometer im Winter abgespult habe und ich mich eigentlich auf die 100-km-Meisterschaften vorbereitet hatte – diese wurden allerdings abgesagt – dauerte meine Vorbereitung nur vier Wochen. Wochenumfänge von 150 bis 170 Kilometern mit mehreren Longruns (35 bis 50 Kilometer) standen hier am Programm.

Was kommt als nächstes?

Nach einer kurzen Regenerationsphase, möchte ich den Lindetwaldtrail über 21 Kilometer laufen und wiederum drei Wochen später bei den Bayrischen Meisterschaften im Ultratrail über 64 Kilometer an den Start gehen.

Foto: ©Alex Sellner (Platz 1)

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