100-Kilometer-Lauf: Alex Sellner siegt in Leipzig

Alex Sellner (45) holte sich mit einer halben Stunde Vorsprung den Sieg beim 100-Kilometer-Lauf in Leipzig. Nach 07:52:44 Stunden erreichte der Bayer das Ziel. Im Interview spricht der Athlet der LG Passau über das Rennen und über die weitere Saisonplanung.

Foto: ©Alex Sellner

Helden des Laufsports: Gratulation zum Sieg beim 31. internationalen 100-Kilometer-Lauf in Leipzig. Nach 07:52:44 Stunden hast du das Ziel erreicht, wie verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Alex Sellner: Vielen Dank! Die ersten vier Stunden des Rennens hat es geregnet, dadurch bin ich zu Beginn auch gestürzt und musst erst wieder den den Rhythmus finden. Ab Kilometer 20 lief es dann richtig gut. Nach 70 Kilometer war ich auf Kurs und eine Endzeit von 07:14 Stunden (Kadernorm 7:15 Stunden) durchaus realistisch. Die nächsten zehn Kilometer wurden dann aufgrund falscher Verpflegung richtig hart für mich. Da ich mir aber zuvor einen guten Vorsprung rauslaufen konnte, reichte es am Ende für den Gesamtsieg.

Wie intensiv hast du in den letzten Wochen und Monaten trainiert und welche Wettkämpfe, die coronabedingt abgesagt wurden, wären bei dir dieses Jahr am Plan gestanden?

Nicht anders als die Jahre davor, mit der Ausnahme, dass ich den Fokus mehr auf Kraft und Athletik gelegt habe. Für Leipzig habe ich mich fünf Wochen intensiv vorbereitet. Geplant gewesen wären die Deutschen Meisterschaften über 100 Kilometer in Berlin, die Bayrische Meisterschaft im Ultratrail und im Herbst die Deutschen 50-Kilometer-Meisterschaften.

Wie war die Zeit ohne Wettkämpfe, hattest du auch mal Motivationsprobleme? Als Ultraläufer ist man ja auch im Training 40 Kilometer oder mehr unterwegs und wenn da das nächste Ziel fehlt, stellt man sich da nicht die Sinnfrage?

Relativ entspannt. Motivationsprobleme hatte ich nie, dafür laufe ich zu gerne. In erster Linie laufe ich für mich selbst, unabhängig von irgendwelchen Sportveranstaltungen.

Wie wird dein restliches Sportjahr aussehen?

Geplant wäre am 12. September ein Sechs-Stunden-Lauf in München und am 26. September der Borderland Ultratrail (50Kilometer/1100 Höhenmeter). Zum Abschluss der Saison noch der Dreiburgenland Marathon.

Was wünschst du dir für 2021?

Normalität in Bezug auf Corona und natürlich gesund und verletzungsfrei durchs Jahr kommen.

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