Platz drei beim Bergmarathon: Andrea Zogsberger ist “einfach nur glücklich”

63 Kilometer und 4500 Höhenmeter mussten die Athleten am Samstag, 3. Juli 2021, beim Traunsee Bergmarathon absolvieren. Andrea Zogsberger benötigte für diese Strecke, die von Gmunden über den Grünberg, Traunstein und Spitzelsteinalm nach Ebensee, von dort über den Feuerkogel, den Grasberg und den Gmundnerberg wieder zurück nach Gmunden führte, 10:29:21 Stunden. Im Interview spricht die 36-jährige Athletin der LG Innviertel über ihren sensationellen dritten Gesamtrang.

Foto: ©Andrea Zogsberger

Wie war das Gefühl nach dem Zieleinlauf?

Andrea Zogsberger: Unbeschreiblich! Ich konnte es fast nicht glauben, dass ich wirklich den dritten Rang gemacht habe. Ich war richtig geflasht und habe mich extrem darüber gefreut. Schön war, dass mich meine Familie und Freunde schon erwartet haben.

Was bedeutet dir dieser dritte Gesamtrang?

Sehr viel, beim Traunsee Bergmarathon hat meine Leidenschaft zum Trailrunning vor ein paar Jahren begonnen. Ich hätte mir das nicht erträumt, mal bei der vollen Distanz auf dem Stockerl zu stehen. Einfach nur Schön.

Wie hast du die Zeit im Rennen erlebt, gab es persönliche Krisen?

Es gab keine größeren Krisen, nur die letzten Kilometer auf den asphaltierten Straßen waren schon etwas stärker. Wenn man das Ziel vor Augen hat, ist das jedoch wieder schnell vergessen und es geht wieder. Die Bergauf-Passagen fielen mir dieses Mal leicht. Ich bin immer so gegangen/gelaufen, dass ich immer noch Reserven hatte – das war sicher das richtige Tempo, um den ganzen durchzuhalten. Nach dem Grünberg war ich immer die drittplatzierte Frau. In Ebensee startete um 8.30 Uhr ein Starterfeld mit ca. 400 Läufern über die halbe Distanz. Ich hatte das Glück, fünf Minuten vor diesem Startschuss in Ebensee einzulaufen und von dem ganzen Starterfeld angefeuert zu werden. Es war schön, dass mich meine Familie dort bereits erwartete und mich super unterstützt hat. Das puscht sehr, wenn man sieht, dass Familie und Freunde hinter einem stehen. Nach einer kurze Trink- beziehungsweise Esspause konnte ich noch vor dem Startschuss weiterlaufen.

“Dass mich meine Familie schon im Ziel erwartet hat, hat mich besonders gefreut”

Andreas Zogsberger war rundum zufrieden.

Wie oft pro Woche bist du in den Bergen unterwegs und trainierst du da speziell auf Wettkämpfe?

Meistens komme ich zweimal in der Woche in die Berge. Ja, ich trainiere schon nach einem Trainingsplan, aber durch Corona habe ich erst Ende Mai damit anfangen. Zu Hause mache ich Straßeneinheiten mit Wechseltraining, Intervall und Stabitraining. Durch den langen Winter bin ich sehr viel mit Tourenschi unterwegs gewesen und habe viele schöne Touren machen können, was sicher ein gutes Höhenmeter-Training war.

Wie hat sich deine Liebe zu den Bergen entwickelt?

2012 habe meine erste Wanderung auf einen Berg gemacht. Von Anfang an habe ich mich leicht getan beim Bergwandern, die Landschaft und Ruhe hat es mir gleich angetan. 2014 habe ich das erstmals von Trailrunning erfahren. Zu diesem Zeitpunkt war ich auf dem Erlakogel als der Traunsee-Bergmarathon war. 2015 startete ich dann bei der halben Distanz von Ebensee nach Gmunden, dadurch wurde meine Liebe zu den Bergen immer stärker. Mittlerweile ist Trailrunning eine große Leidenschaft von mir.

Was hast du als nächstes geplant?

In zwei Wochen werde ich beim Schlegeis 3000 Skyrace (34 Kilometer und 2400 Höhemeter) im Zillertal starten. Und was heuer wieder am Plan steht, ist der Transalpine Run im September > 8 Etappen > 255 Kilometer und 14.310 Höhenmeter durch vier Länder. Auf diese unbeschreibliche und schöne Zeit, den Körper mal an seine Grenzen zu treiben und die schöne Landschaft zu sehen, freue ich schon besonderes. Mit dabei: Meine Teampartnerin Christina Stadelmann.

Foto: ©Andrea Zogsberger

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