Back on Track Run: “Ja, es war ein gleichwertiger Wettkampfersatz”

Endlich wieder ein Wettkampf! Das dachten sich am Sonntag die Teilnehmer beim sogenannten Back on Track Run in St. Pölten. Der 36-jährige Mario Sturmlechner konnte den Lauf über zehn Kilometer für sich entscheiden. Der zweifache Familienvater aus Mank in Niederösterreich benötigte dafür nur 33:26 Minuten. Wie der Sachbearbeiter diesen ungewöhnlichen Lauf erlebt hat, erzählt er uns im Interview.

©Mario Sturmlechner

Helden des Laufsports: Wie war es nach so langer Zeit wieder bei einem „echten“ Wettkampf an der Startlinie zu stehen?

Mario Sturmlechner: Nachdem ich Wettkämpfe sehr gerne habe, war es natürlich sehr schön und motivierend wieder mal an der Startlinie zu stehen. Ich startete mit einem Lächeln, da die Freude riesig war.

Was war anders als sonst?

Anders war, dass es kein Massenstart war, sondern mit einer Minute Abstand zum nächsten Läufer gestartet wurde – also praktisch ein Einzelzeitlauf. Auch vor und nach dem Lauf wurden alle Regeln eingehalten. Es gab keine Siegerehrung nach dem Lauf, was aber verständlich ist.

War der Lauf in dieser Form für dich ein gleichwertiger Wettkampfersatz?

Natürlich ist in Masse zu starten etwas cooler und vor allem spannender. Ehrlich gesagt dachte ich vorher, dass es schwer sein wird sich zu motivieren. Als ich aber den Sprecher hörte und den Startbogen sah, war ich einfach nur glücklich und top motiviert. Und ja, es war im Endeffekt auf alle Fälle ein gleichwertiger Wettkampfersatz.

Kommen wir zu deiner Zeit. Wie zufrieden bist du mit deinen gelaufenen 33:26 Minuten?

Mit dieser Zeit bin ich natürlich sehr zufrieden und auch etwas überrascht, da es meine zweitbeste Zehn-Kilometer-Zeit Zeit überhaupt war. Das Ganze noch dazu in einem Einzelzeitlauf, das passt schon.

Wie intensiv hast du in den letzten Wochen trainiert?

Ich habe eigentlich weniger Kilometer pro Woche als sonst heruntergespult, aber dafür intensivere und schnellere Einheiten gemacht. Auch das Oberkörpertraining habe ich im Trainingsalltag forciert.

Wir blicken noch etwas weiter zurück! Welche waren deine bisherigen größten Lauferfolge?

2016, 2017, 2019 wurde ich jeweils zweiter beim Wachau Marathon. Ich wurde vierter beim Swiss-City-Marathon-Luzern im Jahr 2019 und sechster beim Graz-Marathon 2018. Weiters bin ich dreifacher Österreichischer Meister (Masters) über die 800, 1.500 und die 5.000 Meter.

Sobald wieder normale Wettkämpfe möglich sind, welche Ziele hast du dann?

Weiterhin Top-Platzierungen bei den diversen Läufen erreichen. In Zukunft werde ich auch mal bei Trail-Läufe starten, ich denke, dass mir das ganz gut liegt. Heuer bin ich auch für den New York Marathon angemeldet, aber schauen wir mal ob das noch was wird.

©Mario Sturmlechner

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