Teil 41 (KW 13/2019): Florian Reus

Florian Reus war in den letzten Jahren der Dominator über die 24 Stunden. Nicht nur national, sondern auch international lief der Ultraläufer von Titel zu Titel. 2015 wurde der heute 35-jährige Würzburger in Italien Weltmeister. Florian ist der erste Weltmeister in unserer Interview-Serie und berichtet uns von seiner erfolgreichen Karriere und davon was jetzt kommt.

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Teil 40 (KW 12/2019): Matthias Kunz

Matthias Kunz ist 46 Jahre und vierfacher Familienvater. Der Athlet des “Basel Running Club BRC” ist der erste Schweizer in dieser Interview-Serie. 2014 lief er seine tolle Bestzeit von 02:41 Stunden, wie ihm das gelang erzählt er uns im Helden-Interview #40.

Helden des Laufsports: Hallo Matthias, du lebst in Oberwil (Kanton-Basellandschaft in der Schweiz). Gibt es dort schöne Laufstrecken?

Matthias: Lauftechnisch gesehen wohne ich hier im Paradies. Das muss ich so sagen. Meine Umgebung bietet wirklich alles was das Läuferherz begehrt. Hügelige Wege mit schöner Aussicht auf den Schwarzwald und die Vogesen. Im Sommer kann man sich Laufstrecken durch den Wald aussuchen. Und sogar für Tempoläufe findet man hier für Schweizer Verhältnisse recht flache Strecken. Es gibt einen Hausberg mit toller Aussicht, man kann am Rhein laufen – kreuz und quer durch die Agglomeration – es gibt hier wirklich alles! Und was ich stets schätze: es gibt unglaublich viele Brunnen. Für die langen Läufe schleppe ich nie Getränke mit, sondern laufe quasi von Brunnen zu Brunnen. Dazu kommt das milde Klima der Region Basel (hier liegt im Winter auch nur selten Schnee). Ich kann hier eigentlich in alle Richtungen loslaufen.

Hdl: In der Königsdisziplin, dem Marathon, hast du eine Bestzeit von 02:41 Stunden stehen. Diese hast du 2014 in Berlin aufgestellt. Schildere uns den Rennverlauf und deine Eindrücke von damals.

Matthias: Die Erinnerung an diesen Lauf lassen pure Emotionen der Freude hochkommen. Da ist natürlich erst einmal das Gänsehauterlebnis am Start – Mitten in rund 45.000 Läufer/Innen – und dann siehst Du auch den einen oder anderen Favoriten, das spornt unglaublich an. Nach dem Startschuss kam ich ganz gut weg und konnte direkt eine Pace von 3:45 min/km aufnehmen. Wie so oft, wollte ich eigentlich vorsichtiger starten, aber im Rausch der Hochgefühle verleite ich mich dann jeweils zu meinem Lieblingsmotto: «wer nichts wagt, gewinnt nichts». Ich fühlte mich grossartig.

Dass etwas Verrückte bei diesem Lauf, war ein plötzlicher stechender Schmerz im linken hinteren Oberschenkel bei Kilometer fünf. Ich lief meinen 23. Marathon – und so was hatte ich noch nie. In der Tat überlegte ich mir ob ich mir meine Startnummer vom Leibchen reissen- und das ganze Ding schmeissen soll. Mit einem etwas langen Schritt versuchte ich den Muskel zu dehnen – es wurde besser – und der Muskel hielt!  Treu nach der Taktik von Greif (Peter Greif, ehemaliger Deutscher Marathontrainier, ich trainierte und lief nach seinen Vorgaben) versuchte ich ab Kilometer elf das Tempo zu verschärfen – ich wollte einfach unter der Pace von 3:45 Minuten bleiben – was mir auch tatsächlich gelang. So passierte ich die Halbmarathonmarke in der Zeit von 01:19:12 Stunden (das waren bloss nur 1 Minute und 26 Sekunden über meiner damaligen HM-PB!) – ich dachte bloss: «Junge, dich wird hinten raus der Hammermann totschlagen» – jaja Humor habe ich. 🙂

Hdl: Wie ging es weiter?

Matthias: Ich lief im Tunnel, war unglaublich konzentriert und mein Wille war zu 100% fokussiert. Mein Ziel war es eine Zeit von 2:39 Stunden (wäre der Traum gewesen) bis 02:42 Stunden zu erreichen. Du erreichst ja beim Marathon (zumindest wenn du auf PB läufst) immer irgendwann einen Tiefpunkt – bei mir war das zum ersten Mal bei Kilometer 33 der Fall. Ich drückte bei jedem Kilometer-Schild auf meine Rundentaste bei der Garmin-Uhr – und hier bei Kilometer 33 war ich derart ausgepowert, dass ich nicht mehr in der Lage war die Zeit abzulesen. Verrückt, nicht? Das heißt auch, dass ich meine Pace zu dem Zeitpunkt nicht mehr genau einschätzen konnte. Dann kam noch der große Kampf: ab Kilometer 40 schien meine Atmung außer Kontrolle zu geraten und es drohte Seitenstechen. Ich kämpfte was ging – ich wusste ich lag gut im Rennen und wollte das Ding jetzt einfach noch gut ins Ziel bringen. Ich hatte mein persönliches Limit längst durchbrochen – würde ich jetzt noch alles verlieren? Aber dann folgte der «kurzweilige Abschnitt» in Berlin und das Brandenburger Tor tauchte in der Ferne auf. Jetzt war ich im Rausch der Endorphine wie ich es noch nie zuvor war. Jetzt wusste ich, dass da vorne meine neue persönliche Bestzeit liegt und ich müsste sie mir nur noch holen. Mit einem Doppelschrei der Erleichterung erreichte ich dann in 02:41:35 den 7. Himmel, äh das Ziel! 😀

Hdl: Wie verlief damals deine Vorbereitung?

Matthias: Die Vorbereitung verlief sehr gut. Ich powerte mich bei den Tempoläufen und den Intervallen richtig aus. Pro Woche lief ich jeweils rund 120 bis 130 Kilometer. Dann aber erlebte ich sechs Wochen vor dem Start einen herben Rückschlag. Während einer Einheit von 17 x 400 Meter Tempowechsel spürte ich einen starken stechenden Schmerz in der rechten Hüftgegend. Danach unter der Dusche konnte ich kaum noch auf dem rechten Bein stehen. Sofort besuchte ich meinen Orthopäden des Vertrauens und der diagnostizierte zwei überforderte Muskeln (M. gluteus medius und minimus). Es hiess zwei Wochen Laufpause, bzw. Alternativtraining – für mich brach da natürlich eine Welt zusammen. Ich stand so gut im Training und dann das. Ich war derart heiss auf meine Marathon-PB, dass ich einen 10 Kilometer-Lauf der im Trainingsplan stand im Wasser über Aqua-Jogging durchführte. Das Wasser war derart kalt, dass ich nachher noch rund eine Stunde schlotterte. Eine Woche hielt ich meine Laufpause aus und verpasste so rund 120 Trainingskilometer. Dann lief ich als Test eine 35 Kilometer-Einheit mit 12 Kilometer Endbeschleunigung – und ich hatte tatsächlich keine Schmerzen mehr! So schraubte ich mein Training danach sogar noch erst auf über 140 und dann sogar noch auf 161 Wochenkilometer – und die Hüfte und mein Körper machten das mit. So war ich für Berlin wirklich bereit.

Hdl: Ein ganz heikles Thema vor einem Lauf ist das „Tapering“. Wie gestaltest du die letzten zwei Wochen vor einem Rennen um am Tag X topfit zu sein?

Matthias: Ich bin immer nach einem Plan von Peter Greif gelaufen und da merkt man eigentlich das Tapering erst so zehn Tage vor dem Marathon, da findet die letzte richtig schnelle und lange Einheit statt. Danach folgt am Wochenende ein ruhiger Dauerlauf über 27 Kilometer und schliesslich die klassische Taperingwoche mit zwei Intervall-Einheiten die weit weg vom Limit sind. Gespickt mit ruhigen Läufen. Das tut dann schon gut. Und ich spüre jedes Mal wie die Kraft in den Körper strömt.

Hdl: Welche waren deine bisherigen größten Erfolge bzw. schönsten Laufmomente?

Matthias: Ich muss sagen, dass es ganz viele schöne «Laufmomente» gab und gibt. Trainingsläufe bei strömendem Regen, Eisregen oder auf Schnee gehören da genauso dazu wie auch einfach ein Lauf an einem gewöhnlichen Tag bei herrlichem Sonnenschein. Einmal habe ich mich in den Sommerferien auf einer kleinen kroatischen Insel während der heissen Mittagszeit komplett verlaufen, das war ein tolles Abenteuer. Bezogen auf Wettkämpfe betrachte ich meine Serie von sechs Marathon-PB’s in Folge zwischen Herbst 2011 (2:55:34 Stunden) und Herbst 2014 (2:41:35 Stunden) als meinen grössten sportlichen Erfolg. Daneben gab es natürlich ganz viele kleinere und grössere Erfolge. Mehrfach auf dem Podest der Altersklasse, dann war ich im Team dabei welches in Basel den Streckenrekord im EKIDEN-Marathon gelaufen ist. An einem kleinen Anlass in Yverdon (in der CH) wurde ich Tagessieger im Halbmarathon. 2016 habe ich in Basel am gleichen Tag zuerst in 01:17:55 Stunden die Altersklasse M40 im Halbmarathon gewonnen und dann gleich im Anschluss noch den Sieg mit dem Team im EKIDEN-Marathon geholt – das war ein ganz verrücktes Ding. Bei meiner Halbmarathon PB 2015 in Freiburg (D) holte ich in 1:16:40 Stunden ebenfalls den Sieg in der Altersklasse M40. Speziell war mein Köln Marathon 2017 – ich holte zwar den Sieg in der Altersklasse M45 (was mich natürlich sehr ehrt) aber gleichzeitig war ich im Ziel bitter über meine 2:43:54 Stunden enttäuscht – ich hatte mir mehr versprochen.

Hdl: Allerdings gab es noch einen schöneren Moment, oder?

Matthias: Ja! Die schönste Lauferinnerung bleibt der Wien Marathon aus dem Jahr 2014. Dort begleitete mich der österreichische Super-Lauf-Held(!!! Nicht übertrieben!!!) Christian Schmuck als Pacemaker. Ich lief von Beginn weg wie unter Drogen, war wirklich 42,2 Kilometer im High und was da der Christian geleistet hat, das war echt grosses Kino, das hat mich schwer beeindruckt. Sensationell habe ich damals zum ersten Mal die 02:45 Stunden durchbrochen. Was mir in der Folge noch in Berlin, Frankfurt, Paris und Köln gelungen ist.

Hdl: Welche sportlichen Ziele hast du noch?

Matthias: Bei mir stand immer «nur» die Marathonstrecke im Fokus. Die 42,195 Kilometer so rasch als möglich abzuspulen ist für mich eine Leidenschaft die viel Freude weckt (über das Leiden reden wir jetzt nicht). Da ich derzeit durch die familiäre Belastung nicht vernünftig trainieren kann und ich so langsam auf die 50 zusteuere, bin ich mir bezüglich meiner Ziele noch nicht klar. Seit drei Monaten befinde ich mich in einer «Laufpause» – vielleicht entsteht in den nächsten Wochen oder Monaten wieder ein neues Ziel. Vielleicht den K78 in Davos? Oder den New York City Marathon? Ich bin offen…

Hdl: Wie lässt sich dein intensives Training mit vier Kindern und dem Beruf vereinbaren?

Matthias: Das geht eigentlich nur wenn man Rückendeckung von der Frau bekommt. Anders ist das gar nicht möglich. Das Training war nie ein Zuckerschlecken. Oft habe ich zuerst die Kinder ins Bett gebracht, bin dabei kurz eingeschlafen, habe dann aber noch eine tolle Intervall-Einheit hinbekommen. Oder ich ging am Sonntagabend spät noch raus auf die 35 Kilometer-Runde. Es braucht viel Willen, und natürlich muss innerlich ein Feuer brennen. Aber mit so vielen Kindern braucht es die Unterstützung der Frau – und dafür bin ich ihr von Herzen dankbar – ich weiss, dass sie mir viel ermöglicht hat. Unser jüngstes Kind ist letztes Jahr im Mai zur Welt gekommen, seitdem musste ich das Laufen stark reduzieren. Eine grosse Familie fordert viel – so warte ich jetzt einfach mal auf «bessere» Zeiten…

Hdl: Wann hast du mit dem Laufen begonnen? Warst du schon immer sportlich?

Matthias: Sport – oder besser «Bewegung» – war schon immer mein Element. Früher habe ich viel Fussball gespielt. Da habe ich schon damit begonnen zu «Joggen». Dann bin ich mit 29 über einen Arbeitskollegen zum Marathon gestossen. Das hat mich von Anfang an fasziniert. Da ich damals nur spärlich trainiert habe (dreimal pro Woche) bin jeweils jämmerlich eingebrochen und habe viele Schläge vom Hammermann abbekommen.

Hdl: Du bist Mitglied beim „Basel Running Club BRC“. Erzähle uns kurz über deinen Verein.

Matthias: Der Verein ist noch recht jung, es gibt ihn erst seit ein paar Jahren. Es ist eine unglaublich motivierte und positive Truppe. Der Trainer ist mit Leib und Seele (Marathon) Läufer. Und obwohl ich «schnell» bin, gibt es im Verein noch viel Schnellere! Wegen meiner knappen Zeit (Familie/Beruf) habe ich es leider nie wirklich geschafft regelmäßig das BRC-Training zu besuchen. Das ist etwas was ich sehr bereue, denn jedes Mal wenn ich wieder mit dem Verein trainiert habe, hat mich das gestärkt und weiter motiviert. Wer mal in Basel ist, kann dort ruhig ein Training besuchen – es lohnt sich auf jeden Fall!

Hdl: Welche Laufveranstaltungen in der Schweiz kannst du uns empfehlen?

Matthias: Für mich ist und bleibt der Zermatt-Marathon der schönste Marathon den ich kenne. Leider liegt der nicht gleich um die Ecke. Ich bin ihn zwischen 2002 und 2010 sieben Mal gelaufen. Auch die grosse Laufveranstaltung Ende Oktober in Luzern (Lucerne City Marathon) kann ich sehr empfehlen.

Hdl: Vielen Dank für das Gespräch!

Matthias: Hey, auch vielen Dank! Mir war es eine grosse Freude. Es hat richtig Spass gemacht in all diesen Erinnerungen zu verweilen. Viel Spass beim Laufen!

Teil 38 (KW 10/2019): Agnieszka Glomb

Agnieszka Glomb ist 28 Jahre jung und Mitglied beim PTSV Rosenheim. 2014 hat sie in Polen den „Wings for life World Run” gewonnen. Nicht der einzige Erfolg der schnellen Physiotherapeutin.

Helden des Laufsports: Hallo Agnieszka, 2018 bist du in Graz den Marathon in einer tollen persönlichen Bestzeit von 02:54h gelaufen. Wie verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Agnieszka: Mehrere Monate habe ich mich fokussiert auf diesen Tag vorbereitet. Die vorangegangenen Wettkämpfe zeigten, dass ich auf einem guten Weg war. Ich fühlte mich gut und fand am Renntag perfekte äußere Bedingungen vor. Von Anfang an lief ich ein mutiges Rennen. Ein glatter 4er-Schnitt war an diesem Tag geplant. Ab dem Halbmarathon (Durchgangszeit 01:25h) musste ich allerdings etwas Tempo herausnehmen. Bis dahin lag ich im Damenrennen auf Platz zwei. Überraschenderweise, stieg die bis dahin Führende Dame aus dem Rennen aus, so dass ich ab diesem Zeitpunkt die Führung übernehmen konnte. Ab Kilometer 33 musste ich, wie die meisten anderen Marathonläufer auch, schwer kämpfen. Ab hier war der Rest des Rennens eine physische und psychische Herausforderung. Letztendlich war ich im Ziel aber überglücklich.

Hdl: Gibt es weitere Bestzeiten auf diese du besonders stolz bist?

Agnieszka: Für mich persönlich sind nicht immer die ersten Plätze, Bestzeiten und Pokale maßgebend. Viel wichtiger sind mir die Erlebnisse und die schöne Erinnerungen, sowie neue Menschen kennenzulernen, alte Bekannte und Freunde zu treffen. Aber Natürlich bin ich sehr stolz auf meine Bestzeit beim Graz Marathon. 2017 bin ich in Bad Füssing die 10-Kilometer in 36:40 Minuten gelaufen, da war ich danach ebenfalls sehr glücklich.

Hdl: Wann hast du deine Leidenschaft und dein Talent für den Laufsport entdeckt?

Agnieszka: Angefangen hat es während meiner Studienzeit in Polen. Damals war ich 22 Jahre jung. Durch Freunde wurde ich zum Laufen motiviert. Mit der Zeit hat sich diese Leidenschaft weiterentwickelt und die Laufstrecken wurden immer länger. Motivation und Ehrgeiz steigerten sich. Ich hatte dadurch das Gefühl ein besserer Mensch zu werden. Nach meinem Umzug nach Deutschland trat ich in einen Verein ein, dem PTSV Rosenheim. Es macht richtig Spaß in dieser Truppe zu sein.

Hdl: Was war dein schönster sportlicher Moment bzw. Erfolg?

Agnieszka: Viel Spaß machen mir die Charity-Läufe, bei denen es nicht nur auf die Bestzeit ankommt und weniger auf die Uhr geachtet wird. Ein gutes Beispiel ist der „Wings for Life World Run“. Dort herrscht eine sehr gute Stimmung. Ein besonders schöner Moment war auch der Staffellauf im Salzbergwerk “Bochnia“ in Polen. In den historischen Ausgrabungen der Bochnia-Salzmine, die auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen, kreuzen die Läufer 12 Stunden lang die Strecke zwischen den Schächten Sutoris und Campi.

Hdl: Wie viel Zeit investierst du pro Woche in dein Training?

Agnieszka: Aktuell laufe ich fünf Mal in der Woche, jeweils ca. 60-70 Minuten. Außerdem betreibe ich andere Sportarten wie „Dance-Hall“ tanzen, Stabilisierungsgymnastik und Dehnen. Zurzeit sehe ich das Training etwas lockerer.

Hdl: Welche sportlichen Ziele hast du für die Zukunft?

Agnieszka: Ich möchte gerne meine Zeiten über die 3000 und 5000 Meter verbessern. Später dann meine Marathonzeit, hier habe ich sicher noch Luft nach oben. Ein großes Ziel ist auch, die Freude am Laufen zu behalten!

Hdl: Wie gesagt, du bist Mitglied beim PTSV Rosenheim. Trainiert ihr dort auch gemeinsam?

Agnieszka: Ja, ich gehöre seit April 2015 zum Verein. Das gemeinsame Training findet drei Mal wöchentlich statt. Ich nehme beruflich bedingt zwei Mal pro Woche am gemeinsamen Training teil. Davon profitiere ich persönlich sehr.

Hdl: Hast du aufgrund deines Berufes als Physiotherapeutin weniger Probleme mit Verletzungen? Du musst ja deinen Körper, berufsbedingt, sehr gut kennen.

Agnieszka: Ich habe mich bisher nur einmal verletzt (eine muskuläre Verhärtung – Hamstrigs Muskulatur). Doch ich bekam das Ganze schnell wieder in den Griff. Durch mein berufliches Wissen bzw. Können kenne ich meinen Körper sehr gut und kann mir somit selber helfen. Das Vorbeugen von Verletzungen ist das A und O für mich, das bedeutet unter anderem viel dehnen.

Hdl: Du bist gebürtige Polin, was hat dich nach Rosenheim verschlagen?

Agnieszka: Ich bin wegen der Möglichkeit in meinem Beruf  zu arbeiten, ins Ausland gegangen. Vor ca. vier oder fünf Jahren, als ich mit meinem Physiotherapie Studium fertig war, war die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Polen sehr schwierig. Ich wollte unbedingt in einem Bereich, der mir persönlich viel Spaß macht und die Verwirklichung meiner Träume bedeutet, arbeiten.

Hdl: Welche Hobbys hast du außer dem Sport noch?

Agnieszka: Ich lese gerne, tanze Dance-Hall (das ist eigentlich eine auf Reggae aufbauende Musikrichtung, die Ähnlichkeiten mit Hip-Hop hat, zu welcher getanzt wird). Außerdem treffe ich mich gerne mit meinen Freunden.

Hdl: Vielen Dank für das Gespräch und weiterhin viel Spaß beim Laufen.

Teil 37 (KW 09/2019): Wolfgang Achleitner

Wolfgang Achleitner wurde 2018 zweitbester Österreicher beim Wolfgangseelauf. Der 27-Jährige hat erst vor zwei Jahren mit dem Laufen begonnen, zuvor war er 20 Jahre als Fußballer aktiv. Im Helden-Interview #37 erfahren wir mehr über seine sportlichen Ziele und seine berufliche Selbstständigkeit, aber auch über seine ziemlich lange Krankenakte.

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Anita Kinles im Interview mit Helden des Laufsports

Teil 36 (KW 08/2019): Anita Kinle

Im Helden-Interview #36 lernen wir heute Anita Kinle kennen. Neben ihrer Leidenschaft dem Ultralaufen ist sie auch Organisatorin des „Marathon zum Welt-Down-Syndrom-Tag“. Ihr Sohn Thomas, selbst von Trisomie 21 (Down-Syndrom) betroffen, ist ebenfalls ein eifriger Läufer. In einem sehr interessanten Interview erzählt uns die 54-jährige über ihre nächsten Ziele, aber auch über ihre Bestürzung wie mit den (noch nicht geborenen) Menschen umgegangen wird. Das Ganze hat die Fränkin jetzt auch zu Papier gebracht und darüber ein Buch geschrieben.

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Teil 31 (KW 03/2019): Jakob Wakonig

Der bisher Jüngste in unserer Helden-Serie ist Jakob Wakonig. Der 18-jährige Athlet der LAG Ried im Innkreis ist der Sohn des ehemaligen Ultraläufers Walter Wakonig, seines Zeichens WM-Teilnehmer über die 100 Kilometer-Distanz. Jakob mischt im Jugendbereich österreichweit vorne mit und hatte 2018 eine tolle Saison. Im Interview erfahren wir seine Pläne für die Zukunft und er gibt uns Einblicke in sein Training.

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Teil 30 (KW 02/2019): Susanne Schreindl

2018 wurde Susanne Schreindl von der LG Passau erstmals bayrische Meisterin im Marathon. In München hat sie auch noch ihre persönliche Bestzeit knacken können. Es war im Jahr 2018 nicht die einzige Bestzeit die Susanne gelaufen ist. Wie lebt die erfolgreiche Ingenieurin für Umwelttechnik und was plant sie für die Zukunft? Das erfahren wir im Helden-Interview #30.

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