Christoph Wenisch: “Seit Jahrzehnten laufe ich einmal im Jahr einen Marathon”

Christoph Wenisch, Leiter der 4. Med. Abteilung mit Infektionen, Tropenmedizin und Intensivstation in der Klink Favoriten, ist leidenschaftlicher Audauersportler. Im Interview mit „Helden des Laufsports“ spricht der 53-Jährige über seinen Trainingsalltag und gibt auch Tipps, wie man die Motivation für Neujahrsvorsätze hochhält. Wenisch gibt aber auch Auskunft, wie es ihm nach der Corona-Schutzimpfung geht.

Foto: ©Martina Siebenhandl

Helden des Laufsports: Wie oft schnüren Sie die Laufschuhe?

Christoph Wenisch: Drei bis viermal pro Woche.

Welche Pace und welche Distanzen laufen Sie dann?

Sonntags seit vielen Jahren einen gepflegten Long Jog mit 06:30 bis 05:30er Pace, je nach Trainingszustand. Etwa 20 bis 30 Kilometer. Wichtig ist mir bei diesen Läufen die niedrige Herzfrequenz und die lange Dauer, so 120 bis 180 Minuten. Oft gemeinsam mit meinen Geschwistern oder anderen Läufern, hier wird viel geredet, quasi wie ein Ausflug. Dienstag eventuell zwei lockere Läufe in die Arbeit und zurück (05:00 bis 05:30min/km – zweimal 7,5 Kilometer) und einmal pro Woche einen Qualitätslauf wie Frequenz-Pyramide, Intervalle, Strecksprünge oder Ähnliches. Bei der Vorbereitung für Wettkämpfe einmal pro Woche einen Tempodauerlauf oder ein Koppeltraining nach dem Rad.

Welche Wettkämpfe haben Sie bereits absolviert?

Seit Jahrzehnten laufe ich einmal im Jahr einen Marathon. Olympische beziehungsweise Halbdistanztriathlons seit sechs Jahren. Und seit meinem 50. Geburtstag alle fünf Jahre die Langdistanz. Fokussierter Genuss quasi.

Sie leben in Wien, haben Sie dort eine Lieblingsstrecke?

Da ich die Läufe vor allem von und zur Arbeit absolviere, also in den Alltag integriere, ist das von Wiental nach Schönbrunn. Für die langen Läufe bieten sich Strecken um den Lainzer Tiergarten, Prater und der Donauinsel an.

“Durch die Impfung hat Corona bei mir keine Chance”

Christoph Wenisch.

Gibt es noch andere Sportarten, welche Sie aktiv betreiben?

Ja, Rad und Schwimmen! Letzteres geht zurzeit leider nicht, da alle Bäder im Lockdown sind. Stattdessen habe ich zweimal die Woche gemeinsam mit meiner Frau mit Yoga begonnen. Gefällt mir sehr gut (beides, eh klar).

Welche Hobbys, außer dem Sport, haben Sie noch?

Familie (Kochen, Spiele, Einladungen, Ausflüge), und ich bin eine Leseratte, was mir unter die Finger kommt wird gelesen.

Vor allem in Zeiten wie diesen, kann man das Immunsystem nicht gut genug stärken. Haben Sie Tipps für die Jenigen, die sich sportliche Neujahrsziele gesetzt haben?

Sport stärkt das Immunsystem. Es führt zu weniger Infektionen, das Krebsrisiko ist geringer, die Arterienverkalkung ist geringer und noch vieles mehr. Also wenn die Motivation gespürt wird: 1. Sofort beginnen, 2. Realistische Ziele setzen, 3. Dran bleiben (keine doofen Ausreden), 4. Auf den Körper achten (keine Verletzungen/ Muskelkater), 5. Nicht aufhören, 6. Sich freuen, belohnen und die Erfolge genießen und wieder von vorne.

Sie waren einer der ersten Menschen in Österreich, der sich mit dem neuen Pfizer-BioNTech Impfstoff impfen lies. Wie geht es Ihnen heute?

Herrlich. Durch die Impfung hat Corona bei mir Game Over. Risiko beherrscht! Ich habe gleich einen Schiurlaub mit der Familie gebucht und die Vorbereitung für die Challenge in St. Pölten Ende Mai motiviert weitergeführt.

Das Foto von (©)Liesi Niesler ging um die Welt.

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