Olympische Spiele in Tokio verschoben

24.03.2020 / 14:01 Uhr: Japans Ministerpräsident Shinzo Abe hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) um eine Verschiebung der Spiele in Tokio auf das Jahr 2021 gebeten. IOC-Präsident Thomas Bach sei damit einverstanden, sagt Abe. Formal muss jetzt noch die IOC-Exekutive zustimmen, diese will demnächst zusammenkommen. Die offizielle Bezeichnung soll weiterhin „Olympische Spiele 2020“ lauten.

29.03.2020 / 14:31 Uhr: Der neue Termin für die Olympischen Spiele soll der 23.07.2021 sein. Enden werden die Spiele am 08.August 2021.

Absage: Reaktionen einiger Athleten

25.03.2020 / 21:37 Uhr: Katharina Steinruck (30) aus Deutschland (Marathonläuferin)

„Mit der Norm für Olympia hat es geklappt, der Nachweis ist auch gelungen, die Bahn für Olympia wäre also frei gewesen. Doch leider wird daraus nichts. Aus der Traum! Ich habe sogar ein bisschen geweint. Aber der Blick geht schon nach vorne. Ich werde auf jeden Fall nicht aufgeben und alles dafür tun meinen Traum von den Olympischen Spielen in Tokio – nun 2021 – zu erfüllen. Bezüglich Nominierungskriterien weiß keiner zum jetzigen Zeitpunkt etwas. Sportlich ist es natürlich sehr bitter! Dennoch bin ich dankbar, dass wir in einer wirtschaftlich stabilen Gesellschaft leben. Dankbar, dass wir in Deutschland ein verhältnismäßig gut aufgestelltes Gesundheitssystem haben. Dankbar, dass wir keine Angst um unsere Existenzgrundlage haben müssen.“

25.03.2020 / 19:06 Uhr: Hendrik Pfeiffer (26) aus Deutschland (Marathonläufer)

„Die Tatsache, dass die Olympischen Spiele verschoben worden sind, finde ich absolut in Ordnung. Auch wenn ich die Norm bereits in der Tasche hatte, müssen wir uns jetzt als Leistungssportler mit der Gesellschaft solidarisch zeigen. In so einer Situation, an Olympia auf Teufel komm raus festzuhalten, macht einfach keinen Sinn. Die Gesundheit der Menschen ist wichtiger. Bei den Spielen kommen Menschen aus aller Welt zusammen, und wenn diese danach den Virus in ihre Heimatländer weiterverbreiten, kann das keiner verantworten. Die andere Frage wäre sowieso gewesen, wie schaffst du jetzt noch ein vernünftiges und faires Qualifikationssystem? An diesem System kann jetzt gearbeitet werden, sodass die Athleten im Herbst oder dann im Frühjahr eine neue Chance für bekommen die Norm zu knacken. Die bereits Qualifizierten Athleten sollten hier natürlich schon berücksichtigt werden. Spiele unter normalen Umständen wären sowieso nicht möglich gewesen. Alleine der Gedanke, dass die Spiele eventuell ohne Zuschauer stattfinden würden, ist sicher nicht im Sinne des Erfinders. Aufgrund dessen, bin ich froh, dass die Spiele auf 2021 verschoben worden sind.“

25.03.2020 / 08:15 Uhr: Ivona Dadic (26) aus Österreich (Siebenkampf)

“Ich glaube es war die einzig und richtige Entscheidung die Spiele auf 2021 zu verschieben, um kein Gesundheitsrisiko für alle Athleten, Betreuer und auch Fans einzugehen.” (Aussage via “Guten Morgen Österreich” im ORF)

25.03.2020 / 08:15 Uhr: Peter Herzog (32) aus Österreich (Marathonläufer)

“Nun ist es gewiss und zugleich auch ungewiss. Ich habe die letzten Tage versucht das Thema irgendwie zu verdrängen. Mein Gefühl sagte mir schon sehr früh, dass es für die Spiele nicht gut aussieht, habe aber immer gehofft, dass es doch irgendwie möglich sei, die Spiele durchzuführen. Heute muss ich aber sagen, dass es die einzig richtige Entscheidung ist, die Spiele zu verschieben. Keine Veranstaltung der Welt ist es wert, die Gesundheit von so vielen Sportlern, Funktionäre, Hilfskräfte, Betreuer und Zusehern zu gefährden. Die Qualifikation für die restlichen Startplätze wäre auch unfair gewesen. Wie es jetzt genau weitergeht, kann ich momentan noch nicht genau sagen- ich kann nur sagen ich werde weiterhin alles geben, um mich bei den nächsten Wettbewerben wieder top zu präsentieren – wann auch immer die dann sind.”

24.03.2020 / 19:10 Uhr: Walter Ablinger (50) aus Österreich (Handbike – Paralympische Spiele):

“Die Verschiebung in das Jahr 2021 ist natürlich ein Schlag ins Gesicht. Denn eins ist klar, in meinem Alter wird es nicht leichter sich für ein Großereignis zu qualifizieren. Den Kopf stecke ich aber nicht in den Sand, ich suche mir einfach neue Herausforderungen und Ziele. Vielleicht fahre ich den Großglockner rauf, oder ich mache eine Tour vom Innviertel aus nach Paris. Mal sehen. Die Entscheidung selbst, die Spiele zu verschieben, ist natürlich nachvollziehbar – Gesundheit geht vor!”

©Wikipedia

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