Teil 132 (KW 11/2021): Dominik Ortner

Foto: ©Dominik Ortner

Dominik Ortner, Referent der WKO Oberösterreich aus Linz, ist Genussläufer der auch schon sehr ambitionierte Bestzeiten gelaufen ist. Im Helden-Interview #132 spricht der 36-Jährige über Trainingspläne und Verletzungen.

Helden des Laufsports: Wann hast du mit dem Laufen begonnen?

Dominik Ortner: Ich war früher leidenschaftlicher Fußballspieler. Als ich jedoch wegen dem Studium nach Wien gezogen bin, hörte ich mit dem Fußballspielen auf und brauchte einen neuen Sport um mich fit zu halten. So habe ich ca. 2006 zum Laufen begonnen, bin anfangs jedoch nur ein bis dreimal pro Woche gelaufen, also nach Lust und Laune und völlig ohne Struktur.

Was waren deine bisher größten Erfolge?

Eigentlich war der erste Marathon der größte Erfolg, selbst wenn ich das selbst gesteckte Ziel, unter drei Stunden zu bleiben, nicht ganz erreichte. Ich bin beim München Marathon 2015 auf Anhieb eine Zeit von 3:00:06 Stunden gelaufen, obwohl ich leider bei Kilometer elf eine Pinkelpause einlegen musste.

Gibt es Bestzeiten auf die du besonders stolz bist?

Meine Halbmarathonbestzeit von 1:21:27 Stunden bin ich gemeinsam mit Gunter Aigmüller, einen sehr netten Laufkollegen mit dem ich regelmäßig laufe, beim Wien Energie Halbmarathon 2016 im Zuge der Vorbereitung auf den Linz Marathon gelaufen. Die Bedingungen waren eher suboptimal, da es extrem windig war, aber wir haben beide dabei neue persönliche Bestzeiten erzielt.

Wie viel läufst du aktuell und trainierst du nach Plan?

Ich trainierte bisher nur nach Plan, wenn ich mich für einen Marathon vorbereitete, also nur dreimal über einen Zeitraum von je zehn Wochen. Aktuell laufe ich rund 50 Kilometer pro Woche, aufgeteilt auf fünf Einheiten.

Trainierst du viel alleine oder auch mal in der Gruppe?

Ich trainiere sehr gerne mit anderen Kollegen. Aktuell versuche ich zumindest an den Wochenenden einmal in Gesellschaft zu laufen. Normalerweise treffen wir uns jeden Mittwoch um 6 Uhr vor der Arbeit in Linz, was wegen dem Arbeiten im Homeoffice jedoch ausfällt. Im Sommer fahre treffe ich mich jede Woche mit unterschiedlichen Radkollegen zu Ausfahrten. Zum Glück hat Linz eine tolle Lauf- und Radsport-Community.

Wenn du an deine intensivsten Trainingswochen zurückdenkst, wie sah damals eine normale Trainingswoche bei dir aus?

Ich hab mich immer an die „klassische Struktur“ von Herbert Steffny gehalten und hatte drei wichtige Kerneinheiten. Diese Struktur funktioniert meines Erachtens sehr gut. Am Dienstag wird dabei ein Intervalltraining absolviert – am Freitag ein Tempodauerlauf – am Sonntag ein langer Lauf. Zusätzlich noch lockere Einheiten am Mittwoch und Samstag.

Musstest du schon mit schwereren Verletzungen kämpfen?

Im Jahr 2017 bin ich wegen einer ISG-Entzündung ca. sechs Monate ausgefallen. Diese Verletzung habe ich mich deshalb eingehandelt, weil ich nach meinem letzten Marathon im Oktober 2016 kaum regeneriert habe und relativ früh danach schon wieder einen längeren Wettkampf gelaufen bin. Da ich eher ein verletzungsanfälliger Läufer bin und keine sehr großen Umfänge laufen kann, bin ich froh den Radsport zu haben. Im Sommer bin ich mehr Radsportler und im Winter eher Läufer.

Hast du noch größere sportliche Ziele für die Zukunft?

Wenn es mein Körper zulässt, würde ich gerne versuchen einen Halbmarathon unter 80 Minuten zu absolvieren. Außerdem habe ich mit dem Ötztaler Radmarathon noch eine Rechnung offen, da bei meiner damaligen Teilnahme das Wetter so schlecht war und es sehr stark regnete. Diesen Radmarathon würde ich gerne unter neun Stunden absolvieren.

Welche Hobbys, außer das Laufen, hast du noch?

Wie bereits erwähnt, bin ich neben dem Laufsport auch leidenschaftlicher Radsportler. Ich fahre sehr gerne Rennrad und Mountainbike. Da ich direkt am Fuße des Pfennigbergs wohne, kann ich meine Runden im wunderschönen Mühlviertel drehen.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.