Film Review – Die Stunde des Siegers

Liebe Leser,

Vorige Woche habe ich euch eines meiner Lieblings(lauf-)bücher vorgestellt, und diese Woche möchte ich euch einen richtig guten Film zum Thema ans Herz legen: “Die Stunde des Siegers” oder im Original “Chariots of Fire”. Auch hier empfehle ich, wenn ihr das mögt, schaut euch den Film in der Originalsprache, also auf Englisch an.

Zum ersten Mal habe ich “Die Stunde des Siegers” als Kind gesehen. Meinen Eltern, obzwar ganz und gar nicht Sport-affin, hat dieser Film sehr gefallen und so haben sie ihn gemeinsam mit meinen Geschwistern und mir angesehen.

Übrigens, die Filmmusik stammt von “Vangelis”, und ist richtig hörenswert. Als Jugendliche habe ich im Verein Sportakrobatik gemacht, und bei meinem allerersten Wettkampf habe ich mir als Musik für meine Kür genau die Titelmusik von Chariots of Fire ausgesucht, so gut hat sie mir gefallen!

Nun aber zum Film: Der unter dem Regisseur Hugh Hudson entstandene Film aus dem Jahre 1981 gewann u.a. den Oscar als “Bester Film” 1982. Die Filmmusik wurde ebenfalls ausgezeichnet.

Die Hauptdarsteller sind zwei britische Läufer, welche an den Olympischen Spielen 1924 teilnehmen. Zum Einen der Sprinter Harold Abraham, welcher aufgrund seines jüdischen Glaubens an der Universität Cambridge diskriminiert wird. Er möchte ein Zeichen gegen den Antisemitisus setzen, indem er im 100-Meter Lauf die Goldmedaille gewinnt. Der zweite Athlet über den berichtet wird, ist der schottische Christ Eric Liddell, Sohn eines Missionar-Ehepaars und tiefgläubig.

Abrahams arbeitet zusammen mit einem professionellen Trainer an seiner Lauftechnik, und wird dafür kritisiert: es sei “unehrenhaft, sich professionelle Hilfe zu holen”, so heißt es an seiner Universität. Die Kritik kommt natürlich zu Unrecht, aus antisemitischen Beweggründen.

Währenddessen wird Liddell ebenfalls kritisiert, der sich ebenfalls akribisch und diszipliniert auf die Olympischen Spiele vorbereitet: er würde dem Laufen mehr Aufmerksamkeit schenken als Gott, heißt es in seiner Gemeinde.

Gleich vorweg: ich bin nicht besonders religiös, und um das Thema Religion soll es hier auch nicht gehen.

Der Film gefällt mir einfach besonders gut, weil gezeigt wird, wie in den 20er Jahren, als Sport sich noch nicht so in der Allgemeinbevölkerung durchgesetzt hatte wie heutzutage, die Athleten oftmals scharfer Kritik ausgesetzt waren. Außerdem ist dieser Film meiner Ansicht nach wirklich “bildgewaltig”, und hat eine tolle Athmosphäre in die ich mich immer wieder gerne gedanklich hineinversetze.

Seht euch den Streifen bei Gelegenheit doch mal an. Es würde mich interessieren, ob euch dieser Film genau so gut gefällt wie mir.

Einen schönen Video-Abend wünsch’ ich euch 😉

Eure Liesl