Florian Röser: “Ich musste mir die Tränen verkneifen”

Florian Röser (TV Konstanz) kam beim Berlin Invitational, einem 10-Kilometer-Rennen, nach beachtlichen 29:05 Minuten ins Ziel. Im Interview spricht der 27-jährige Konstanzer über sein Rennen und über das Training der letzten Wochen.

Foto: ©Florian Röser

29:05 Minuten und Platz 8. Gratulation zu dieser Leistung. Wie verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Florian Röser: Das Rennen verlief ideal. Ich konnte von Anfang an in einer großen Gruppe „mitschwimmen“ und musste mich so nicht ums Tempo kümmern. Nach fünf Kilometern bin ich bei 14:25 Minuten durchgelaufen, was fast meiner offiziellen 5000-m-Bestzeit aus dem Jahr 2018 (14:19 Minuten) entspricht. Da ich in diesem Jahr pandemiebedingt keinen 5000-m-Wettkampf gelaufen bin, hat mich die Zeit doch etwas überrascht. Meine Beine fühlten sich allerdings noch immer super an und so konnte ich das Tempo weiter halten. Nach der letzten Wende habe ich leider kurz den Anschluss an die kleine Gruppe vor mir verloren, und habe so, ein paar Sekunden eingebüßt. Über meine neue Bestzeit freue ich mich riesig und bin mir sicher, dass da in Zukunft noch mehr drin ist. Im Ziel war ich so überwältigt, dass ich mir die ein oder Träne verkneifen musste.

Welche Wettkämpfe hast du in den letzten Wochen noch absolviert?

Vor gut zwei Wochen bin ich in Frankfurt bei einem Einladungsrennen auf dem Messegelände einen Halbmarathon gelaufen. Dort konnte ich auch eine neue Bestzeit (65:17 Minuten) laufen. Ansonsten habe ich in den letzten Wochen zwei Trainingswettkämpfe bestritten. Dort bin ich über die 10.000 m zum ersten Mal unter 30 Minuten gelaufen, was mir die Gewissheit gebracht hat, dass ich das Jahr über sehr gut trainiert habe.

Wie sah dein Training in den letzten Wochen aus?

Das Training war eine Mischung aus 5-km-, 10-km- und Halbmarathon-Einheiten, natürlich gemischt mit Dauerläufen. Aufgrund der kurzfristigen Einladung zum Halbmarathon in Frankfurt konnte ich mich darauf sicher nicht optimal vorbereiten, umso mehr jedoch auf das 10-km-Rennen in Berlin. Insgesamt war es nach den ganzen Trainingskilometern einfach schön endlich mal wieder an einer offiziellen Startlinie zu stehen.

Zurzeit ist es ja eine Planung etwas schwierig, aber hast du schon Pläne für 2021?

Ich habe mich in diesem von Corona geprägten Jahr auf ein neues Leistungsniveau gehoben und möchte im nächsten Jahr noch besser werden. Mein Ziel muss es jetzt sein unter 29 Minuten über die zehn Kilometer zu laufen. Langfristig ist es mein Traum, einmal im Deutschen Nationaltrikot zu starten. Mal sehen was das nächste Jahr so bringt, auf meiner Homepage und auf meinem Instagram-Profil halte ich alle Interessierten up to date.

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