Georg Mackner: “Die Halbmarathon-Zeit in Kärnten trägt mich mental durch diese Zeit”

Oktober 2021: Georg Mackner (SK Rueckenwind) bestritt Mitte September den Walser Dorflauf. Für die zehn Kilometer benötigte der 41-Jährige 37:50 Minuten. Seine beste Leistung in diesem Jahr zeigte der Tiroler allerdings beim Halbamrathon im Kärnten. Darüber und über sein Trainingspensum spricht er im Interview.

Foto: ©Georg Mackner

Helden des Laufsports: Vor kurzem bist du im Rahmen von „Kärnten läuft“ den Halbmarathon in 1:21 Stunden gelaufen. Wie zufrieden bist du?

Georg Mackner: Eigentlich schon sehr. Vor allem weil ich davor ein paar Mal eine Zäsur bei den Zeiten erlebte. Über 10.000 Meter und 5.000 Meter ging es in diesem Jahr in die falsche Richtung, allerdings konnte ich von Februar bis Mai wegen einer Sehnenentzündung an der Patella nicht trainieren. Danach ging der Einstieg auch nur auf rohen Eiern. Die Zeit bei der Staatsmeisterschaft in Kärnten trägt mich quasi mental durch diese nicht ganz einfache Saison.

Bist du in letzter Zeit sonst noch Wettkämpfe gelaufen?

Ja, ich durfte freundlicherweise beim „S7 Elitemarathon“ auf der halben Distanz starten. Das war leider direkt nach meiner Verletzung und vermessen. Es war dort schwierig für mich, aber ich wollte sehen wo ich stehe. Die Veranstaltung selbst war eindrucksvoll für mich. Das erste Mal eine Live-Pressekonferenz im Laufsport zu sehen bei der es für Profis um das Olympialimit geht bzw. die Atmosphäre im Hotel etc. hatte eine einnehmende Wirkung. Profis wie Valentin Pfeil, Thijs Nijhuis, Hendrik Pfeiffer, Frank Futselaar etc. in ihren Routinen vor einem Rennen zu sehen war imposant. Es tut mir für jene, die das Limit nicht erreicht haben, sehr leid. Speziell für Valentin Pfeil der wie ich finde in dieser Phase und bei seinen vorherigen Versuchen nicht vom Glück verfolgt wurde. Die Bedingungen am Renntag waren sehr schwierig, vor allem für jene bei denen es um viel ging. Starker Regen auch immer wieder böiger Wind und fast null Zuschauer. Eine echte Bleiwüste in der man Bestleistung bringen sollte. Dennoch ein großes Kompliment und Dank an Thomas Krejci und sein run2gether Team. Es war trotz den Covid-Auflagen ausgezeichnet organisiert. Dafür kann man nicht genug danken. 

Wie viel hast du in den letzten Wochen trainiert?

Ich wurde, wie erwähnt, aus einer stabilen Phase im Winter rausgerissen und in eine schwierige zurückgeworfen. Ich versuche an das Niveau vom Herbst 2020 anzuschließen und zwischen 90 und 110 Kilometer pro Woche zu absolvieren.

“Der Florenz Marathon in 2:54 Stunden war mein persönlicher Ritterschlag”

Georg Mackner über seine Erfolge.

Was waren deine bisher größten Erfolge?

Sportlich gesehen war mein persönlicher Ritterschlag der Florenz Marathon in 2:54 Stunden. Das klingt in der Szene vermutlich lachhaft, aber ich habe relativ spät mit dem zielgerichteten Training begonnen, so betrachtet ist mir dieser Erfolg viel Wert. Außerdem würde ich die vergangenen Staatsmeisterschaften im Halbmarathon dazu zählen. Da es eine schwierige Strecke unter warmen Bedingungen war und sich dennoch eine PB ausging. Neben den Zeiten erlebe ich aber auch eine Art innere Ruhe und Zufriedenheit die sich durch den Laufsport in mir einstellt, das ist für mich auch als Erfolg zu werten, vor allem weil mein näheres Umfeld und meine Patienten davon profitieren.

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