Großes Solo von Andi Vojta – Mit Millonig gleichgezogen

Text und Foto: Olaf Brockmann

Und wieder ein großes Solo von Andreas Vojta! Der von Wilhelm Lilge trainierte Athlet gewann in Eisenstadt ganz überlegen die Staatsmeisterschaft über 10.000 m. Dabei stellte er im Alleingang sogar mit 28:27,85 Minuten eine persönliche Bestzeit auf. Noch dazu holte er seinen 43. Titel bei österreichischen Meisterschaften. Damit zog er bei der Anzahl der Titel mit Dietmar Millonig gleich. Dieses Duo wird nur von Günther Weidlinger überboten, der es auf insgesamt 53 Staatsmeisterschaften gebracht hat. Kein Wunder, dass der seit gut einem Jahrzehnt in Österreich so überlegene Andi Vojta vom team2012.at auch noch im Hinterkopf hat, Weidlinger zu überholen. „Ein paar Jahre laufe ich ja noch…“

Erfolgsduo: Lilge und Vojta.

Vojta war wieder einmal eine sensationelle Klasse für sich! Er überrundete das ganze Feld und lief eine großartige Schlussrunde in circa 60 Sekunden. Damit verbesserte er seine bisherige Bestzeit von 28:30,28, die er vor zwei Jahren in Uster (Schweiz) aufgestellt hatte, um 2,43 Sekunden. Und was in Eisenstadt kaum jemanden auffiel: Andi Vojta lief sogar die schnellste Siegerzeit bei einer österreichischen 10.000-m-Meisterschaft. Bester war hier bisher Dietmar Millonig mit 28:34,55 (1982).

Andi Vojta lieferte also wieder einmal echte Maßarbeit, die er in den Beinen (und im Kopf) hat. „Mein Ziel ging natürlich komplett auf“, freute er sich. In Österreich waren bisher nur vier Läufer schneller über die 10.000 m. Diese „ewige“ ÖLV-Bestenliste wird angeführt von Günther Weidlinger, der seit 2008 in 27:36,46 den Rekord hält. Wie gesagt, auch als Titel-Hamsterer ist der Oberösterreicher die Nummer 1. Er kommt auf insgesamt 53 Staatsmeisterschaften – 50 in Einzelbewerben und drei in Mannschaftsbewerben. Ohne Mannschaftsbewerbe liegen Dietmar Millonig und Andi Vojta mit 42 Titel auch gleichauf (siehe Statistiken).

Hinter Andi Vojta, der heuer schon seinen insgesamt sechsten Titel gewann, sorgte auch Sebastian Frey als Zweiter in 29:38,61 für eine ganz starke Leistung.

Bei den Frauen setzte sich, wie erwartet, Julia Mayer durch. Sie verpasste zwar ihr angepeiltes Ziel, ihre persönliche Bestzeit von 33:21,66 zu verbessern, als sie in 34:16,23 den Titel gewann. Ihre Saison aber war heuer generell großartig! „Das Rennen abhaken und nach vorne schauen“, war ihre Devise. Sandra Illes, die gerade erst zum siebenten (!) Mal in Folge österreichische Duathlon-Meisterin geworden war, belegte in 35:00,28 den zweiten Platz.

„Ewige“ österreichische Bestenliste, 10.000 m

27:36,46 Günther Weidlinger Stanford 04.05.2008

27:42,98 Dietmar Millonig Oslo 26.06.1982

27:49,35 Gerhard Hartmann Oslo 05.07.1986

28:18,58 Michael Buchleitner Watford 22.07.2000

28:27,85 Andreas Vojta Eisenstadt 25.09.2021

28:45,78 Sepp Steiner London 09.09.1977

28:55,42 Helmut Schmuck Kapfenberg 23.06.1990

28:56,01 Michael Schmid Stanford 01.05.2010

29:00,20 Martin Pröll Graz 29.04.2006

29:01,20 Robert Nemeth Mistelbach 01.05.1982

10.000 m Männer, schnellste Siegerzeiten ÖM

28:27,85 Andreas Vojta Eisenstadt 2021

28:34,55 Dietmar Millonig Wien 1982

28:50,60 Dietmar Millonig Graz 1985

28:58,31 Gerhard Hartmann Feldkirchen 1988

28:59,11 Andreas Vojta Wien 2018

29:00,20 Martin Pröll Graz 2006

29:07,66 Günther Weidlinger Waidhofen 2007

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