Günter Dieplinger: “Im Mai starten wir wieder mit Charity durch”

Der Innviertler Ultraläufer Günter Dieplinger blickt auf das Jahr 2020 zurück und sagt uns, was 2021 geplant ist.

Foto: ©Günter Dieplinger

Wie läuft dein aktuelles Wintertraining?

Günter Dieplinger: Das Training läuft eigentlich ganz gut. Ich habe im Dezember bei der “Kilometerfresserchallenge” des ÖLV mitgemacht. Obwohl ich erst am 9. Dezember darauf aufmerksam geworden bin, sind es 552 Kilometer geworden. Zufrieden war ich trotzdem. Mein aktuelles Ziel wäre es gewesen, beim Linz Trail 100 am 6. Februar teilzunehmen, diese Veranstaltung wurde aber leider wegen Corona verschoben. Dadurch fiel ich kurzzeitig ein mentales Loch. Ich hatte keine Lust mehr zu laufen, jetzt bin ich aber wieder motiviert.

Welche Pläne hast du für die neue Saison?

Meine Pläne für 2021 hängen natürlich von der Entwicklung der Corona-Krise ab. Wenn möglich, werde ich den Linz Trail 100 am 20. März absolvieren. Für 3. Juli habe ich mich für den in Österreich erstmal ausgetragenen Austria Backyard Ultra angemeldet. Hier ist eine 6,7 Kilometer lange Strecke innerhalb einer Stunde zurückzulegen. Zu jeder vollen Stunde wird man immer wieder auf die Strecke geschickt. Wer am Ende noch übrig ist, hat gewonnen. Unter dem Motto: „der Letzte dreht das Licht aus„. Das ist für mich eine neue Herausforderung und eine gute Abwechslung zu den 12 oder 24 Stundenläufen. Was danach kommt werden wir sehen. Ich habe einiges im Kopf und irgendeine verrückte Sache wird sich im Herbst sicher ausgehen.

“Die Innchallenge hat alles bisherige in den Schatten gestellt”

Günter Dieplinger über DAS Projekt im letzten Jahr.

Im Jänner musste leider euer Charitylauf, „Renn mit und hüf“, abgesagt werden? Ist für dieses Jahr trotzdem noch eine Charityaktion geplant?

Ja, leider wurde der Lauf abgesagt. Das tat Thomas Schererbauer, Johann Schmolz und mir, der sich immer um das “Rundumadum” gekümmert hat, schon im Herzen weh. Wir haben in den letzten Jahren sehr viel Herzblut in dieses Projekt gesteckt. Es war sehr schön zu sehen, wie viele Menschen wir für diese Aktion begeistern konnten. Wir wären nicht wir, wenn wir nicht schon einen neuen Plan für dieses Jahr hätten. Es wird etwas ganz Anderes kommen und wird voraussichtlich Ende Mai stattfinden. Mehr möchte ich jetzt noch nicht verraten. Lasst euch überraschen, es wird eine tolle Sache und ihr werdet zeitig davon erfahren. Es wird auch wieder jeder Mann beziehungsweise jede Frau mitmachen können.

Foto: ©Günter Dieplinger

Ein kleiner Blick zurück: Wie zufrieden bist du mit deiner letzten Saison, was waren deine Highlights?

Die letzte Saison war ja aus bekannten Gründen sehr kurz und durchwachsen. Das Jahr begann wieder mit unserem Charitylauf „Renn mit und hüf“, dann folgte noch der Thermenmarathon in Bad Füssing, bei dem ich wieder als Pacemaker über vier Stunden am Start war. Was dann kam, ist ja bekannt. Im Juli konnte dann doch der 24 Stundenlauf in Bad Blumau ausgetragen werden. Diesen musste ich leider mit einem leichten Sonnenstich vorzeitig beenden. Eine Woche nach der Innchallenge war ich dann noch beim 6-Stunden-Lauf in Steyr am Start, wo ich den dritten Platz in meiner Altersklasse erlaufen konnte. Ende Oktober war ich mit meinem Freund und Vereinskollegen Gerald Kasbauer beim Wien Rundumadum am Start (130 Kilometer und 1700 Höhenmeter). Ich begleitete Gerald bei seinem bisher längsten Lauf und wir konnten nach 18 Stunden und 42 Minuten finishen. Das Highlight der Saison war für mich aber die INNCHALLENGE Ende August. Eine Charity-Aktion, wo ich den Inn vom Ursprung am Malojapass in der Schweiz, bis zur Mündung nach Passau abgelaufen bin. 520 Kilometer in gut sieben Tagen.  Es waren auch noch Freunde von mir mit von der Partie. Die einen fuhren die Strecke mit dem Fahrrad in einer Fahrzeit von 18 Stunden ab. Die Anderen fuhren den Inn mit dem Kajak ab. Das schönste an dieser Aktion war, dass wir vier Bedürftige mit einer schönen Summe unter die Arme greifen konnten. Eine einmalige Aktion, die alles bisherige was ich gemacht habe, in den Schatten gestellt hat. Ich möchte mich hier nochmals bei allen die uns unterstützt haben ganz herzlich bedanken.

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