Peter Huber, Laufen, Interview, Helden des Laufsports, HdL

Teil 20 (KW 46/2018): Peter Huber

Peter Huber ist 30 Jahre und leidenschaftlicher Triathlet. Beruflich bleibt er dem Sport treu und verkauft im oberösterreichischen Schalchen/Braunau Sportartikel. Im Interview spricht er über seine größten Erfolge und seine Ziele für die Zukunft.

Helden des Laufsports: Was waren neben deinen tollen Bestzeiten (10 Kilometer: 34:18 Minuten und HM: 01:16 Stunden) deine größten läuferischen Erfolge bei Wettkämpfen?

Peter: Die Erfolge werden natürlich beim Laufen immer an persönlichen Bestleistungen oder an tollen Gesamtplatzierungen gemessen. Demnach hab ich mich natürlich über zB. den Gesamtsieg beim Schlösserlauf Mining 2016 bzw. beim Zoolauf in Salzburg 2017 sehr gefreut. Früher wollte ich meine persönlichen Bestleistungen immer wieder unterbieten, mittlerweile steht aber für mich die Gesamtform im Triathlon an erster Stelle, und ich muss auch einige Läufe, wo ich gerne mitlaufen würde, auslassen.

Hdl: Deine absolute Leidenschaft ist allerdings der Triathlon. Du hast dich 2018 für die „Age-Group“ Weltmeisterschaft in Lausanne/Schweiz qualifiziert. Wie und wo hast du das geschafft?

Peter: Es gibt im Jahr immer ca. 4-5 Rennen, wo du dich für die Europa- bzw. Weltmeisterschaften qualifizieren kannst. Dazu werden in den Qualifikationsrennen meistens ca. 3 Startplätze pro Altersgruppe vergeben. Ich habe mich beim Tulln Triathlon mit dem 1.Platz in der Altersklasse für die WM-Sprintdistanz und mit dem 1.Platz in der AK beim Bregenzer Triathlon für die WM-Kurzdistanz qualifiziert.

Hdl: Was waren sonst so deine schönsten Triathlonerlebnisse?

Peter: Das waren eine ganze Menge ;-). Der Sport an sich ist schon ein tolles Erlebnis und hat einen Suchtfaktor, wie es selten in einem Sport ist. Ich habe 2013 mit einigen Freunden gestartet. Anfangs waren es auf jeden Fall die gemeinsamen Rennen, das Zusammensitzen nach den Bewerben und der Spass am Sport. Mittlerweile ist das Ganze schon etwas ambitionierter. Dieses Jahr war definitiv der Trumer Triathlon das absolute Highlight. Das ist unser Heimrennen und dementsprechend gut besucht. Die Streckenführung in Obertrum ist so ausgelegt, dass man permanent im Ortszentrum vorbeikommt. Wenn du in staunende Augen blickst und sehr oft deinen Namen hörst, weißt du, wofür sich das Training gelohnt hat. Eine ganz neue Erfahrung duften wir dieses Jahr mit der deutschen Regional-Triathlonliga machen. Auch das würde ich unter die Kategorie „schönste Triathlonerlebnisse“ reihen!

Hdl: Du bist 2018 mit dem RSV Freilassing/Deutschland in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Wie funktioniert so ein Ligasystem beim Triathlon und wer ist der FC Bayern München der deutschen Triathlon-Bundesliga? 😉

Peter: Das Tolle am Ligasystem ist, dass das Rennsystem ein komplett anderes ist. Es gibt ganz viele verschiedene Formate zB. ein Mannschaftsrennen (das ganze Team muss alle Disziplinen gemeinsam machen), Sprinttriathlon mit Windschattenfreigabe etc. Das heißt quasi, dass neben den tatsächlichen sportlichen Herausforderungen auch noch sehr viel Taktik dazukommt! Wir konnten uns dieses Jahr gleich den Meistertitel schnappen – und im Team zu gewinnen ist fast noch schöner, als alleine! Die Meisterfeier war dann auch dementsprechend intensiv ;-). Zu später Stunde waren wir uns dann ziemlich sicher, dass wir der FC Bayern des Triathlonssports sind *lol*.

Hdl: Du wohnst in Munderfing/Braunau. Wie sind dort deine Trainingsmöglichkeiten um für einen Triathlon zu trainieren.

Peter: Prinzipiell haben wir zum Radeln und zum Laufen die besten Bedingungen! ;-). Auch im Sommer ist der Mattsee gleich ums Eck. Einzig das Schwimmen ist noch sehr zeitintensiv, da die meisten Hallenbäder überfüllt sind und man dort schlecht sein Training gut durchziehen kann.

Hdl: Wie viel Zeit investierst du pro Woche in dein Training?

Peter: Ca. 8-12h je nach Vorbereitungsphase (der Jahresschnitt 2018 war 9h)

Hdl: Wie bist du zum Laufsport/Triathlon gekommen? Hast du vorher auch Sport gemacht?

Peter: Ich habe bis zu meinem 25 Lebensjahr Fußball gespielt und bin erst sehr spät zum Triathlonsport gekommen. Mit ein paar Freunden hatten wir schon mit ca. 20 Jahren einen eigenen Gaudi-Triathlon veranstaltet (ohne irgendwelche Triathlonkenntnis). Gerademal die Reihenfolge der Sportarten war uns bekannt ;-). 2013 kam dann ein Bekannter, der schon 2-3 „echte“ Triathlon gemacht hat zu mir mit der Idee und Vision, einen Triathlonverein zu gründen. Das war quasi dann auch schon die Entstehung vom Verein „Triathlon Mattigtal“. Und mit dem Verein gings los in den Triathlonsport.

Hdl: Welche großen Ziele hast du noch für die Zukunft?

Peter : Mein Ziel ist es, mich jedes Jahr noch weiter steigern zu können, und dann zu sehen, was mit dieser Form alles möglich ist. Und wenn dabei der eine oder andere Triathlongesamtsieg rausschaut, bin ich auch nicht böse 😉 .

Hdl: Du bist Sportfachverkäufer bei Sport Rinnerthaler/Schalchen, also ein Mann vom Fach. Was macht einen guten Laufschuh aus und hast du persönlich eine Lieblingsmarke?

Peter: Es herrscht gottseidank derzeit ein großes Umdenken im Laufsport statt. Man ist draufgekommen, dass das zu starke „Dämpfen“, „Stützen“ und Schuhe mit zu hohen Fersensprengungen keine Verbesserung, sondern auch Probleme verursacht haben. Deswegen schaue ich bei den Laufschuhen meist darauf, dass der Läufer wirklich nur so viel Unterstützung bekommt, wie er braucht, damit er selber wieder „richtig“ Laufen lernt. Ein guter Laufschuh sollte also Problemlöser und nicht Verursacher sein. Eine Lieblingsmarke hab ich nicht, es gefallen mir viele Konzepte derzeit am Laufschuhmarkt, besonders diejenigen der „kleinen“ Laufspezialisten, die sich nicht so stark den Absatzzahlen verschrieben haben. Da findet man ganz gute Laufschuhschmankerl!

Hdl: Welche Hobbys außer dem Sport hast du noch?

Peter: Blödsinn machen und das ein oder ander mal gehe ich auch noch gerne mit Freunden fort! 😉

Hdl: Danke für das Interview und weiterhin viel Spaß beim Trainieren!

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