Trailchallenge “Der weiße Ring”: Hoffmann siegt und hofft auf weitere Wettkämpfe

Bei der Trailchallenge “Der weiße Ring” konnte der Baden-Württemberger Benedikt Hoffmann den Tagessieg feiern. Der 35-Jährige spricht im Interview über dieses Rennen und auch darüber, warum er in dieser eigenartigen Saison nie seine gewohnten Intensivwochen von 200 Kilometer absolvierte.

Foto: ©Sportograf.com

Helden des Laufsports: 2300 Höhenmeter und 29 Kilometer wären eigentlich zu absolvieren gewesen, aber Starkregen und ein Gewitter, zwangen die Veranstalter die Strecke zu verkürzen. Am Ende bist du die 14,5 Kilometer und 905 Höhenmeter in 01:13:04 Stunden gelaufen, wir verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Benedikt Hoffmann: Da nur ein langer Anstieg von rund 650 Höhenmeter zu absolvieren war, habe direkt auf´s Tempo gedrückt. Nach rund 30 Minuten war der erste Anstieg gemeistert, sodass ich relativ relaxt den Downhill nach Zug runter laufen konnte. Auf der kleinen Bergfahrt war höchste Konzentration gefordert! Alexander Hutter hat den Downhill deutlich schneller als ich gemeistert und verkürzte seinen Abstand auf nur 30 Sekunden. Aber es waren noch sieben Kilometer entlang des Lechs, gespickt mit kleinen Anstiegen. Den zweiten Teil des Rennens nutze ich um meinen Vorsprung auszubauen – 01:50 Minuten waren es im Ziel.

Wie intensiv war in den letzten Wochen dein Training?

Es ist schwierig aktuell gezielt zu trainieren, da es immer wieder zu Absagen von Wettkämpfen kommt. Seit Anfang August habe ich auf die „Trailchallenge – der weiße Ring“ in Lech trainiert, ursprünglich natürlich auf die Langdistanz. Dafür habe ich eine Mischung auf flachen Kilometern, Tempoläufen und vielen, vielen Höhenmetern gemacht. Die Höhenmeter habe ich aber nur zum geringen Anteil läuferisch gemacht, sondern habe meinen 18 Monate alten Sohn in der Kraxe die Berge hoch und runter geschleppt.

Hattest du in der Zeit ohne Wettkämpfe auch mal Motivationsprobleme?

Es war schwer eine gute Struktur ins Training zu bekommen, da man nie genau wusste wann der erste Wettkampf sein wird. Das heißt, ich konnte mein Training nicht richtig periodisieren. Das ganz harte Training mit Umfängen über 200 Kilometern pro Woche habe ich dieses Jahr auch nie gemacht, da alle internationalen Meisterschaften abgesagt sind.

Was ist 2020 noch geplant?

Gute Frage! Ich werde weiterhin flexibel meine Saison gestalten müssen. Aber schon am 30. August starte ich erneut – beim „Madrisa Trail Run“ in Klosters. Dort wird es dann richtig lang – 54 Kilometer mit 3.800 Höhenmeter. Ein Ultratrail dieser Länge ist eine neue Erfahrung für mich auf die ich mich sehr freue. Mein Fernziel liegt im November – die Berglauf WM (Langdistanz) auf Lanzarote – hoffen wir, dass es auch stattfindet!

Foto: ©Sportograf.com

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.