“Ich bin dankbar, wieder Wettkampfluft schnuppern zu dürfen”

Mario Bernhardt, Athlet von der LG Passau, beendete beim Itelligence Citylauf Invitational in Dresden den 10-Km-Wettkampf nach 32:19 Minuten. Ob der 32-Jährige damit zufrieden ist, erzählt er uns im Interview.

Foto: ©Sportograf

Helden des Laufsport: Gratulation zur tollen Zeit. Bist du zufrieden damit?

Mario Bernhardt: Ja sehr. Vor allem, da es die Wochen davor schon eine spannende Angelegenheit war. Der Itelligence Citylauf ist ein Eliterennen/Einladungslauf, wo man sich mit einer vom Veranstalter vorgegebenen Richtzeit bewerben konnte. Nach einer Prüfung der Zeit wird man dann darüber in Kenntnis gesetzt, ob man teilnehmen darf oder nicht. Als dies feststand lag mein Fokus nur noch auf der Verbesserung der Bestzeit (32:28 Minuten). Eine letzte Voraussetzung für die endgültige Rennteilnahme war der negative Coronatest am Freitag davor. Als diese letzte Hürde genommen wurde, war der Weg frei und wir beide, Stephan Fruhmann und ich, fuhren für die LG Passau nach Dresden. Wir konnten uns wirklich glücklich schätzen in solch einer schwierigen Phase, wie wir sie aktuell mit Corona haben, reisen zu dürfen, um auf einem abgesperrten Rundkurs unter Einhaltung strenger Hygieneregeln laufen zu können. Dies war ja jetzt monatelang nicht mehr möglich und wir waren uns unserer Privilegien sehr bewusst und sind dankbar, dass dies so möglich war.

“Ich bin angereist, mit dem klarem Ziel, eine neue Bestzeit zu laufen”

Mario Bernhardt war danach mehr als zufrieden.

Wie verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Ich würde sagen optimal. Zu Beginn war es etwas hektisch im Starterfeld, aber nach den ersten zweieinhalb Kilometern hat es sich gelegt und ich konnte super in der Gruppe mitlaufen und war dadurch etwas von den Windböen geschützt. Meine zwischenzeitlichen Blicke auf die Uhr zeigten mir, dass ich auf Bestzeitkurs bin. Da läuft es sich dann halt auch nochmal leichter, aber trotzdem haben sich die letzten zwei Kilometer etwas gezogen, aber das ist bei jedem Wettkampf das Gleiche. Beim Zieleinlauf blickte ich auf meine Uhr und sah dann die Endzeit und wusste endgültig, dass ich mir eine neue Bestzeit auf die zehn Kilometer erlaufen konnte. Einfach rund herum ein tolles Rennen. Vor allem nach der langen Wettkampfpause hat man mit solch einem Ausgang noch mehr Lust auf die kommenden Veranstaltungen.

Wie sah dein Training in den letzten Wochen aus?

In den Wintermonaten war ich viel Langlaufen bei uns in der Region. Ende Februar gab es dann mal eine etwas längere, wärmere Phase, die ich zum Rennradfahren genutzt habe. Ansonsten machte ich viele lange oder verschiedene Dauerläufe. Mein Athletiktraining auf der heimischen Matte kam natürlich auch nicht zu kurz. Drei Wochen vor dem Wettkampf standen dann einmal in der Wochen Tempoläufe auf dem Programm, wie zum Beispiel 3000-2000-1000 Meter in Wettkampfgeschwindigkeit und am Wochenende dann Fahrtspiele oder Bergaufläufe. Ansonsten machte ich wieder Dauerläufe und nach den Belastungseinheiten fand das tägliche Ausradeln auf meinem Heimtrainer statt, das ist richtig zum Ritual geworden.

Wie sehen deine Pläne für die nächsten Wochen aus?

Puh, ja gute Frage! So einen richtigen Plan gibt es nicht, im Moment ist alles noch sehr ungewiss. Ich werde auf jeden Fall wieder viel Rennradfahren und längere Dauerläufe in verschiedensten Geschwindigkeiten absolvieren. Wenn wieder ein Wettkampf in Reichweite sein sollte werde ich mich auf diesen dann natürlich richtig gut vorbereiten. Ich freue mich auf alles was kommt. Erneut an der Startlinie stehen und das Adrenalin in den Adern spüren zu dürfen, ist schon ein tolles Gefühl. Ich bin mir sicher, dass da leistungsmäßig noch mehr möglich sein wird bei mir in diesem Jahr und darauf freue ich mich sehr.

“Planen ist zurzeit schwierig, aber ich freue mich auf alles was kommt”

Mario Bernhardt (32) über seine Saisonpläne.

Ein kleiner Blick zurück: Was waren deine bisherigen sportlichen Highlights?

Der Sieg beim Passauer Domlauf 2018 steht da ganz oben auf der Liste. Der Domlauf war mein erster Volkslauf (2003) an dem ich noch als Jugendlicher teilnahm und diesen dann einmal Jahre später zu gewinnen macht mich noch heute extrem stolz. Danach kommen gleich die verschiedensten Titel mit der Mannschaft der LG Passau bei den Bayerischen und deutschen Meisterschaften. Laufen ist zwar ein Einzelsport, aber wenn man mit seiner Mannschaft zusammen etwas erreichen kann, ist es nochmal eine super Zusatzmotivation und ein tolles Gefühl. Hier steht vor allem der deutsche Meistertitel mit der Mannschaft über 50 Kilometer im Jahr 2018 im Fokus.

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