Daniel Klarkowski: Laufblogger und Weltenbummler

Beachtliche 60.000 Leser hat Daniel Klarkowski monatlich in seinem Laufblog. Der 44-jährige Potsdamer ist Blogger, Influencer und leidenschaftlicher Läufer – darüber schreibt er auch. Seine Erlebnisse haben mittlerweile über eine Million Menschen gelesen.

Foto: ©Daniel Klarkowski

Daniel Klarkowski war früher, so wie er es nennt, ein klassischer Jogger. Laufen um abzunehmen lautete die Devise. Vor ungefähr zehn Jahren hat Klarkowski das Lauffieber dann so richtig gepackt. „Damals hat mich ein Arbeitskollege gefragt, ob ich bei einer Firmenstaffel mitlaufen möchte. Das habe ich dann auch gemacht und es war Liebe auf den ersten Blick! Im Jahr 2012 bin ich in Berlin bereits meinen ersten Marathon gelaufen. Ich war nach 04:39 Stunden im Ziel und es war einfach unglaublich“, erinnert sich Klarkowski. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der Potsdamer nach einem Trainingsplan aus dem Internet trainiert. Kurz darauf lernte er seinen jetzigen Trainer Piet Könnicke kennen. „Ein absoluter Glücksgriff! Ein Jahr nach Berlin war ich schon um eine halbe Stunde schneller und wiederum ein Jahr später lief ich den Marathon in 03:35 Stunden. Seitdem bin ich sehr motiviert und versuche mich ständig zu verbessern.“ Das gelingt Klarkowski richtig gut. 2019 kam er in Berlin nach 03:20 Stunden ins Ziel – zwei Wochen später beim Chicago Marathon nach 03:18 Stunden.

Laufend die Welt erkunden

Klarkowski, der für den Verein „gotorun“ läuft, liebt die Abwechslung und läuft daher nicht nur auf dem Asphalt, sondern absolviert auch viele Trails und lange Läufe. Beim legendären Rennsteigmarathon wagte er sich erstmals über die Ultramarathondistanz. „Dass ich diese 73,9 Kilometer unter acht Stunden und ohne Probleme finishen konnte, macht mich besonders stolz“, schwärmt Klarkowski und fügt hinzu: „Dass mein Körper und mein Geist in der Lage sind, solche Dinge zu vollbringen, zählt für mich als Erfolg. Podiumsplätze oder Zeiten auf der Urkunde sind zweitrangig.“ Viel schöner findet der Blogger die Tatsache, dass er berufsbedingt in den tollsten Städten der Welt laufen darf. Klarkowski arbeitet für ein Modeunternehmen aus Los Angeles im Bereich Marketing und bereist somit ganz Europa und die USA. „Überall trifft man Gleichgesinnte“, so der Deutsche.

Foto: ©Daniel Klarkowski

Influencer ohne Druck

Über die ganzen Reisen und seine Läufe dort, bloggt Klarkowski auf seinen „Sports Insider Laufblog“. „Als ich vor über zehn Jahren angefangen habe zu bloggen, war das alles noch neu und es gab kein Handbuch, wie man erfolgreicher Blogger oder Influencer wird. Vieles hat sich daher im Laufe der Jahre einfach natürlich entwickelt. Gerade zu Beginn hatte ich noch Schwierigkeiten mich zu öffnen und über meine echten Gefühle und Eindrücke zu schreiben. Da war vieles dann noch sachlicher und eher im Magazinstil geschrieben. Heute sind es wahrscheinlich genau diese persönlichen Eindrücke von Laufveranstaltungen, die es den Lesern erlauben, sich vorzustellen wie es ist, in Berlin, London, New York oder anderen großen Rennen zu starten.“ Mittlerweile haben über eine Million Menschen diese Beiträge auf seinen Blog gelesen. Ein Erfolgsgeheimnis ist sicher, dass Klarkowski nicht davon leben muss und er daher nicht abhängig von Werbekunden oder Kooperationspartnern ist. Es liest sich ungehemmt und leidenschaftlich. Das wurde jetzt im März belohnt, als die Wahl zum besten Sportblog Deutschlands anstand. Hier schaffte es der „Sports Insider Laufblog“ unter die letzten drei.

Voller Angriff nach der Corona-Krise

In der Zukunft hat der Potsdamer noch viel vor. Der New York Marathon im November ist da nur einer von vielen Läufen, welche er absolvieren möchte. „Leider hat uns ja allen der Coronavirus einen Strich durch die Rechnung gemacht. Daher trainiere ich derzeit mehr Ausgleichssportarten wie Rennradfahren, um meinen Laufapparat zu entlasten und trotzdem die Grundfitness zu halten und eine gute Ausgangslage für den Neubeginn des Wettkampfgeschehens zu haben. Aus gesundheitlichen Gründen ist die Basistrainingsphase aktuell auch am besten geeignet, um eine Schwächung des Immunsystems durch Leistungsspitzen oder den Open-Window-Effekt zu vermeiden. Denn gesund und mit einer guten Ausgangslage für ein neues Intensivtraining durch diese Zeit zu kommen, hat für mich aktuell die höchste Priorität. Ich hoffe, dass wir uns dann alle bald wieder in den Startblöcken bei den großen Läufen sehen können“, blickt der 44-Jährige optimistisch in die Zukunft.

Foto: ©Daniel Klarkowski

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