Ironman in 9:56 Stunden: Martin Haas und sein Gänsehautmoment

Oktober 2021: Martin Haas, Athlet vom CLR Sauwald, hat es geschafft! Nach einem nicht zufriedenstellenden Ironman im Jahr 2018, klappte es diesmal in Klagenfurt mit der gewünschten Zeit von unter zehn Stunden. Der 32-jährige Justizwachebeamte erreichte nach 9:56 Stunden überglücklich das Ziel. Wie der Schärdinger diesen Wettkampf – hier vor allem den Marathon – erlebt hat, darüber spricht der Vater einer Tochter im Interview.

Martin und Familie im Ziel. / Foto: ©Wolfgang und Paul Pucher

Helden des Laufsports: 2018, bei deinem ersten Antreten beim Ironman, bist du mit deiner Zeit, 11:45 Stunden, nicht zufrieden gewesen. Dieses Jahr konntest du nach 9:56 Stunden die Ziellinie überqueren! Wie war die Gefühlslage beim Zieleinlauf und bist du zufrieden?

Martin Haas: Ja, 2018 hatte ich Magenprobleme und benötigte für den Marathon 4:55 Stunden. Dieses Jahr war das ganz anders. Ich habe den Marathon richtig genossen, hatte ein brutal gutes Gefühl beim Laufen. Mit einer Zeit unter zehn Stunden, das muss ich ehrlich sagen, habe ich nicht gerechnet. Zwei Wochen vor dem Wettkampf war ich noch krank und in der Vorbereitung fehlten mir einige längere Radausfahrten. Es war auf der gesamten Strecke eine richtig gute Stimmung und natürlich war der Zieleinlauf ein absoluter Gänsehautmoment. Wenn man mit den mitgereisten Fans noch einmal abklatscht und dann hört: „Martin, you are an Ironman“, ist das schon genial.

Marathon in 3:15 Stunden / Foto: ©Wolfgang und Paul Pucher

Wie lautet dein Schwimm- und Rad-Resümee?

Das Schwimmen war in Ordnung, obwohl ich schon gehofft hätte, unter 1:15 Stunden zu bleiben. 2018 war ich etwas schneller unterwegs, jedoch hatte ich auch mehr Schwimmkilometer in der Vorbereitung. Beim Radfahren hätte ich auf einen 34iger Schnitt gehofft, aber es waren dann 33,5 Kilometer pro Stunde. Rückblickend betrachtet, war das genau passend für den Marathon.

Für den Marathon hast du 3:14 Stunden benötigt, wie hast du den Lauf in Erinnerung?

Die ersten acht Kilometer drosselte ich mein Tempo etwas, dann beschloss ich nach Gefühl zu laufen und fühlte mich relativ wohl dabei. Ich dachte, „es ist sooo cool im Gegensatz zu 2018“, und hatte einen riesigen Spaß. Ich bin die Kilometer zwischen 4:25er und 4:48er Schnitt gelaufen. Bei den Kilometern, wo eine Labe war, war ich immer etwas langsamer, deswegen die großen Schwankungen. Ab Kilometer 37 wurde es sehr zäh und ich zählte die Kilometer runter. Im Schnitt hatte ich am Ende 4:37 Minuten pro Kilometer stehen. Darauf bin ich sehr stolz.

Wie viel Stunden pro Woche hast du für diesen Ironman trainiert?

Meistens waren es um die 16 Stunden.

Du bist Vater einer kleinen Tochter und berufstätig. War es unter diesen Umständen öfters schwierig, sich für das Training zu motivieren?

Ja! Ein großer Dank gilt hier meiner Frau, die mir beim Training den Rücken frei gehalten hat und mich immer unterstützt. Gelegentlich haben wir zu dritt einen Teil meiner langen Radausfahrten absolviert. Zu Beginn mit der kleinen im Radanhänger, später bin ich auf das Zeitfahrrad umgestiegen. So konnten wir trotzdem gemeinsam Zeit verbringen.

Foto: ©Wolfgang und Paul Pucher

Wie lange pausierst du jetzt?

Ich habe eine Woche pausiert. Die erste Hälfte davon konnte ich nicht einmal ohne Schmerzen gehen. Letzte Woche habe ich wieder mit dem Laufen begonnen, aber sehr gemütlich.

Zahlen und Fakten:

Schwimmen: 1:10:59 Stunden

Am Rad: 5:20:44 Stunden

Laufen: 3:14:20 Stunden

Gesamt: 9:56:48 Stunden

Platzierung: 22. in der Altersklasse und 144. In der Gesamtwertung.

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