Julia Mayer holt sich den Sieg bei Kärnten läuft und wie Andreas Vojta den Staatsmeistertitel im Halbmarathon

Text: ÖLV

Die 20. Auflage von Kärnten läuft war ein Sportfest mit Rahmenbedingungen die es schon länger nicht mehr gab. Mit 3-G Kontrolle, aber ohne Maske und mit zahlreichen Zuschauern an der Strecke die für ordentlich Stimmung sorgen. Der Start erfolgte um Punkt 9 Uhr vor Schlosshotel Velden. Die Strecke am Südufer war zwar schattiger, aber auch hügeliger als die altbekannte Strecke.

Mit TV-Beitrag.

Archivbild Julia Mayer / ©Olaf Brockmann

Andreas Vojta siegt vor Timon Theuer

Von Beginn an schlugen die beiden Österreicher ihr eigenes Tempo an und bildeten lange eine kleine 2-Mann Gruppe etwas hinter der internationalen Spitzengruppe. Bis zur letzten Zwischenzeit beim Fotopunkt bei 18,9 Kilometer absolvierten die beiden Favoriten auf den Staatsmeistertitel das Rennen Schritt für Schritt gemeinsam, bevor Andreas Vojta (team2012.at) zur Attacke ansetzte und sich rasch von seinem letzten Konkurrenten Timon Theuer (Union St. Pölten) rasch absetzen konnte und schlussendlich in 1:04:19 mit 22 Sekunden Vorsprung ins Wörthersee Stadion einlief. Um Platz 3 kämpften Hans-Peter Innerhofer (LC Oberpinzgau) und Florian Prüller (TSV Steiermärkische Sparkasse Hartberg) die die ersten 13 Kilometer gemeinsam absolvierten bevor sich Prüller etwas von Innerhofer absetzen konnte. Bis zu Kilometer 18 kämpfte sich Hans-Peter Innerhofer aber wieder heran und verteidigte im Zielsprint Platz 3 in 1:07:19 vor Florian Prüller in 1:07:21. Auf Rang 5 lief der neue U23-Meister Felix Geieregger (LTV Köflach) in 1:08:44 eine klare Bestzeit.

Die Teamwertung entschied team2012.at mit Andreas Vojta, Martin Mistelbauer und Lukas Max in 3:34:23 vor LTV Köflach mit Felix Geieregger, Lukas Gärtner und Hans Christian Gremsl in 3:36:59 und DSG Wien mit Patrick Krammer, Roland Fencl und Bernhard Obrecht in 3:53:51 für sich.

Andreas Vojta: “Der Start hat sich für mich eigentlich recht kurzfristig ergeben. Eigentlich wollte ich noch einen schnellen 5000er auf der Bahn laufen, aber es hat sich kein gutes Rennen ergeben und dadurch, dass ich eh relativ viel Grundlage gemacht habe, habe ich mir vor 1,5 Wochen für einen Start im Halbmarathon entschlossen. Ich wollte einfach mal ein bisschen in die Straße reinschnuppern mit einem kontrollierten Lauf und Timon war zum Glück auch da. Ich glaube wir waren eine schöne Gruppe bis zum letzten Kilometer, wo wir halt gegenseitig versucht haben uns voneinander abzusetzen. Für mich war es gut kontrolliert zu beginnen, da ich mir vorher das Streckenprofil nicht angeschaut habe und das war heftiger als ich mir erwartet habe. Aufgrund der Strecke und den Temperaturen bin ich mit einer niedrigen 64er Zeit eigentlich sehr zufrieden. Es war ein schöner Ausflug auf die Straße, nächstes Jahr bleibt aber sicher die Bahn im Fokus, aber in Richtung Paris2024 möchte ich vielleicht schon nächstes Jahr mal einen richtigen Halbmarathon auf Zeit laufen.”

Julia Mayer holt sich mit starker Schlussphase sogar den Gesamtsieg

Von Beginn an lief Julia Mayer (DSG Wien) für die Staatsmeisterschaft ungefährdet dem Gesamtsieg entgegen. Bereits bei 5 Kilometern setzte die Wienerin von ihren nationalen Verfolgerinnen der späteren Zweit- und Drittplatzierten Eva Wutti (SU TRI Styria) und Victoria Schenk (LCU Euratsfeld) ab. Auf dem letzten Kilometer überholte die Staatsmeisterin mit einem starken Schlusssprint sogar noch die führende Kenianerin Lucy Mawia Muli und holte sich mit 3 Sekunden Vorsprung in 1:13:28 (Brutto) den Gesamtsieg. Eva Wutti (SU TRI Styria) holte sich in 1:15:08 Silber vor Victoria Schenk (LCU Euratsfeld) in 1:16:13. Allesamt starke Zeiten für die doch kupierte Strecke und etwas wärmeren und vor allem sonnigen Bedingungen. Cornelia Stöckl-Moser (SC Leogang) kehrte mit 1:22:29 ins Wettkampfgeschehen auf Rang 4 zurück, vor Annabelle Konczer (LV-Marswiese) in 1:23:31.

LG-Decker Itter (Karin Freitag, Sabrina Exenberger, Andrea Knapp) gewann die Teamwertung in 4:38:33 vor LV-Marswiese (Annabelle Konczer, Christa Wallner, Susanne Peroutka) in 4:47:09 und ASKÖ Villach (Sigrid Sabbadini-Tengg, Nadin Kazianka, Barbara Santer) in 5:10:27.

Julia Mayer: “Mein Ziel war es die Staatsmeisterschaften zu gewinnen, deshalb und aufgrund der Strecke mit einigen Höhenmetern wollte ich eigentlich zu Beginn ein taktisches Rennen daraus machen. Nach kontrolliertem Beginn habe ich bei Kilometer 5 aber Eva Wutti und Victoria Schenk locker stehen lassen können und hab dann auf die Gruppe vor mir aufschließen können und später bei Kilometer 14-15 auf die starke Gruppe mit der Deutschen Laura Hottenrott und einer Kenianerin. Auch diese Gruppe konnte ich relativ mühelos überholen und wurde dann aber irgendwie nervös, weil ich schon auf Gesamtrang 2 war und der führenden Kenianerin immer näher gekommen bin. Wie wir ins Stadion eingebogen sind war ich mir aber sicher, dass ich im Zielsprint gewinnen werde. Es war ein richtig cooler Tag, ich hätte nicht damit gerechnet, auch wenn ich durch die inoffizielle 5km Bestzeit im Training gewusst habe, dass ich gut drauf bin. Ich war noch nie so nervös wie heute und der Zieleinlauf war dann sehr emotinonal für mich. Wenn ich europäisch irgendwie mitlaufen will, muss ich auch bei jedem Rennen vorne mitkämpfen und das war ein weiterer Schritt nach vorne für mich.”

Alle Ergebnisse:

Gesamtergebnisse Männer

Gesamtergebnisse Frauen

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