Teil 47 (KW 18/2019): Julia Mayer

Julia Mayer Titelbild des Interviews mit Helden des Laufsports. Laufen!!

Julia Mayer ist eine sehr erfolgreiche österreichische Läuferin. 2019 wurde die Pädagogin Staatsmeisterin im Einzel und im Team. Die 26-Jährige spricht im Helden-Interview über ihre aktuellen Leistungen und über ihre Zeit als Fußballerin.

Helden des Laufsports: Hallo Julia. Anfang des Jahres hast du ja schon ordentlich abgeräumt. Vize-Staatsmeisterin über die 3000 Meter in der Halle und gleich zweimalige Staatsmeisterin im Crosslauf (Einzel und mit der Mannschaft). Wie verliefen die Wettkämpfe aus deiner Sicht?

Julia: Mit dem Crosslauf bin ich mehr als zufrieden. Das war ein ordentlicher Lauf von mir in Tirol. In der Halle war ich noch nicht in der Form, die ich gerne gehabt hätte. Da ich aber von Oktober bis Anfang Jänner verletzt war und nicht laufen konnte, bin ich aber auch mit meiner Hallenperformance zufrieden.

Hdl: Wie viel Zeit investierst du in der Woche in Training und hast du einen Trainer?

Julia: Nach meinem Beruf als Lehrerin in einer Sportmittelschule kommt gleich das Laufen. Jede freie Minute wird genutzt, um zu trainieren. Seit meinem Start in der Leichtathletik werde ich von Karl Sander trainiert. 

Hdl: Bahn oder Straße? Was bevorzugst du?

Julia: Schwierig. Ich mag beides. Momentan fühle ich mich auf der Bahn wohler.

Hdl: Bis zum Halbmarathon läufst du alle Distanzen. Welche ist aktuell deine Lieblingsstrecke?

Julia: Auch eine schwierige Frage… Lieblingsstrecke habe ich eigentlich keine. Ich weiß wo meine Stärken liegen, das macht demnach am meisten Spaß.

Hdl: Du hast tolle Bestzeiten und konntest bereits einige Tagessiege feiern. Was waren deine persönlichen Highlights?

Julia: Neben meinem Staatsmeistertitel über 5.000 Meter in meinem ersten Laufjahr (nach einem halben Jahr Training), den ich absolut irre gefunden habe, war der Titel letztes Jahr über 10.000 Meter mit einer neuen Bestzeit DAS Highlight für mich. Vergessen werde ich aber auch den Zieleinlauf bei meinem Halbmarathondebüt im Zuge der Staatsmeisterschaften nicht, dort bin ich die letzten 100 Meter weinend ins Ziel gelaufen, weil ich mit so einer tollen Zeit (1:17 Stunden) nie gerechnet hätte und noch dazu Vizestaatsmeisterin wurde. Und natürlich war mein dritter nationaler Titel bei den Crosslauf Staatsmeisterschaften heuer in Tirol auch etwas ganz Besonderes.

Hdl: Du bist Vereinsmitglied der DSG Wien. Wie oft trainiert ihr gemeinsam?

Julia: Mein Trainer ist bei drei Trainingseinheiten dabei. In der Gruppe trainieren wir recht häufig momentan. Es findet sich immer wer, der ein ähnliches Programm am Plan hat.

Hdl: Bevor du intensiv mit dem Laufsport begonnen hast, warst du eine sehr erfolgreiche Fußballerin. Erzähl uns ein bisschen von dieser Zeit.

Julia: Mit ungefähr sieben Jahren habe ich in meiner Heimatgemeinde Bad Fischau angefangen zu spielen, dort war ich das einzige Mädchen, das bis zur U-15 (teilweise U-16) mit Burschen gespielt hat. Danach habe ich beim SV Gloggnitz meine ersten Erfahrungen in der zweiten Bundesliga machen können. Mit dem SC Wiener Neustadt habe ich eine sehr erfolgreiche und schöne Zeit gehabt. Nebenbei wurden wir mit Murexin Wr. Neustadt österreichischer Futsal Meister. Beim ASK Erlaa habe ich meine letzte Station als Spielerin gehabt, da ich die Möglichkeit genutzt habe als einzige Frau beim Bundesligaverein Admira Wacker Mödling im Nachwuchs als Trainerin aktiv zu sein.

Hdl: Du bist 26 Jahre jung, welche großen sportlichen Ziele hast du für die Zukunft?

Julia: Weitere nationale Titel sind sicherlich ein großes Ziel von mir. Vielleicht schaffe ich es auch irgendwann bei internationalen Wettkämpfen mitzulaufen.

Hdl: Wenn du nicht gerade Sport machst, was treibst du dann in deiner Freizeit?

Julia: Kaffee trinken und das Leben genießen.

Hdl: Beruflich bist du Lehrerin. Was sind deine Fächer?

Julia: Sport und Deutsch

Hdl: Danke für das Gespräch!

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