Katharina Zipser: 02:47 Stunden beim Wien Marathon 2017

Teil 5 unserer Reihe “Mein bester Lauf”: Ein Interview mit der Spitzenläuferin Katharina Zipser. Die 36-jährige Tirolerin ist 2017 den Vienna City Marathon in 02:47:23 Stunden gelaufen und hat dabei als beste Österreicherin den elften Platz erreicht.

©Katharina Zipser – Im Juli kommt der Nachwuchs

Helden des Laufsports: Schildere uns das damalige Rennen aus deiner Sicht?

Katharina: Ich habe dieses Rennen in besonders guter Erinnerung. Die Entscheidung für einen Marathonstart beim VCM fiel relativ kurzfristig. Dennoch erhielt ich vom Organisationsteam noch einen Startplatz im Elitefeld, was ganz wunderbar war, weil man so einfach sehr gute Bedingungen vorfindet. Man hat die Möglichkeit von ganz vorne wegzulaufen und genießt eine besonders gute Betreuung. Mein Ziel war es, nach einem schönen Herbstmarathon in Frankfurt (02:45 Stunden) eine neue PB zu laufen. Da es an diesem Tag ezwas zu windig war, gelang mir das leider nicht. Das Rennen war für mich auf jeden Fall ein ganz besonderes. Vom Start weg versuchte ich konstant mein Rennen und meine Pace (idealerweise 03:52 bis 03:54min/km) zu laufen. Eine konstante Pace war, da ich allein im Wind laufen musste, ein schwieriges Unterfangen. Aber es gelang mir ganz gut, den Fokus auf mich und meinen Körper zu legen und wenig auf andere zu achten. So konnte ich etwa bei Kilometer 35 die Führung im Österreichischen Damenfeld übernehmen und genoss ab da die Begleitung des Führungsfahrzeugs, sowie die Aufmerksamkeit des ORF. Ich fühlte mich sehr wohl und war sehr glücklich. Auf der Zielgeraden konnte ich meine Freude nicht mehr unterdrücken und lief mit emporgerissenen Händen und winkend der Zielgerade, und damit noch mehr Aufmerksamkeit entgegen.

Hdl: Beim VCM bekommen auch die österreichischen Athleten medial sehr viel Aufmerksamkeit. Wie war das für dich?

Katharina: Ich finde es fantastisch von Organisationsteam, dass österreichischen Athleten hier so viel Unterstützung und die von dir angesprochene Aufmerksamkeit gewidmet wird. Das motiviert, spornt an und macht sicher auch besondere Leistungen möglich. Als Mitglied des VCM-Team Österreich war ich 2018 wieder am Start und lief auch Bestzeit (02:44:41 Stunden). Eine Verletzung machte einen Start 2019 leider unmöglich.

Hdl: Wie waren die Tage davor?

Katharina: Oh! Vor einem wichtigen Rennen spüre ich schon immer eine gewisse Anspannung, vor allem aber auch große Vorfreude. Was die Vorbereitung betrifft, glaube ich an die unmittelbare Wirksamkeit von der Saltindiät und generell an eine gesunde Ernährung und viel Schlaf.

Hdl: Waren die Jahre danach auch so erfolgreich?

Katharina: Meine Highlights 2018 waren sicherlich der neuerliche Start beim VCM, sowie der Weltmeistertitel im Team mit Sandra Koblmüller und Karin Freitag (Berglauf Langdistanz) in Karpacz/Polen. 2019 durfte ich mich nach einer schweren Verletzung im Juli über ein tolles Rennen und einen neuerlichen Sieg beim Silvrettarun3000 im Paznaun freuen.

Hdl: Wie viel trainierst du zurzeit?

Katharina: Aktuell schiebe ich eine zunehmend große Kugel. 🙂 Wir freuen uns auf die Geburt unseres Kindes im Juli. Selbstredend steht da das Training nicht im Mittelpunkt. Ich fiebere aber sehr mit meinen vielen Lauffreunden mit und hoffe, dass es bald wieder Rennen gibt. Wenn möglich, würde ich da dann gerne zuschauen und anfeuern. Laufen ist und bleibt meine Leidenschaft.

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