58:01 Minuten

Liebe Leser!

Meine erste Kolumne auf “HDL” – und ich freue mich wahnsinnig, dass ich euch ab jetzt jede Woche zu aktuellen Themen des Laufsports sozusagen meinen „Senf“ liefern darf.

Wie ihr sicherlich mitbekommen habt, wurde beim Halbmarathon in Kopenhagen am 15.09.2019 der Weltrekord über diese Distanz um ganze 17 Sekunden, auf eine unvorstellbare und in meinen Augen fast schon übermenschliche Zeit von 58:01 Minuten verbessert. Was das bedeutet kann ich mir als Hobbyathletin ohnehin nur ansatzweise vorstellen. Der 26-jährige Kenianer Geoffrey Kamworor hat sicherlich unvorstellbar hart trainiert, auch die Tagesverfassung muss da offenbar perfekt gepasst haben. Ich ziehe meinen Hut vor dieser Leistung. 58:01 Minuten. Wahnsinn. Man muss sich mal den Kilometerschnitt auf der Zunge zergehen lassen: knapp 02:45 Minuten. Was man in 58:01 Minuten doch leisten kann! Ich habe mal überlegt, was ich in 58:01 Minuten so alles trainieren könnte: 11 bis 12 Kilometer mit einem 5er Schnitt zum Beispiel. Oder 6×1000 Meter mit Warmup und Cooldown, das könnte sich ausgehen. Oder im Fitnessstudio Stabis machen, jeweils eine Viertelstunde Kreuzheben/Kniebeugen, dann Rumpf-Stabi (Crunches!) und am Schluss noch ein bisschen obere Extremität. Oder man kann, wenn der Wecker um 05.00 Uhr klingelt und einem zum Sport vor der Arbeit wachrütteln will, einfach mal einen auf „Rest Day“ machen. Und dann um 05:58 Uhr erst das Bett verlassen. Wobei ich finde: es zahlt sich aus, wenn man immer und immer wieder das kleine Bisschen Willenskraft aufbringt, und rausgeht. Nach den ersten Metern taugt’s einem dann eh. In diesem Sinne wünsch ich euch allen ein tolles nächstes Training. Vielleicht lauf‘ ich dieses Wochenende mal einen 21er… aber gaaanz gemütlich, versteht sich.

Eure Liesl