Jahresrückblick 2019 – Läufer/innen ziehen Bilanz

Jeder Läufer bzw. jede Läuferin hat persönliche Ziele und Highlights. Die Höhen und Tiefen einiger Athleten haben wir hier gesammelt und niedergeschrieben. Viel Spaß beim Lesen, vielleicht ist ja auch etwas Motivierendes für euch dabei.

Demeter Dick (45) aus Linz/Oberösterreich

„2019 war ein Jahr mit einigen Höhen und Tiefen. Wie es sich eben für einen Bergläufer gehört. Meinen Lauf beim UTMB – rund um den Mont-Blanc – musste ich leider verletzungsbedingt nach 100 Kilometern abbrechen. Dafür gab’s wieder ein erfolgreiches Finish beim IRONMAN Austria – und meinen ersten Meistertitel (AK45) im Marathon bei der Meisterschaft in Linz. 2020 darf kommen.“

Demeter Dick

Cornelia Moser (25) aus Saalfelden/Salzburg

„Der Start meiner Saison war vielversprechend. Mit meiner Leistung beim Barcelona Halbmarathon (01:15:07 Stunden) und dem Sieg beim Linzmarathon (02:40:03 Stunden) war ich recht zufrieden. Nach dem Linzmarathon folgte ein stetiges Auf und Ab meiner Leistungen. Es traten dann auch immer wieder Schmerzen auf, schließlich wurde eine Beckenringfraktur festgestellt. Nach einer langen Sportpause folgte viel Alternativtraining. Nach zwei Wochen mit einigen Laufkilometern muss ich aufgrund gesundheitlicher Probleme erneut auf Sport verzichten. Dauer unbekannt…“

Cornelia Moser: Zieleinlauf Linz Marathon

Torsten Knabel (39) aus St.Valentin/Niederösterreich

„Wettkämpfe bin ich kaum gelaufen, diese hatte ich in meiner Zeit als Profifußballer genug. Mein Mini-Wettkampfziel war der Viertelmarathon in Linz, mit dem Ziel unter 05:00min/km zu laufen. Mit 04:53min/km gelang mir das dann auch. Als Jahreskilometerziel habe ich mir die 1.000 Kilometer gesteckt, die habe ich Anfang November erreicht, somit läuft es ganz gut. Was für mich aber wichtiger ist, ich gehe immer noch gerne laufen und es macht mir Spaß.“

Torsten Knabel

Thomas Streif (37) aus Ried im Innkreis/Oberösterreich

„Mein Jahreslaufziel ist eher bescheiden, ich setze mir immer nur 1.000 Kilometer. Das ist heuer kein Problem, es werden wohl 1.750 bis 1.800 Kilometer werden. Laufen ist für mich eher keine Wettkampfdisziplin, in Wien habe ich aber dann doch einen Halbmarathon absolviert, bei dem ich mich irgendwie knapp unter zwei Stunden ins Ziel geschleppt habe, Muskelkater für vier Tage inklusive. Am liebsten laufe ich mit Freunden, da hat der innere Schweinehund dann die geringste Chance. Danke an dieser Stelle fürs „Begleiten“, weil wohl die meisten meiner Mitläufer besser sind als ich – Laufen ist für mich Mittel zum Zweck, um fit für den Job und Alltag zu sein!“

Thomas Streif in Wien

Andrea Zogsberger (34) aus Aurolzmünster/Oberösterreich

„Einer der schönsten Momente in dieser Saison war die erfolgreiche Teilnahme am Transalpine-Run. Dort ist ein großer Traum von mir in Erfüllung gegangen. Zwei Mal pro Woche bin dafür zum Trainieren in die Berge gefahren. Bei mir zuhause absolvierte ich viele Wechsel- und Intervalltrainings. Zwei Wochen vor dem Start knickte ich bei einem Bergtraining um, die Folge war eine Bänderverletzung. Mit guter Zurede und Unterstützung von lieben Personen, ging es dann mit angeschlagenem Fuß, doch noch mit meiner Vereinskollegin, Andrea Schmitzberger, zum Transalpin-Run. Unglaublich dieser Moment, wenn man nach acht Tagen, 274 Kilometern und 16.150 Höhenmetern, gemeinsam ins Ziel einlaufen darf. Am Ende wurde es Platz drei in der Teamwertung und der fünfte Gesamtrang. Man sieht, was man alles schaffen kann, wenn man mental stark ist.“

Andrea Zogsberger und Andrea Schmitzberger

Markus Schroth (44) aus München

“Nachdem ich mir vor zwei Jahren mit dem Start beim Ultratrail du Mont Blanc (UTMB) einen persönlichen Traum erfüllen konnte, stand ich dieses Jahr Ende August wieder in Chamonix an der Startlinie. Die Atmosphäre beim Höhepunkt des “World Summit of Trailrunning” ist für mich einzigartig. 2.600 Läufer aus der ganzen Welt, gehen gemeinsam auf die große Runde um den Mont Blanc. Nach 170 Kilometern und 10.000 Höhenmetern, dufte ich, gemeinsam mit meiner Partnerin Petra Weber, über die Ziellinie laufen. Ein unglaublich intensives Erlebnis in einer grandiosen Landschaft. Für mich das Highlight des vergangenen Jahres”

Petra Weber und Ex-Fußballprofi Markus Schroth – ©Maindru Photo

Carola M. Bendl-Tschiedel (43) aus Wien

“Auch wenn in diesem Jahr nicht alles ideal geklappt hat (Boston Marathon unter meinen Erwartungen, Verletzung im Herbst und daher kein Start beim Valencia Marathon) war es eine tolle Saison. Der Sommer lief ausgezeichnet – Siege und gute Ergebnisse bei kleinen lokalen Läufen. Eine neue Bestleistung über 5.000 Meter – und eine tolle Zeit inkl. Rang vier und der Vizemeistertitel im Team bei der Halbmarathon Staatsmeisterschaft, im Rahmen von „Kärnten Läuft“. Ein weiteres Highlight erfolgte bereits eine Woche später! In Brasov/Rumänien durfte ich bei der 50-Kilometer-Ultralauf-Weltmeisterschaft die Bronzemedaille im Teambewerb feiern. Mit knapp über 2.000 gelaufenen Kilometern bin ich zwar bei weitem nicht dort, wo ich gerne wäre – aber leider kommt immer wieder etwas dazwischen. Das nehme ich, wie’s kommt und hoffe, in Zukunft weniger verletzt zu sein. Die Saison war trotzdem sehr gut.”

Carola M.Bendl-Tschiedel

Benedikt Hoffmann (34) aus Stockach/Baden-Württemberg

“Meine Saison hat bereits im März gut begonnen. Zunächst ein Streckenrekord beim Luisenturnlauf (Halbmarathon), dann wurde ich mit einer Zeit von 02:54 Stunden deutscher Vizemeister über 50 Kilometer. Danach wartete noch ein ganz besonderes Abenteuer auf mich. 265 Kilometer in fünf Tagen durch den Entabeni Nationalpark in Südafrika, wo ich hinter einem Kenianer zweiter wurde. Mit dem zweiten Platz bei den österreichischen Berglaufmeisterschaften, qualifizierte ich mich nur fünf Wochen später, für die Berglauf-EM (Kurzdistanz). Die gute Form nutze ich und stellte fünf Wochen später einen Streckenrekord beim Stilfser Joch Marathon auf. Danach konnte ich auch beim legendären Zermatt Marathon triumphieren, als zweiter deutscher Läufer überhaupt! Während der Vorbereitung auf die 50-Kilometer-WM in Rumänien, gewann ich im August den Glungenzer Berglauf. Dort lief es echt gut für das deutsche Team. Wir wurden Vizeweltmeister und ich konnte mit meinem 13. Platz dazu beitragen. Mit der Berglauf-WM im November wartete der letzte Höhepunkt des Jahres auf mich. Mit der Erwartung einer “top 10″ Platzierung war ich dort angereist. Rückblickend war der 21. Platz nicht top, aber nach so einer langen, erfolgreichen Saison dennoch zufriedenstellend.”

Benedikt Hoffmann

Heinz Jürgen Ressar (51) aus Ottensheim/Oberösterreich

„Das Jahr 2019 verlief leider ganz anders als geplant, aber mit Vorteilen. Berufliche Kollisionen von fast jedem Lauftermin, ließen kein vernünftiges Laufjahr zu. Somit, neuer Trainer (der 24-Stunden Welt- und Europameister, Florian Reus) neue Ziele. EM Qualifikation im 24-Stunden-Lauf (Timisoara) und dann die 24-Stunden-EM in Verona (September 2020). Also bitte Daumen drücken.

Ultraläufer “Sir” H.J Ressar

Lisa Hörbinger (28) aus Hallwang/Salzburg

“Mein Jahr 2019 war in vielerlei Hinsicht spannend: Neben insgesamt 21 Wettkämpfen (von fünf Kilometer bis zum Halbmarathon, bis hin zu insgesamt acht Triathlons über die Sprintdistanz war alles dabei), stand Anfang Mai auch ein Jobwechsel an. Jetzt, Ende November, musste ich auch noch meine Masterarbeit abgeben. Was ich 2020 nicht vermissen werde: Die Freitage und Samstage an der FH in Kufstein und die vielen Abende, die für die Masterarbeit draufgegangen sind. Worauf ich mich aber schon jetzt freue: Jede Menge coole Wettkämpfe im nächsten Jahr, viel Zeit für’s Training und Ende August dann auch meine erste Mitteldistanz beim Ironman 70.3 in Zell am See.“

Lisa Hörbinger