Teil 139 (KW 18/2021): Lizz Görgl

Foto: ©Barbara Wirl

Elisabeth „Lizz“ Görgl ist eine ehemalige österreichische Skirennläuferin, die 2017 ihre Karriere beendete. Ihr größter Erfolg war der Doppel-Weltmeistertitel 2011 im Super-G und in der Abfahrt. Nach dem Karriereende fokussierte sich die heute 40-Jährige auf das Singen. Im Helden-Interview der Woche spricht sie über Ernährung, Sport und die TV-Show „The Masked Singer”.

Helden des Laufsports: Auch nach deiner Karriere als Profi-Skirennläuferin bist du dem Sport treu geblieben. Welche Sportarten machst du am liebsten?

Elisabeth „Lizz“ Görgl: Natürlich liebe ich das Ski fahren nach wie vor, am liebsten auf einer frisch präparierten, freien Piste, so dass ich meine Schwünge runter ziehen kann, oder auch das Touren gehen. Im Sommer bin ich sehr gerne im Wasser beim schwimmen, Wind surfen, oder auch Wavesurfen hinterm Boot, liebe Rad fahren – ganz egal ob mit dem Rennrad oder MTB und wandere. Durch “Dancing Stars” wurde mir wieder bewusst, wie gerne ich tanze und möchte auch diesem Hobby wieder mehr Zeit schenken.

Wir sind ein Laufportal, daher die unausweichliche Frage: Wir oft gehst du in der Woche laufen?

Ich hatte für mich ab Weihnachten angefangenen jeden zweiten Tag für ca. 40 bis 50 Minuten zu laufen. Ich finde jeden Tag für den Kopf etwas ermüdend, aber jeden zweiten Tag zu laufen, das geht finde ich sehr gut und man merkt, wie man in den Rhythmus kommt, und dann passiert es sogar, dass ich Lust bekomme auch mal öfters hinter einander laufen zu gehen.

In deinem „alten“ Sport war Krafttraining sehr wichtig. Hat das damals oft genervt und wie viel Kraft- Stabitraining machst du heute ?

Ich habe zwei bis drei Mal die Woche Bein-Kraft trainiert, kombiniert mit den wichtigsten Oberkörperübungen und ca. fünf mal die Woche Rumpf. Das war neben dem Schnelligkeits-, Koordinations,-und Ausdauertraining essential für meine Sportart. Das Krafttraining hat mich nicht genervt. Im Gegenteil, ich hab das immer sehr genau genommen und mich da ständig versucht weiter zu entwickeln. Gerade das Krafttraining ist in einer Sportart wie Skifahren die beste Verletzungs-Prophylaxe, wenn es in der vollen ROM (full range of motion) und funktionell durchgeführter wird und ist daher sehr wichtig.

“Je weniger Sport ich mache, desto ungesünder ernähre ich mich”

Lizz Görgl über Ernährung.

Wie wichtig ist dir persönlich eine gesunde Ernährung – und was bedeutet für dich „gesund“?

Die Ernährung ist nicht nur für eine SportlerIn, sondern für jeden Menschen extrem wichtig. Ich habe immer versucht, mich basen-überschüssig mit viel Gemüse, gutem Eiweiss und glutenfreien Kohlehydraten zu ernähren, auf Milchprodukte eher verzichtet und mich auch beim Süssen zurückgehalten. Das hat wunderbar geklappt. Ich bemerke jedoch ein Phänomen bei mir, je weniger Sport ich mache, desto schlechter ernähre ich mich – das schadet dann doppelt. Das heisst, mehr Sport hilft für mich definitiv auch, dass ich gesünder und bewusster esse! Gesund bedeutet für mich: BASISCHENÜBERSCHÜSSIG, SESONAL, REGIONAL, URSPRÜNGLICH.

Wenn du auf deine Zeit als Profisportlerin zurückdenkst, was würdest du hier als deinen schönsten Moment bezeichnen?

Da gab es sehr, sehr viele Momente in meiner Karriere, aber einer wird mir ewig in Erinnerung bleiben: Als ich bei der WM-Abfahrt in Garmisch ins Ziel fuhr und sehr dankbar war diesen „Lauf“ gerade gehabt zu haben und somit Doppelweltmeisterin wurde.

“Der Abfahrtslauf in Garmisch war ein absolutes Highlight!”

Lizz Görgl wurde 2011 in Garmisch Doppelweltmeisterin.

Heute bist du auch musikalisch erfolgreich. Dein neuer Song heißt „Was Denkst Du“? Um was geht es darin?

In meinem neuen Song geht es um das eigene Selbst, die eigene Meinung und das eigene Gefühl zu den Dingen und die eigene Sichtweise. Ich finde es sehr wichtig, sich selbst und das was einem so passiert oder was man denkt zu beobachten und auch zu hinterfragen und dadurch immer mehr das Innerste zu finden und zu entwickeln. Ich war immer ein Mensch der seinen eigenen Weg gegangen ist und selten mit dem Strom ging. Das wäre mir zu fad gewesen.

Musikfans kennen dich auch als Weintraube in „The Masked Singer Austria“. Wie hat dir die Teilnahme bei diesem TV-Format gefallen?

TMSA war großartig! Eine tolle Chance und eine sehr intensive, lehrreiche Zeit. Ich konnte mich wieder einmal mehr in einer Show ausprobieren, die Bühne erleben und mich schauspielerisch zeigen. Ich wurde bei der Song-Auswahl aus meiner Komfortzone geholt, was mich gesanglich sehr viel weitergebracht hat und es hat einfach nur einen riesen Spaß gemacht!

Welche Hobby, außer dem Sport, hast du noch?

Ich liebe Kunst und Kultur und seit dem ersten Lockdown hab ich die Liebe zum „Garteln“ entdeckt.

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