Virtueller World Run: Lukas Oberhauser weltweit auf Platz 7

Ein Marathondebüt in 02:43:15 Stunden ist schon mal eine ordentliche Ansage. Wenn aber nach dieser Distanz noch immer nicht Schluss ist und es am Ende in Summe 57,18 Kilometer (03:55min/km) sind, dann ist das schon ein deutliches Ausrufezeichen! Dem Schlierbacher Lukas Oberhauser ist das im Rahmen des Wings for Life App Run, in Form eines Trainingslaufs und selbst ausgesuchter Strecke, gelungen. Abwechselnd begleitet haben den Athleten des CLR Sauwald, seine Vereinskollegen Alexander Krippner, Paul Pucher und Thomas Mayr. Letzterer ist auch Trainer des 25-jährigen Ausdauersportlers. Am Ende landete Oberhauser weltweit auf den tollen siebten Gesamtrang – insgesamt waren es 77.000 Starter – und krönte sich zum Sieger in Österreich. Wir haben mit Oberhauser, der bis vor zwei Jahren kaum gelaufen ist, über seinen Lauf gesprochen.

Links: Trainer Thomas Mayr Foto: ©CLR Sauwald

Hdl: Ein großartiger Lauf ist dir da beim World Run gelungen. Wie war es?

Lukas: Ja! Ist auch für mich der absolute Wahnsinn und ich bin natürlich sehr glücklich über dieses Ergebnis, sowohl was Distanz und Zeit betrifft, als auch die Platzierung. Ich habe erst eine Woche vor dem Lauf mit Thomas entschieden zu starten, da alle Frühjahrsläufe abgesagt wurden. Ziel war eigentlich die Marathondistanz in einer Pace von 03:55/km zu laufen, um dann zuschauen was noch möglich ist. Dieses Ziel konnte ich mit 2:43:15 deutlich übertreffen, alleine das war schon gewaltig. Danach wurde es richtig hart, aber die Info bei Kilometer 50, dass ich auf Top-10 Kurs bin, war dann nochmals ein richtiger Motivationsschub und so konnte ich bis zum Schluss halbwegs gute Kilometerzeiten laufen. Ein großer Dank an meine drei Begleiter, ohne die das niemals möglich gewesen wäre.

Hdl: Wie intensiv hast du dich darauf vorbereitet?

Lukas: Mein Saisonhighlight sollte das Marathondebüt beim Vienna City Marathon im April werden. Mit diesem Ziel vor Augen wurde natürlich der Trainingsumfang in den letzten Wochen und Monaten ordentlich nach oben geschraubt. Wochen mit mehr als 140 Kilometer waren keine Seltenheit. Aber die Entscheidung für den World Run war sehr spontan, daher gab es jetzt keine spezielle Vorbereitung dafür.

Hdl: Schauen wir noch etwas zurück. Wann hast du mit dem Laufen begonnen?

Lukas: Ich war bis vor zwei Jahren lediglich ein Hobbysportler, der zwei bis drei Mal in der Woche ins Fitnessstudio ging und einmal pro Woche läuferisch unterwegs war. Der Ehrgeiz im Laufen wurde allerdings immer größer und so ergab es sich, dass mir seit April 2018 Thomas Mayr, den ich vom gemeinsamen Grundwehrdienst kenne, meine Trainingspläne erstellt. Seither starte ich regelmäßig bei diversen Wettkämpfen. Seit Oktober 2018 im Trikot des CLR Sauwald, wo wir momentan echt eine starke und junge Truppe haben. Die Gemeinschaft in diesem Team ist einfach toll.

Hdl: Hast du für die Zukunft ein großes sportliches Ziel vor Augen?

Lukas: Kurzfristig, eine offizielle Marathonzeit ins Ziel zu laufen. Danach einfach so weiterarbeiten wie bisher. Die Zusammenarbeit mit Thomas klappt wunderbar. Wichtig ist mir in erster Linie, dass der Spaß am Laufen nicht verloren geht, der Rest ergibt sich von alleine.

Hdl: Zum Abschluss bitte ich dich noch, dass du dich kurz selbst beschreibst.

Lukas: Schwierig! Hmm, ich würde sagen, dass ich sowohl in Beruf und Ausbildung als auch im Sport ein sehr zielstrebiger Mensch bin, der alles gibt um das zu erreichen was er sich den Kopf setzt.

Foto: ©CLR Sauwald

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