Mit seinem Vater als Trainer startet Jakob Wakonig durch

Seit 2019 ist der aus Aurolzmünster stammende Walter Wakonig Trainer seines Sohnes Jakob, des 20-jährigen Lauftalents. Dass die Chemie zwischen den beiden stimmt, sieht man nicht zuletzt an den zahlreichen Erfolgen von Sohn Jakob. Meistens mit dabei: die ganze Familie. Jakob Wakonig ist Mittel- und Langstreckenläufer von der LAG Ried. Der Lehramtsstudent wird seit dem vorletzten Jahr von seinem Vater, dem ehemaligen Ultraläufer Walter Wakonig (49), trainiert.

Foto: ©Simone Badegruber

“Seit meinem zehnten Lebensjahr wurde ich von Trainern der LAG Ried betreut, jedem Einzelnen bin ich sehr dankbar dafür, aber ich wollte einfach eine Veränderung in meinem Training. Mit meinem Vater habe ich die geballte Lauferfahrung im eigenen Haus”, sagt Jakob Wakonig und fügt hinzu: “Ich wollte unbedingt meinen Vater als Trainer.” Dieser war zwar zu Beginn noch etwas skeptisch, die Zusammenarbeit funktioniert aber bestens. Die Resultate geben dem Vater-Sohn-Gespann recht: Anfang des Jahres 2020 ist Jakob Wakonig die 10.000 Meter erstmals unter 35 Minuten und im Sommer die 5000 Meter in 16:18 Minuten gelaufen. “Ich habe zwar keine Trainerausbildung oder Ähnliches, aber ich war 13 Jahre Langstreckenläufer und konnte jede Menge Erfahrung sammeln. Natürlich bilde ich mich im Internet weiter. In den nächsten zwei Jahren werden wir sehen, wo die Reise hingeht”, sagt Walter Wakonig, zweifacher Weltmeisterschaftsteilnehmer über die 100-Kilometer-Distanz.

Kein zu großer Druck

Wichtig sei, so der 49-Jährige, dass er seinem Sohn keinen großen Druck aufbaut. “Man muss das Leben auch genießen, und ich will Jakob nicht die Lust am Laufen nehmen”, so der Vater und Trainer. Nach mehreren Medaillen bei Landesmeisterschaften holte sich Wakonig im letzten Jahr auch seine erste bei einer österreichischen Meisterschaft. Über die 10.000 m (AK U23) lief der jungen Sportler zur Bronzemedaille. Wenn, wie im Sommer in Vöcklabruck, Jakob Wakonig zu einer Goldmedaille in seiner Altersklasse läuft, dann sitzt neben Vater Walter und Mutter Elisabeth auch der Jüngste in der Familie, Elia (12), auf der Tribüne und drückt die Daumen. Der Älteste Simon (22), der Sprinter in der Familie, ist bei Meisterschaften meist selbst über die 100 Meter am Start. “Als Jakob im letzten Jahr bei den Staatsmeisterschaften in Salzburg über die 5000 Meter der Durchbruch gelang und er erstmals unter 17 Minuten lief, hat Elisabeth auf der Tribüne geweint”, sagt der stolze Vater. Die Wakonigs hoffen auf viele weitere und erfolgreiche Wettkämpfe. “Papa und ich finden die gemeinsamen Trainingseinheiten toll. Früher, als er als Ultraläufer noch Trainingsläufe von bis zu 50 Kilometern absolviert hat, bin ich als Tempomacher und Motivator auf dem Rad dabei gewesen. Heute ist es umgekehrt, wobei meine Trainingsläufe natürlich deutlich kürzer sind”, lacht der 20-Jährige, und Vater Walter ergänzt: “Meine Zeit ist seit 2015 und der letzten Weltmeisterschaft vorbei, ich bin jetzt nur noch Genussläufer, und das ist gut so.”

Foto: ©Simone Badegruber

Das ist Walter Wakonig:

Bestzeiten:

10 Kilometer: 35:14 Minuten (Rieder Stadtlauf 2006)

6 Stunden: 77,22 Kilometer (Lassee 2014)

Halbmarathon: 01:19:11 (Untermühl)

42,195 Kilometer: 02:55 Stunden (Salzburg)

Größte Erfolge:

  • Dritter Platz beim Viertelmarathon in Linz 2007 (von über 2000 Teilnehmern)
  • Sieg Sechs-Stunden-Lauf in Fürth 2015
  • Dritter Platz beim Dreiburgenlandmarathon.

Erlebnisse:

  • Erster Marathon unter drei Stunden in Wien
  • Rennsteiglauf 2011
  • Winschoten! WM 2015

Das ist Jakob Wakonig:

1000 Meter: 02:45 Minuten

3000 Meter: 09:24 Minuten

5.000 Meter: 16:18 Minuten

10 Kilometer (Straße): 34:43 Minuten

Erfolge: Platz eins Union Landesmeisterschaft 2011, drei Mal Landesmeister in den Nachwuchsklassen, Gesamtsieger beim Ruhstorfer Geländelauf & Münsterer Silvesterlauf.

Schönste Lauferlebnisse: Neben den Landesmeistertiteln bereiteten mir auch die beiden Gesamtsiege bei den Volksläufen eine große Freude, da solche Erfolge das Selbstvertrauen ungemein stärken. Sehr gefreut hat mich auch der Thermenlauf 2020 in Bad Füssing. Das erste Mal die zehn Kilometer unter 35 Minuten zu laufen, war ein sehr besonderes Gefühl.

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