Neujahrsvorsatz: Weniger Sport!

Von Mario Friedl

Dieses für so viele schlimme und frustrierende Jahr 2020 war für mich persönlich ein tolles. Seit Beginn der Pandemie, also seit März, war ich aufgrund von Kurzarbeit viel zu Hause. Mitte des Jahres kam unser zweites Kind, die süße Lorena, zur Welt. Ich hatte das Glück, viel Zeit mit der Familie verbringen zu dürfen – und mit 3200 Kilometern kam auch das Laufen nicht zu kurz. Nachdem mein ehemaliger Arbeitgeber rund 600 Stellen streichen musste, und ich das Glück hatte, mit einer firmeninternen Abfertigung mir eine neue Ausbildung finanzieren zu können, nutzte ich diese Möglichkeit. Ich habe mich dazu entschieden, beruflich neue Wege zu gehen. Quasi, die Krise als Chance!

Ohne Plan und ohne Ziel

Gesagt getan, so wird 2021 für mich ein sehr intensives Jahr, in dem es viel zu lernen gibt. So liegt es jetzt an mir, mich zu entscheiden, wo ich etwas kürzer treten werde. Es gibt zwei Möglichkeiten: Weniger laufen oder weniger schreiben? Die Entscheidung fiel mir aber eigentlich ganz leicht. Zehn Jahre habe ich für meine Verhältnisse viel trainiert. Sechs bis sieben Einheiten pro Woche waren der Standard – und seit zwei Jahren wird „Helden des Laufsports“ immer größer und umfangreicher, aber auch die Berichterstattung in den regionalen Zeitungen kostet natürlich Zeit. Zehn Jahre habe ich intensiv trainiert und mich immer auf Bestzeiten fokussiert. So ehrlich muss ich sein, als Läufer mit Ambitionen, fällt es mir schwer, ohne Struktur und Ziele laufen zu gehen. Aber jetzt ist es an der Zeit, eine Pause zu machen – vom Ende will ich noch nicht sprechen. In den letzten drei Jahren klappte es mit den Zeiten nicht mehr so. Die Motivation wöchentlich Tempoeinheiten und Dauerläufe nach Plan oder zumindest nach einer gewissen Struktur zu absolvieren, war nicht mehr so groß. Meine „guten“ Zeiten (10 km in 36:00 Minuten und Marathon in 02:58 Stunden) liegen doch schon ein paar Jahre zurück, daher fällt es mir nicht wirklich schwer, etwas ruhiger zu machen. Es kommen sicher wieder Zeiten, wo ich mich voll ins Laufen reinhängen werde – aber mal sehen. Im nächsten, und wahrscheinlich auch im Jahr 2022, laufe ich aber nur noch frei Schnauze und ohne Ziele. Mein Neujahrsvorsatz lautet also: Weniger Sport! Weniger wird in meinem Fall heißen, dass ich drei bis fünf Mal pro Woche die Laufschuhe schnüren werde und einfach laufe wie es gerade passt. Ohne Sport geht es einfach nicht – die Wichtigkeit von Bewegung brauche ich hier wohl nicht mehr erläutern.

Neue Projekte: Langweilig wird es nicht!

Ich freue mich jetzt schon riesig auf das neue Jahr. Es wird sehr spannend! Neben „Helden des Laufsports“, wo mich mittlerweile doch schon einige unterstützen und mir Texte zur Verfügung stellen, warten noch einige andere spannende Projekte auf mich. So werde ich Pressesprecher bei Rainer Predls Weltrekordversuch sein. Rainer will im September 30 Tage durchgehend am Laufband laufen. Aber auch die Zeitungsberichterstattung möchte ich, sofern es die Zeit hergibt, etwas intensivieren. Es hätte auch noch das ein oder andere Angebot für diverse Projekte gegeben, allerdings sind diese zeitlich nicht machbar. Am Liebsten würde ich alles machen, aber dann würde die Qualität darunter leiden. Der Fokus liegt ja weiterhin auf Familie und Ausbildung.

Ich hoffe es herrscht bald wieder etwas Normalität. Vor allem denen, die besonders unter der aktuellen Situation leiden, drücke ich die Daumen. Ich persönlich kann mich nicht beklagen und bin wirklich sehr dankbar dafür.

Sportliche Grüße und ein gutes und neues Jahr wünscht euch Mario.

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