ÖLV-News-Show: Olympia ohne Bekele – Kritik an E-Sport-Plänen – Ingebrigtsen mit Europarekord

11. Juni 2021: Text: ÖLV

Olympia-Marathon ohne Bekele

Der zweitschnellste Marathonläufer aller Zeiten, Kenensia Bekele (ETH), wird laut seinem Manager Jos Hermens nicht in Tokyo am Start sein, sondern später in der Saison einen Marathon laufen. Ein Grund dafür dürfte sein, dass Bekele nicht an den äthiopischen Trails in Addis Abeba über 35 Kilometer am Start war.

Jakob Ingebrigtsen läuft 5.000-m-Europarekord

Beim Diamond League-Meeting in Florenz (Italien) gelang dem Norweger Jakob Ingebrigtsen ein grandioses 5.000-m-Rennen. Der 20-Jährige verbesserte seine Bestzeit um 13 Sekunden und lief mit 12:48:45 Minuten einen neuen Europarekord. Das Mittel- und Langstreckentalent darf sich nun auch Hoffnungen machen auf eine Olympia-Medaille.

Foto: ©Imago images/Gladys Chai von der Laage

Äthiopische Trials mit Weltrekord und Jahresweltbestleistung

Am Dienstag wurden in Hengelo (NED) die äthiopischen Trails für Tokyo ausgetragen. Nur zwei Tage nach dem Weltrekord über 10.000 Meter von Sifan Hassan holte sich die 5.000-Meter-Weltrekordhalterin Letesenbet Gidey im gleichen Stadion in 29:01,03 min auch den Weltrekord über die doppelte Distanz. Jahresweltbestleistungen gab es durch Gudaf Tsegay über 5.000 m mit 14:13,32 min, Werkwuha Getachew  über 800 m mit 1:56,67 min und Freweyni Hailu über 1.500 m in 3:57,33 min. Bei den Männern gab es Jahresweltbestleistungen durch Getnet Wale über 5.000 m in 12:53,28 min und den U20-Athleten Bikila Tadese Takele über 3.000-m-Hindernis in 8:09,37 min.

E-Sport-Aufnahme sorgt weiter für Kritik

ASKÖ-Präsident Hermann Krist äußerte sich in einer Presseaussendung äußert kritisch zur Aufnahme von E-Sportlern als Heeressportler beim Bundesheer. BM Klaudia Tanner hatte die Aufnahme eines Kärntner “Computer-Spielers” beim Heeressport vor wenigen Tagen vorgestellt, wie auch die Kleine Zeitung berichtete. Auch aus Sicht des ÖLV ist das ein völlig falsches Signal in einer Zeit, in der sich Kinder und Jugendliche immer weniger bewegen und die Plätze für die traditionellen Sportarten beim Heeressportzentrum ohnedies (zu) knapp sind.

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