Österreichische Hallen-Staats: Kamenschak läuft U18-Rekord

Text: ÖLV / Fotos: A. Nevsimal

An diesem Wochenende (20/21. Februar) fanden in Linz die Hallen-Staatsmeisterschaften statt. Hier ein Rückblick auf die Laufbewerbe von 800 m bis 3000 m. Eine kurze österreichische Hallensaison geht somit zu Ende. Von 5. bis 7. März gilt es für die Athleten dann bei der Hallen-EM in Torun/POL die Top-Form auszuspielen.

1500 m Frauen:

Über die 1500m bestimmte Titelverteidigerin Sandrina Illes (Union St.Pölten) lange das Tempo, erst nach 1200m übernahm Lisa Oberndorfer (LCAV Jodl Packaging / 4:30,75min, PB) die Führung, musste diese aber im Endspurt wieder an die stark aufkommende Lotte Luise Seiler (KSV Alutechnik) abgeben, die sich in 4:30,30min (PB) ihren ersten Hallen-Titel holen konnte. Julia Mayer (DSG Wien) sicherte sich in 4:33,22min Bronze.

Julia Mayer holt Bronze.

1500 m Herren:

In Abwesenheit von Serien-Staatsmeister Andreas Vojta (team2012.at) kürte sich Kevin Kamenschak in 3:52,69sek zum jüngsten Staatsmeister an diesem Wochenende. In einem ambitionierten Rennen ging er von Beginn an vorne weg und überquerte schließlich mit neuem österreichischen U18-Rekord die Ziellinie. Für die EM-Norm reichte es mangels Pacemaker in diesem Meisterschaftsrennen nicht. Sebastian Frey (DSG Wien, 3:53,08 min) belegte Rang zwei. Bronze ging an Paul Stüger (KSV Alutechnik, 4:00,49min).

Kevin Kamenschak: “Mein erster Staatsmeistertitel und als Draufgabe noch einen österreichischen U18-Rekord, das ist wunderschön. Alleine vorne Weg zu laufen ist natürlich hart, aber ich wollte mich auf kein Bummelrennen einlassen und habe geschaut, dass es ein schnelles Rennen wird.”

Kevin Kamenschak (6) wieder einmal überragend.

800 m Frauen:

Über 800m konnte Favoritin Carina Schrempf (Union St.Pölten) den Angriff der „jungen Wilden“ erneut abwehren. Laura Ripfel (ULC Weinland) übernahm bei Halbzeit die Spitze und als Caroline Bredlinger (LT Bgld Eisenstadt) die Führung übernehmen wollte konterte die Steirerin souverän und lief den Sieg in 2:11,94 min nach Hause. Dahinter wurde es spannend, Caroline Bredlinger hatte mit 2:12,39 min am Ende hauchdünn die Nase vor Laura Ripfel, die auf 2:12,45 min kam.

Carina Schrempf: „Es freut mich sehr hier heute meinen insgesamt 10. Staatsmeistertitel geholt zu haben. Da es mein einziger Lauf in der Halle war, wusste ich nicht genau wie die Form ist, aber das Rennen ist mir taktisch auch sehr gut gelungen. Der Aufbau ist ganz auf die Freiluftsaison ausgerichtet, dort möchte dann 2:05 laufen und bei meinen Heim-Staatsmeisterschaften in Graz gewinnen.“

Carina Schrempf (142).

3000 m Frauen:

Wie erwartet bis zum Ziel spannend war es auf den 3000 Metern. Julia Mayer (DSG Wien) wollte ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen und drückte vom Start weg aufs Tempo, Sandrina Illes (Union St.Pölten) und Triathletin Julia Hauser (SVS LA) hefteten sich an die Fersen der Wienerin, die aber auch einige Angriffe auf der Schlussrunde abwehren konnte und sich in 9:34,92 min Gold holte. Silber ging in 9:35,14 min an Sandrina Illes, die gegen Julia Hauser das bessere Ende für sich hatte, die auf 9:36,08 min kam.

800 m Herren:

In einem packenden 800m Rennen waren die Augen auf Raphael Pallitsch (SVS-Leichtathletik) und die EM-Norm von 1:49,00min gerichtet. Nikolaus Franzmair (TGW Zehnkampf-Union) machte 2,5 Runden für Pallitsch die Pace und nach 400 Metern stimmte der Kurs zur Norm noch. Die letzten 1,5 Runden waren ein Rennen gegen die Zeit. Am Ende reichte es für die Norm leider nicht. Raphael Pallitsch siegte in guten 1:50,96min vor 1.500m Staatsmeister Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA), der 1:53,46min neue PB aufstellte und Leon Kohn (SVS-Leichtathletik) in 1:55,27min.

Raphael Pallitsch: “Die Erwartungshaltung war ehrlich gesagt einen Ticken höher. Die letzten 1,5 Runden alleine waren einfach zu lange. Dass das Limit in die Nähe rückt war wunderschön, aber es war allerdings nie das ausgegebene Ziel. Nach fast 10 Jahren wieder Staatsmeister zu sein ist ein Traum.”

Raphael Pallitsch.

3000 m Herren:

Souverän zu seinem vierten Hallentitel über 3.000m lief Andreas Vojta (team2021.at) in 7:54,18min. Vojta musste das Tempo gänzlich alleine bestimmen und überrundete alle Konkurrenten. Mit Blick auf die Hallen-EM in zwei Wochen einne wichtige Standortbestimmung, der Niederösterreicher ist mit der heutigen Leistung optimistisch und zufrieden. Markus Hartinger (LTV Köflach) wurde in 8:27,17min (PB) Zweiter, U20-Balkan Meister Emil Bezecny (DSG Wien) lief mit 8:32,79min neuen Wiener U18-Rekord und gewinnt Bronze.

Andreas Vojta: “Die Zeit ist sehr gut einzuordnen, wenn man weiß, dass ich das ganz alleine gelaufen bin. Mit Blick auf die EM fühle ich mich gut vorbereitet. Ich bin bereit für 7:50min und schneller. Europa ist gerade sehr stark, dort werde ich das brauchen.”

Andi Vojta souverän!

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