Österreichische 10-KM-Staatsmeisterschaften in Niederösterreich

Mittig: Das Team des LTV Köflach

17.09.2019: In Kirchberg an der Pielach fanden am Sonntag die österreichischen Staatsmeisterschaften über die 10-Kilometer-Distanz (Straßenlauf) statt. Bei sommerlichen 26 Grad und keiner einzigen Wolke am Himmel, mussten die Läufer/innen zweimal bzw. viermal eine Runde von je 2,5 Kilometer absolvieren.

Fünf Kilometer U18 – Herren: Kamenschak vor Rastl

In der Altersklasse U18 konnte sich der erst 15-jährige Kevin Kamenschak (ATSV Linz LA) den Titel sichern. Kamenschak, welcher zurzeit ziemlich durch die Decke geht, benötigte für die fünf Kilometer 15:37 Minuten und war kurz vor David Rastl (Union Salzburg Leichtathletik) im Ziel. Über Platz drei konnte sich Lennart Paul Holzinger (Sportclub Liezen) freuen.

Fünf Kilometer U18 – Damen:

Maya Florentine Walcher (runniGraz) konnte mit einer Zeit von 17:39 Minuten das Damenrennen für sich entscheiden. Erst über eine Minute später kam Katharina Götschl (USKO Melk) ins Ziel und durfte sich über Platz zwei freuen. Bronze ging an Hannah Sieberer vom Laufclub-Niederwies-Kössen.

10 Kilometer Herren: DSG Wien dominiert

Die Athleten des DSG Wien dominierten den 10-Kilometer-Lauf. Am Ende war es Timon Theuer der sich in 30:28 Minuten den Staatsmeistertitel, 22 Sekunden vor seinem Vereinskollegen Stephan Listabarth, sichern konnte. Auf Platz drei lief der Athlet vom LC Oberpinzgau, Manuel Innerhofer.

10 Kilometer Damen: Mayer räumt erneut ab

Auch bei den Damen war es eine Athletin des DSG Wien die über den Sieg jubeln durfte. Julia Mayer feierte gestern ihren bereits dritten Staatsmeistertitel in diesem Jahr. Mit einer Zeit von 34:19 Minuten, verwies die Pädagogin Vorjahressiegerin Sandrina Illes (Union St. Pölten – 34:54 Minuten) auf Platz zwei. Bronze ging bei den Damen an Victoria Schenk (LCU Euratsfeld). Die Halbmarathon-Staatsmeisterin erreichte nach 35:27 Minuten das Ziel.

Julia Mayer jubelt über den Sieg

Die U20 und U23, sowie alle anderen Resultate sind hier zu finden.

Stimmen der Athleten/innen:

Elisabeth Smolle (LTV Köflach) – Platz 3 in der Teamwertung

„Mit meiner Leistung bin ich persönlich zufrieden (37:53 Minuten), ich habe alles gegeben und mehr war an diesem Tag einfach nicht drin. Nachdem ich in den letzten Monaten neben dem Kainacher Bergmarathon auch den “Kreuzecktrail extrem” Ultramarathon gelaufen bin, muss ich mich an den schnellen Schritt erst wieder gewöhnen. Außerdem fehlt mir generell die Grundschnelligkeit, und daran muss ich noch gehörig arbeiten. Besonders freue ich mich darüber, dass wir drei “LTV-Köflach Mädels”, Sarah Riffel, Christiane Katharina Ander und ich, die Bronzemedaille in der ÖM-Teamwertung gewonnen haben.“

Julia Mayer (DSG Wien) – Österreichische Staatsmeisterin (34:19 Minuten)

„Ich habe mir viel vorgenommen für das Rennen. Das ist leider nicht ganz aufgegangen. Die ersten vier Kilometer verliefen wie geplant. Dann habe ich mein Tempo nicht mehr ganz halten können. Die Strecke war schwer: winkelig und leicht wellig. Für eine Standortbestimmung nach meiner Pause bin ich aber zufrieden.“

Stefan Mayer (Obmann LTV Köflach)

„Wir sind nicht in Bestbesetzung angereist und im Herrenteam waren zwei Jugendläufer dabei, trotzdem sind wir in den Top drei gelandet. Allein 2019 haben wir 20 nationale Medaillen errungen und sind der einzige Verein der bei allen sechs Staatsmeisterschaften (alle nicht Stadion-Bewerben) mindestens ein Team am Stockerl hatte.“

Mario Bauernfeind (KUS ÖBV Pro Team) – Platz 5 in der Gesamtwertung (31:36 Minuten)

„Mit meiner Leistung kann ich nicht ganz zufrieden sein! Ich habe mir natürlich mehr vorgenommen, aber meine Trainingsleistungen der letzten Wochen konnten nicht ganz meine Vorstellungen erfüllen. So war es für mich keine Überraschung, dass vor allem die Laufzeit nicht sehr gut war. Die Luft war ein wenig draußen und ich freue mich schon auf meine Saisonpause ab dem 24. September! Jetzt habe ich am Samstag noch einen Lauf bei den Polizei Weltmeisterschaften in Mailand und anschließend werde ich noch beim „Night Run“ in Wien am Start sein. Nachdem meine Saison jetzt schon seit Anfang November 2018 geht, ist es an der Zeit mal ruhiger zu treten.“

Bernadette Schuster (SK Voest) – Vize-Staatsmeisterin AK W35 (37:27 Minuten)

„Nach einem sehr durchwachsenen Jahr, wo ich leider im Sommer nahezu keine Wettkämpfe laufen konnte, befinde ich mich derzeit im Aufbau. Nach zwei guten Fünf-Kilometer-Bewerben, war ich motiviert heute ein gutes Rennen zu machen. Leider konnte ich jedoch noch nicht an meine Leistungen des Vorjahres bzw. 2017 anschließen, arbeite aber weiterhin hart daran, wieder die alte Form zu finden.“

Jakob Wakonig (LAG Ried im Innkreis) – Platz 5 AK M20 (36:29 Minuten)

„Ich bin nicht zu schnell angelaufen und habe eine gute Gruppe erwischt und konnte so relativ gleichmäßig ein gutes Tempo laufen. Mit 36:29 Minuten konnte ich meine alte persönliche Bestzeit um eine halbe Minute verbessern, obendrauf ist der fünfte Platz in der U20 ebenfalls sehr zufriedenstellend.“

Maria Hörmandinger (LG Innviertel) – Vize-Staatsmeisterin AK W45 (43:27 Minuten)

„Aufgrund der äußeren Bedingungen konnte ich meine anvisierte Laufzeit leider nicht erreichen. Natürlich bin ich aber mit der Silbermedaille glücklich und zufrieden!“

Victoria Schenk (LCU Euratsfeld) – Bronze im Einzel

„Mit der Zeit (35:27 Minuten) war ich am Sonntag nicht zufrieden, da ich unter 35 Minuten laufen wollte. Leider waren meine Beine gestern vom ersten Kilometer weg müde. Es war von Beginn an ein Kampf, mit der Platzierung bin ich jedoch sehr zufrieden. Platz drei hinter Julia Mayer und Sandrina Illes ist voll in Ordnung.“

Carola Bendl-Tschiedel (LG Wien) – Platz vier im Team

“Im September war ich eigentlich auf “Pause”, aber als eine Kollegin angestoßen hat bei den 10er-Meisterschaften mitzumachen, war ich sofort dabei. Zwar nicht vorbereitet, am Vortag machte ich noch beim X-Cross Run Lake mit – auch aus Jux und Tollerei – aber nett war’s. Meine Zeit war für mich schon ganz gut und die Erfolge, u.a. Bronzemedaille in der Wiener Landesmeisterschaft, Rang vier in der ÖM Team, Silber in der Wiener Meisterschaft (Team) haben den Start belohnt.”

Carola Bendl-Tschiedel