Pertl & Pertl: “Triathlon ist mehr als nur ein Sport”

Das Ziel Olympia treibt Lukas und Philip Pertl an. Die Vielseitigkeit macht für die Gasteiner Brüder den Reiz ihrer Sportart aus.

Text und Foto: Gerhard Öhlinger und Stepanie Rausch von den Salzburger Nachrichten.

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Warum ausgerechnet Triathlon? Die Frage, warum man sich anstrengendes Training in gleich drei Sportarten hintereinander antut, ist für Lukas Pertl einfach beantwortet: “Multisport liegt mir im Blut.” Der 26-Jährige fährt auch gerne Ski oder geht langlaufen, ist auf dem Surfbrett anzutreffen oder auf dem Berg. “Aber Triathlon ist mehr als nur ein Sport, das ist eine Lebenseinstellung”, bekräftigt der Gasteiner.

Diese Leidenschaft teilt Lukas mit seinem um drei Jahre jüngeren Bruder Philip. “Wir sind auch Konkurrenten, aber da kommt kein Keil zwischen uns”, betont Philip. Im Olympiazentrum Salzburg in Rif treiben sich die beiden gegenseitig zu Höchstleistungen. Auf der Sprintdistanz (750 m Schwimmen, 20 km Rad, 5 km Laufen) wird brutal gebolzt, bei Gesamtzeiten von kaum einer Stunde geht es mitunter um wenige Sekunden.

Im Duett haben die Brüder auch die schwierige Coronazeit gut überstanden, Lukas relativiert aber: “Da jammern wir sicher auf hohem Niveau. Wir waren immer gut betreut. Laufen und Radfahren konnten wir trotz Lockdown immer, und durch unsere Arbeitgeber, das Bundesheer und die Polizei, waren wir abgesichert. Das ist bei Menschen, für die es um die Existenz ging, etwas anderes gewesen.”

​Sportlich war die Auszeit wegen geschlossener Schwimmbecken aber nicht optimal, wie Philip betont: “Das haut einen wie mich, der nicht der stärkste Schwimmer ist, schon zurück. Aber danach waren wir auch gleich wieder die ersten im Becken.” Die Vorbereitung auf die U23-EM Mitte Juni in Kitzbühel steht momentan für den jüngeren Pertl im Fokus. “Langfristig will ich natürlich zu Olympia 2024 in Paris.” Schon in wenigen Wochen in Tokio darf Lukas olympische Luft schnuppern, wenn auch nur als Ersatzmann: “Da will ich Erfahrung sammeln und dann 2024 in meiner stärksten Form am Start stehen.”

Obwohl sich die Pertls ganz auf ihren Sport auf Spitzenniveau konzentrieren können, haben sie allergrößten Respekt vor Hobbytriathleten: “Die müssen zwölf bis 15 Stunden Training die Woche neben Arbeit und Familie unterbringen”, sagt Lukas Pertl. “Davor kann man nur den Hut ziehen.”

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