Peter Herzog im Interview: “Ich hätte nie gedacht, dass ich soweit kommen kann”

Olympia-Ticket gelöst

Peter Herzog hat heute beim Berlin Marathon das Ticket für Tokio 2020 gelöst. Der Pinzgauer erreichte mit neuer persönlicher Bestzeit als gesamt Zwölfter das Ziel und wurde bester Europäer. Im Interview spricht Peter mit uns über die 02:10:57 Stunden und über seine Gefühle nach dem Rennen.

Hdl: Eine sensationelle Zeit die du da heute gelaufen bist! Wie geht es dir körperlich?

Peter: Danke, was da heute passiert ist kann ich kaum fassen. Momentan bin ich noch so beflügelt, dass ich körperlich noch gar nicht so viel verspüre. Das kommt die nächsten Stunden aber mit Sicherheit.

Hdl: 02:10:57 Stunden! Einfach gewaltig. Wie verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Peter: Der wichtigste Schritt von vorne herein war, dass ich die 02:11:30 Stunden Tempogruppe gewählt habe. Das hat mich im Voraus viel Mut gekostet – es hat sich aber gelohnt. Bis zum Halbmarathon habe ich mich gar nicht so 100% super gefühlt, ab diesen Zeitpunkt bekam ich aber plötzlich einen push und wurde von Kilometer zu Kilometer stärker. Ab Kilometer 37 musste ich dann alleine laufen, da der Rest der Gruppe das Tempo nicht mehr mitgehen konnte.

Hdl: Platz drei in der ewigen österreichischen Bestenliste und das Ticket für Tokio 2020 gelöst. Hast du eigentlich schon realisiert was da heute passiert ist?

Peter: Ja, heute ist da viel passiert. Ich hätte nie gedacht, dass ich beim Marathonlaufen so weit kommen kann.

Hdl: Berlin ist für jeden Läufer etwas besonderes, wie bzw. hast du die Stimmung am Streckenrand wahrgenommen?

Peter: Die Stimmung in Berlin ist unbeschreiblich, fast schon ohrenbetäubend – einfach der Wahnsinn!

Hdl: Vielen Danke für deine Zeit und wir wünschen dir eine gute Erholung.