Peter Herzog: “Zurzeit ist die Planung etwas schwierig”

©Johannes Langer

Im September 2019 löste Peter Herzog beim Berlin Marathon mit einer Zeit von 02:10:57 Stunden das Olympia-Ticket. Im zweiten Teil unserer Serie „Road to Tokyo“ geht es um das Trainingslager in Portugal, aber auch um den Halbmarathon in Ras Al Khaimah, bei dem der Pinzgauer aussteigen musste. Das allgegenwärtige Coronavirus beeinflusst auch die Planungen des Peter Herzog – die Halbmarathon-WM in Polen wurde auf Oktober verschoben.

Helden des Laufsports: Wie zufrieden bist du mit deinem Training in Portugal?

Peter: Die zwei Trainingslager in Portugal waren sehr gut. Ich hatte wirklich einige super Trainingseinheiten auf denen ich sicher aufbauen kann.

Hdl: Wie sah dort die intensivste Trainingswoche dort aus?

Peter: Beim ersten Trainingslager in Monte Gordo, war die große Herausforderung einfach viele, mittelintensive Kilometer mit einigen doch intensiveren Kilometern zu kombinieren. Hier den Umfang nicht zu vernachlässigen, war gar nicht so einfach.

Hdl: Um deine Form zu testen, bist du in Ras Al Khaimah beim Halbmarathon an den Start gegangen. Leider konntest du den Lauf nicht beenden, was war los?

Peter: Die Halbmarathon-Strecke in Ras AL Khaimah ist wirklich rekordverdächtig schnell. Jedoch kommen dort einige andere großen Herausforderungen auf einen zu. Das habe ich sehr zu spüren bekommen. Ich bin zwei Tage vor dem Wettkampf angereist und habe keine Zeitumstellung vorgenommen. Durch die frühe Startzeit und Zeitumstellung, an die ich mich nicht angepasst hatte, bin ich dort um 03:00 Uhr am Morgen gestartet und habe um Mitternacht mit den Vorbereitungen begonnen. Mein Biorhythmus ist komplett durcheinander gekommen. Wenn du dort kein 59:00 Minuten bis 60:00 Minuten Läufer bist, wirst du alleine laufen, das habe ich nach ungefähr zwei Kilometern auch zu spüren bekommen. Ich glaube, es waren mehrere kleinere Faktoren, die mir an dem Tag den Stecker gezogen haben, ich habe einfach nicht funktioniert. Die Aufgabe ist mir schwer gefallen, aber an dem Tag war ab Kilometer zehn kein Land mehr in Sicht.

Hdl: Was sind deine Pläne für die nächsten Wochen?

Peter: Leider wirkt die Reise in die VAE immer noch etwas nach. Ich habe mich die letzten Tage sehr kraftlos gefühlt. Ich hoffe das bessert sich bald wieder, sodass wieder ein ordentliches Training möglich ist. Ich wäre gerne die Halbmarathon-WM in Polen und den Wien Marathon gelaufen, aber leider ist ja alles abgesagt worden. Zurzeit ist die Planung etwas schwierig.

Hdl: Wegen dem Coronavirus wird derzeit viel spekuliert: Finden die Olympischen Spiele in Tokio statt oder nicht? Beschäftigt dich das?

Peter: Nein, beschäftigt mich zurzeit gar nicht.

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