Pfeil und Herzog in Dresden glücklos

Text: ÖLV

Mit der Ambition gestartet, das Olympia-Limit von 2:11:30 Stunden im Marathon zu unterbieten, blieb Valentin Pfeil (LAC Amateure Steyr) beim intelligence Citylauf Invitational auf einem Rundkurs im Großen Garten von Dresden nach gut 20 Kilometern mit seinem rechten Fuß in einem Absperrgitter hängen und stürzte unsanft zu Boden. Er hatte den Anschluss an seine Gruppe verloren und stieg knapp zehn Kilometer später aus. Ebenfalls nicht ins Ziel schaffte es Peter Herzog (Union Salzburg LA) beim drei Stunden später gestarteten Halbmarathon. Er musste kurz nach guter Zwischenzeit bei Kilometer zehn (29:17) nach einem Stich in der Wade das Handtuch werfen.

Foto: ©Olympia.at

„Ein blödes Missgeschick aus einem Mangel an Konzentration in diesem Moment.“ So beschrieb Valentin Pfeil seinen Sturz auf dem 21. Kilometer, direkt, nachdem er sich verpflegt hatte. Zu diesem Zeitpunkt lag die Gruppe um den Oberösterreicher, der eine Zeit lang auf die Tempomacher-Dienste von Christian Steinhammer (ULC Riverside Mödling) zurückgreifen konnte, noch gut im Rennen. Angesichts der windigen Bedingungen und kühlen Temperaturen wäre ein Unterbieten des Olympia-Limits aber auch ohne Sturz schwierig gewesen, schätzt Pfeil. Nachdem der Anschluss zu seiner Gruppe verloren war, war es gänzlich aussichtslos, weswegen er sich für einen Ausstieg entschied. Der 32-Jährige hofft nun auf eine zweite Chance im Frühling: „Ich habe mich bewusst noch nicht damit auseinandergesetzt, weil ich den Fokus auf den heutigen Wettbewerb gelegt habe. Aber ich werde mich nun intensiv damit beschäftigen, wo und wann ich in diesen Frühling noch einen Marathon laufen kann.“ Die erlittene Hüftprellung sollte ihn in wenigen Tagen nicht mehr behindern, glaubt er und ist optimistisch, in einigen Wochen wieder in guter Marathon-Wettkampfform zu sein.

Nach seinem Ausscheiden hofft Peter Herzog, dass die schmerzhafte Verletzung ihn nicht allzu lange ausbremst und er die gezielten Vorbereitungen auf das große Saisonziel, den Olympischen Marathon von Sapporo bald starten kann. „Ich habe zehn Kilometer lang nichts verspürt und dann ist es plötzlich wie ein Blitz eingefahren. Der Wadenmuskel hat zugemacht, Schmerzen verursacht und ich konnte keinen einzigen Schritt mehr laufen“, erzählte der enttäuschte Salzburger, der bis zu bis zu seinem Rennende in der Gruppe mit den Besten lief, darunter einige europäische Topläufer. Bereits am gestrigen Tag fühlte er bei einer Laufeinheit an dieser Stelle leichte Schmerzen. Genauere Untersuchungen stehen in den nächsten Tagen an.

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