Rekord verpasst: “Ja, das ärgert mich schon ein bisschen”

Peter Herzog hat beim 10-km-Straßenlauf von Berlin als Sechster in offiziell bestätigten 28:12 Minuten den österreichischen Rekord von Günther Weidlinger (28:10 in Manchester 2008) nur um zwei Sekunden verpasst. Damit hat Peter Herzog, Österreichs Marathon-Rekordler, seine bisherige Bestzeit im Straßenlauf über 10 km (29:03 in Wien 2018) deutlich pulverisiert.

Foto: ©Johannes Langer.

Helden des Laufsports: Zwei Sekunden am Rekord vorbei! Wie ärgerlich ist das?

Peter Herzog: Ja, das ärgert mich jetzt schon ein wenig. Ich bin aber auch selber Schuld. Ich habe mich von einer nicht ganz optimalen Vorbereitung etwas irritieren lassen und bin dadurch nicht mit diesen Gedanken in den Wettkampf gegangen, diesen Rekord zu brechen. Diesen Rekord habe ich auch nie im Wettkampf bewusst verfolgt. Das war ein Fehler!

Wie verlief das von dir so tolle Rennen, dass dir wieder einmal in Berlin gelungen ist, aus deiner Sicht ?

Ich habe mir nach 500 Meter gedacht, dass ich dieses Tempo nie halten kalten. Ich hatte die Hoffnung, dass das Tempo etwas rausgenommen wird. Die ersten zwei Kilometer habe ich mir ganz schwer getan, dann bin ich aber besser ins rollen gekommen.

“Das Trainingslager in Spanien verlief nicht ganz optimal. Deshalb bin ich auch nicht mit dem Gedanken ins Rennen gegangen, den Rekord zu brechen”

Peter Herzog über sein Training in den letzten Wochen.

Wie sah dein Training in den letzten Wochen aus?

Ich war im Jänner drei Wochen in Spanien, wo die Vorbereitung und der Verlauf meines Trainings für diese Jahreszeit sehr gut war. Aus diesem Trainingslager bin ich auch sehr stark rausgegangen. Zuhause haben mich dann tief winterliche Verhältnisse erwartet. Was das Training natürlich nicht unbedingt positiv beeinflusste. Leider bin ich wenige Tage vor dem zweiten geplanten Trainingslager im Februar, etwas krank geworden und bin so fast eine Woche lang ausgefallen. Das war natürlich ein sehr blöder Zeitpunkt um krank zu werden, da mir so zwei bis intensive Trainingseinheiten, die für die Formentwicklung wichtig gewesen wären, abhandengekommen sind. Der Einstieg ins zweite Trainingslager war dann sehr ruhig, um wieder gut und ohne gesundheitliches Risiko ins laufen zu kommen. Das hat mein Trainer Johannes Langer sehr gut geplant. Ich merkte aber, dass mir die Erkältung etwas nachhängt und so waren die wichtigen Trainingseinheiten auch nicht 100% gut. Darum bin ich auch etwas verunsichert aus dem zweiten Trainingslager rausgegangen und war hinsichtlich auf den 10er in Berlin etwas verhaltener.

Was ist in den nächsten Wochen geplant?

In zwei Wochen werde ich in Dresden bei einem Halbmarathon an den Start gehen. Danach weiß ich noch nicht, welche Wettkämpfe es gibt und möglich sind.

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