Teil 59 (KW 30/2019): Robert Haslinger

Robert Haslinger ist Mitglied beim LC MKW Hausruck und ein leidenschaftlicher Wettkampf- und Hobbyläufer. Im Helden-Interview #59 erzählt er uns u. a. über sein sportliches Ziel, welches lautet, mit 70 Jahren noch den Laufsport ausüben zu können.

Helden des Laufsports: Hallo Robert. Wann hast du mit dem Laufen begonnen? Gab es einen besonderen Auslöser?

Robert: Ich habe 1999 mit dem Laufen begonnen. Ich kann mich noch genau erinnern, es war der Tag an dem Österreich sensationell Staffelgold bei der nordischen Ski WM in der Ramsau holte. Nach der spannenden TV-Übertragung bin ich mit zwei Freunden, die mich zum Mitlaufen überredet hatten, sechs Kilometer im alten Rieder Stadion auf der Bahn gelaufen. Besonderen Auslöser gab es keinen, aber ab diesem Zeitpunkt – weil es mir von Anfang viel Spaß machte – lief ich regelmäßig

Hdl: Du bist auch regelmäßig in den Bergen unterwegs. Was fasziniert dich daran und welche sind hier deine Favoriten?

Robert: In den Bergen unterwegs zu sein bedeutet für mich Abschalten und Entspannen vom Alltag. Ich bin oft im Salzkammergut oder in der Phyrn-Priel Region unterwegs. Favoriten habe ich viele, besonders gerne gehe ich auf den Traunstein.

Hdl: Kommen wir zurück zum Laufsport. Von fünf Kilometer bis zum Marathon läufst du alles. Welche waren die schönsten Laufveranstaltungen an denen du teilgenommen hast?

Robert: Da gibt es viele. Besonders gerne laufe ich den Dreikönigslauf in Schildorn, den Teamstundenlauf im Rieder Stadtpark, den Geinberg-Thermenlauf, den Rieder Stadtlauf. Aber auch die großen österreichischen Stadtmarathons in Wien/Linz/Graz/Salzburg sind traumhafte Veranstaltungen bei denen ich mitgelaufen bin. Ein weiteres Highlight ist für mich die Hausruck-Challenge, das ist der Lauf, den mein Club der LC MKW Hausruck veranstaltet. Diese fallen mir jetzt spontan ein, aber es gibt natürlich viele andere tolle Events bei denen ich gelaufen bin.

Hdl: Gibt es Bestzeiten auf die du besonders stolz bist?

Robert: Persönliche Bestzeiten freuen mich natürlich schon immer sehr, aber „besonders stolz“, wie es in der Frage steht, bin ich auf keine spezielle Bestzeit.

Hdl: Deine Marathonbestzeit liegt bei 03:17 Stunden. Erzähle uns von deinem Rekordlauf.

Robert: Es war 2010 in Wien. Ich bin 03:17 Stunden gelaufen und es war ein beeindruckendes Erlebnis für mich. Ich bin die erste Hälfte etwas zu schnell angegangen und habe auf der zweiten Hälfte zehn Minuten länger gebraucht. Im Ziel am Heldenplatz war ich überglücklich. Bis jetzt bin ich zehn Marathons gelaufen, aber keiner war schneller als der beim „Debüt“.

Hdl: Trainierst du gerne alleine oder lieber in einer Gruppe?

Robert: Sowohl in der Gruppe, aber auch alleine, ich mag beides.

Hdl: Wie viel Zeit investierst du ins Training und zu welcher Tageszeit absolvierst du am liebsten deine Einheiten?

Robert: Aktuell laufe ich drei bis viermal pro Woche, allerdings ohne ein spezielles Wettkampfziel. Die Laufzeiten richten sich meistens nach meinen Arbeitszeiten. Da ich im Pflegebereich tätig bin sind diese oft sehr unterschiedlich. Ob lieber am Abend oder in der Früh, spielt für mich keine Rolle – ich mag beides.

Hdl: Du lebst in Ried im Innkreis, hast du dort für dein Training eine Lieblingsstrecke?

Robert: Das Innviertel ist eine attraktive Gegend für Läufer. Es gibt viele „flache“ Strecken Richtung Norden des Bezirkes, aber auch sehr viele Strecken mit Anstiegen in der Hausruck und Kobernaußerwald-Gegend. Meine Lieblingsstrecke ist vom Badesee Pramet zum Göbelberg, dem höchsten Punkt des Hausruckwaldes auf 801 Meter. Dort hat man Natur pur und eine extrem schöne Waldstrecke vor sich.

Hdl: Welche sportlichen Pläne hast du für die Zukunft?

Robert: Ich werde dem Laufsport natürlich treu bleiben. Ich habe fix vor, noch einige Marathons zu laufen und natürlich noch viele andere Läufe. Den Großglockner einmal zu besteigen steht auch  auf meinen Plänen für die Zukunft. Aber mein Hauptziel für die Zukunft ist, Sport so zu betreiben, dass ich mit 70 Jahren auch noch laufen kann. Gesund und fit bleiben steht an oberster Stelle.

Hdl: Welche Hobbys, außer Sport hast du noch?

Robert: In meiner Freizeit bin ich im Sommer oft zum Baden und Sonne tanken am Attersee/Traunsee oder Irrsee anzutreffen. Wenn ich „Großstadtluft“ brauche, fahre ich auch gerne für ein paar Tage nach Wien. Generell mache ich in meinem Urlaub gerne Städtetrips. Seit 15 Jahren gehe ich regelmäßig saunieren, dass steigert meine Lebensqualität und ist gut für mein Wohlbefinden – das ist auch ein fixer Punkt in meiner Freizeitgestaltung. Ich sitze auch gerne mal im Kaffeehaus, oder in einem schönem Lokal mit gutem Essen. Und vieles mehr….

Hdl: Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.