Teil 57 (KW 28/2019): Rudi Schmidt

2017 wurde Rudi Schmidt in Deutschland „Hobbyläufer des Jahres“, 2019 startet ein ambitioniertes Projekt des 39-jährigen Maschinenplaners. Im Helden-Interview #57 erfahren wir vom Wolfsburger um was es sich dabei genau handelt.

Helden des Laufsports: Hallo Rudi, über 32.000 Menschen folgen dir auf deiner Fanseite auf Facebook. Wie hat alles begonnen bzw. wann hast du mit dem Laufen begonnen?

Rudi: Mit dem Laufen habe ich im Jahre 2000 begonnen, weil ich nach meiner Ausbildung bei Volkswagen mit diversen Weiterbildungen (erst zum staatlich geprüften Techniker und dann ein Studium zum Wirtschaftsingenieur) begonnen habe – und ab da war kein Mannschaftssport mehr möglich, davor habe ich Im Verein Tischtennis und Fußball gespielt.

Hdl: Zehn Kilometer läufst du in 39:43 Minuten und den Halbmarathon in 01:28:42 Stunden. Auf welche deiner Bestzeiten bist du besonders stolz?

Rudi: Jede Bestzeit ist für mich was Besonders. Auf die Halbmarathon-Bestzeit in Berlin und meine Marathon-Bestzeit in Hamburg (03:13 Stunden), beide aus dem Jahr 2016, habe ich besonders schöne Erinnerungen.

Hdl: 2014 wurdest du in Deutschland zum „Hobbyläufer des Jahres“ gekürt. Sicherlich eine tolle Sache für dich. Hat sich danach etwas geändert in deinem Läuferleben?

Rudi: Dadurch sind meine Social-Media-Kanäle gut gewachsen, danach habe ich meine persönlichen Bestzeiten aufgestellt und irgendwie mögen viele Leute was ich da mache.

Hdl: Was waren deine bisher schönsten Lauferlebnisse?

Rudi: Das war der Los Angeles Marathon, hier bin ich als einziger Deutscher für das Skechers Projekt “GO RUN LA” gelaufen. Hier haben Läufer aus 45 unterschiedlichen Nationen teilgenommen. Das war ein richtiges Highlight, weil wir vor Ort mit den Profis zusammen sein durften. Es war mein erster Marathon in den USA, eine sehr schöne und emotionale Erfahrung. Durch Hollywood zu laufen war ein absolut tolles Gefühl.

Hdl: Hast du für die Zukunft sportliche Ziele, wenn ja welche?

Rudi: Mein ganz großes Ziel ist, einmal in meinem Leben den Marathon mindestens unter der magischen drei Stunden-Marke zu laufen. Dies war 2018 mein Ziel, allerdings mit drei kleinen Kindern und mit meinem Job, bekomme ich die 7 bis 10 x 1000 Meter bzw. 5 x 2000 Meter Intervalle aktuell nicht unter. Am Tag nach solchen Einheiten, so ehrlich muss man sein, bin ich platt. Mein Job und meine Familie sind mir wichtiger.

Hdl: Du wohnst in Wolfsburg. Außer VW und dem VFL kennt man dort nicht viel. ;). Welche schönen Orte gibt es dort zum Laufen?

Rudi: Wir haben einen herrlichen Wald, das Hasselbachtal, wo ich auch öfters trainiere. Die Wege haben eine top Qualität und wenn man einmal um den Wald läuft sind es satte 20 Kilometer. Der Wald bietet sehr viele unterschiedliche Lausstrecken. Besonders toll ist, dass es im Wald viele Wasserquellen mit sehr gutem Trinkwasser gibt – perfekt für einen langen Lauf.

Hdl: Dein Verein ist der VfB Fallersleben. Trainiert ihr oft gemeinsam und wie viel Mitglieder hat euer Verein?

Rudi: Wie trainieren jeden Dienstag und Sonntag bzw. in der Sommerzeit auch noch dienstags auf der Bahn zusammen, ist eine sehr coole und humorvolle Truppe. Unser Verein ist zurzeit mit 4.700 Mitgliedern der zweitgrößte in Wolfsburg.

Hdl: Wie viel Zeit investierst du pro Woche in Training?

Rudi: Früher mehr, jetzt laufe ich vier bis fünfmal die Woche und komme dabei meistens auf 40-50 Kilometer. Mit Umziehen, Duschen usw. komme ich auf ca. acht Stunden pro Woche.

Hdl: 2019 startet dein „RUNNING-RUDI-PROJEKT“. Was ist das genau und welches Endziel hat dieses Projekt?

Rudi: Das “RUNNING RUDI PROJEKT” ist mein Lebensprojekt, weil Laufen meine Leidenschaft ist. Ziel des Projektes ist es, dass alle Aspekte, die das Laufen tangieren und den Menschen weiterhelfen, im Projekt abgebildet werden. Wir werden Trainingspläne vom Einstieg bis zum Marathon anbieten, Ernährungstipps, Motivationstipps u.v.m. Ziel ist das Projekt im 4. Quartal 2019 scharf zu schalten und dann soll es dies bis zu meinem Lebensende wachsen. Es wird eine große Lauf-Community, wo man sich gegenseitig hilft.

Hdl: Wenn du in deiner Freizeit nicht gerade läufst was machst du dann?

Rudi: Wenn ich nicht laufe, dann verbringe ich liebend gerne Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden, ich lese gerne Biografien, entdecke neue Länder und was mich auch interessiert, sind technische Innovationen.

Hdl: Danke für das Gespräch und viel Erfolg für dein Projekt.

Rudi: Sehr gerne.