Die Geschichte von der Schokolade im Ernährungsplan

Autor: Mario Friedl (37) aus St. Martin im Innkreis.

Wie ernährt man sich richtig und optimal? Eine Frage, die ich so nicht beantworten kann. Was ich aber beantworten kann ist, dass wer viel läuft, auch ohne schlechtes Gewissen viel essen kann.

Es ist Mittwoch, ich habe in der Kantine „normal“ zu Mittag gegessen und nach der Arbeit starte ich eine gemütliche Runde. Gegen 16:30 Uhr geht es los und nach 01:30 Stunden komme ich wieder daheim an. Am Ende wurden es schöne 18 Kilometer bei starkem Regen. Neben dem tollen Gefühl, an einem Wochentag viel getan zu haben, meldet sich kurz darauf auch schon der Hunger. Also schau ich nach was der Kühlschrank so hergibt – und so wird es eine klassische „Brotzeit“ mit Schinken, Wurst und Gemüse. Am Ende kommt noch etwas Nutella hinzu. Auch reichlich Gebäck haben wir an diesem Tag bei uns daheim und so esse ich gleich vier Stück davon. Sollte ich an dieser Stelle nicht auf einen Ernährungsplan achten? Ja! Vermutlich schon, aber viel und etwas deftiger essen zu können, ist auch ein Grund warum ich laufe. Essen, ohne gleich wieder an Kilos zuzulegen, einfach ein gutes Gefühl!

Nach dem Laufen isst es sich am besten

Jede Mahlzeit schmeckt deutlich besser, wenn ich davor Sport gemacht habe. Natürlich esse ich nicht jeden Tag so viel wie im oben angegebenen Beispiel, aber es kommt schon des Öfteren vor. Meine Ernährung hat sich in den letzten Jahren doch um einiges verbessert, dies liegt zum einen an der guten und ausgewogenen Küche meiner Frau Anna und zum anderen natürlich am Laufsport. Wer „viel“ läuft braucht auch viel Kraft. Nudeln, Reis und Kartoffeln esse ich gerne und regelmäßig, das findet man vermutlich auch noch in den diversen Ernährungsplänen. Dort sicher nicht zu finden: Schokolade! Hier wären wir bei meinem „Hauptproblem“.

Kein Tag ohne etwas Süßem

Wie oft habe ich mir schon vorgenommen auf Süßes zu verzichten, aber leider funktioniert das nie. Ich bin ein absoluter Schokoholiker und darum „brauche“ ich auch täglich ein bisschen davon. Ist es an einem Tag nur ein Stück Schokolade, so können es an einem anderen Tag schon mal zwei oder drei Stück Kuchen sein, oder eben ein paar Nutellabrote. Schokolade ist mein größtes Laster. Würde ich weniger davon essen und eben auf den darin vorhandenen Zucker verzichten, würde das meiner Leistung und meinem Körper sicher zu Gute kommen. Früher, als ich weniger Sport machte, habe ich ebenfalls viel gegessen. Da hatte ich allerdings auch noch 13 Kilogramm mehr auf den Rippen. Jetzt habe ich 65 Kilogramm und bin damit durchaus zufrieden. Aber im Bauch- und Brustbereich habe ich noch gute Fettreserven welche von meiner „seltsamen“ Ernährung kommen. Diesen “Fettpölsterchen“ möchte ich jetzt auch mit etwas Schwimmtraining entgegenwirken.

Fehlende Disziplin

Im Großen und Ganzen bin ich aber schon sehr zufrieden. Ich könnte vermutlich, wenn ich noch besser auf meine Ernährung achten würde, bessere Zeiten laufen – die Frage ist allerdings, um wie viel wäre ich wirklich schneller? Lohnt es sich? Vermutlich Ansichtssache, aber ich sehe es als großen Luxus viel und gut essen zu können und mir keine Sorgen zu machen, dass ich zunehme. Ich trainiere für meine Verhältnisse sehr viel und kann mich beim Alkohol (meistens) sehr gut disziplinieren. Beim Essen hingegen sehe ich da keine Chance. Aber wie gesagt, das ist absolut in Ordnung, auch wenn sich danach das schlechte Gewissen meldet.

Fazit:

Jeder sollte sich so ernähren wie er/sie es für sich richtig empfindet, wobei man natürlich auch für die Kinder und Jugendlichen ein Vorbild sein sollte. Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt. Mit Sport ist das natürlich um einiges leichter. Möchte man beim Laufen das Maximum aus sich herausholen, sollte man beim Essen allerdings genauer hinschauen.

In diesem Sinne, Mahlzeit!

Mario Friedl