Georg Enzenberger absolviert Solo-Ironman in 08:20h

Georg Enzenberger wollte trotz der abgesagten Ironman-Veranstaltungen seine Form testen und absolvierte bei ihm zu Hause in Oberösterreich ein Solorennen. Mit 08:20 Stunden* gelang ihm das auch noch in einer sensationellen Zeit. Wie es dem 25-Jährigen dabei erging, erzählt uns der Neo-Profi im Interview.

Foto: ©Matthias Hohlrieder

Helden des Laufsports: Nach dieser Leistung hat es den Anschein, dass du während der Coronapause nicht wirklich Motivationsprobleme hattest. Ist das so?

Georg Enzenberger: Nach der Absage des Ironman Südafrika, welcher Ende März mein erstes Rennen mit Profi-Lizenz werden sollte, war die Motivation natürlich kurzzeitig nicht mehr ganz so hoch. Ich habe daraufhin mit meinem Trainier Thomas Doblhammer beschlossen, eine kurze „Saisonpause“ einzulegen, danach ist die Motivation dann auch schnell wieder zurück gewesen und wir haben den Fokus gezielt auf meine schwächste Disziplin, das Laufen, gelegt. So haben wir die wettkampffreie Zeit, denke ich, optimal genützt und konnte hier gute Fortschritte verzeichnen. Ich bin Ende April auch schon einen Marathon aus dem vollen Training herausgelaufen, wo ich meine Bestzeit auf 02:42 Stunden verbessern konnte.

Für deinen Heim-Ironman hast du 08:20 Stunden benötigt, wie verlief dieser „Wettkampf“ aus deiner Sicht? Bist du zufrieden?

Natürlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden 😉. Mir ging es bei meinem „Testwettkampf“ jedoch nicht wirklich um die Zeit, sondern in erster Linie darum, nochmals das Eine oder Andere auszuprobieren und mir Sicherheit und Selbstvertrauen zu holen. Mit meiner Leistung bin ich natürlich sehr zufrieden und das gibt mir natürlich auch viel Vertrauen in mein Training und meine Leistungsfähigkeit für die Zukunft. Ich habe mir auf jeden Fall bestätigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin und hoffe natürlich, dass ich das heuer auch bei richtigen Wettkämpfen noch zeigen kann.

Wo fand dein Ironman statt?

Ich bin in Feldkirchen im Badesee geschwommen und habe mir im Voraus eine Radroute ohne Ampeln und mit möglichst wenig Kreuzungen zusammengestellt. Gelaufen bin ich dann auf einer Fünf-Kilometer-Schleife. Das hat im Großen und Ganzen genau so funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe.

Ist es für dich möglich, das restliche Sportjahr zu planen? Wenn ja, was hast du noch vor?    

Natürlich ist es aktuell etwas schwierig, da trotz der Lockerungen der Corona-Maßnahmen ja keiner sagen kann, wie es in zwei oder drei Monaten aussieht. Wenn alles nach Plan verläuft und im Spätsommer/Herbst Bewerbe stattfinden können, werde ich natürlich in Podersdorf bei den Staatsmeisterschaften über die Langdistanz an den Start gehen. Alles weitere wird sich weisen.

Was waren deine bisher größten sportlichen Erfolge?

Ich würde sagen meine größten Erfolge waren 2017 der Sieg meiner Altersklasse beim IM Austria (erste Langdistanz – 09:13 Stunden + Qualifikation Ironman World Championship Hawaii) und darauffolgend der überraschende Sieg meiner Altersklasse beim Ironman Hawaii. Hier wurde ich ursprünglich zweiter, aber der Sieger wurde nachträglich wegen Dopings gesperrt. Damals habe ich 09:34 Stunden benötigt. Meine beiden Langdistanzen letztes Jahr im Vorjahr zähle ich auch zu meinen größeren Erfolgen. Zum einen der Ironman Austria in 08:52 Stunden, mit dem Sieg meiner Altersklasse und der schönen Erkenntnis, dass ich zweitschnellster Amateur wurde. Zum anderen der Ironman auf Hawaii in 8:56 Stunden und den zweiten Platz in der Altersklasse.

*Schwimmen: 3,8 Kilometer in 54:44 Minuten / Rad: 180 Kilometer in 04:28:39 Stunden (1.000 Höhenmeter) / Laufen: 42,195 Kilometer in 02:50:43 Stunden.

Foto: ©Matthias Hohlrieder

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