Spendenlauf: Von Ried bis Nepal für ein kleines, krankes Mädchen

Text: Elisabeth Hartl / OÖNachrichten

Teilnehmer am Luna-Spendenlauf sammelten mit 6018 Kilometern 9330 Euro für Luisa.

Foto: ©Jasmin Zweimüller

Ried, Senftenbach. Die zweite Auflage des Luna-Spendenlaufs, der von Jasmin Zweimüller organisiert wurde, war ein voller Erfolg. Durch die fleißige Teilnahme zahlreicher Hobbysportler, die insgesamt mehr als 6018 Kilometer zu Fuß oder auf dem Fahrrad hinter sich gebracht haben, wurden insgesamt 9330 Euro gesammelt. Der Spendenscheck wurde bereits am Wochenende von Initiatorin Jasmin Zweimüller an die Familie der kleinen Luisa aus Senftenbach übergeben. Das kleine Mädchen ist an einer seltenen Form der Epilepsie erkrankt und benötigt deshalb einen Therapiehund. Die gespendete Summe wird für die Ausbildung dieses Hundes verwendet.

Von Ried nach Nepal

Der Luna-Spendenlauf stand auch heuer unter dem Motto „Leiste & unterstütze nebenbei andere“. Die Teilnehmer konnten von 20. bis 26. September Sport treiben (gehen/walken, laufen, Rad fahren), damit Punkte sammeln und Geld spenden. Insgesamt wurden bei der zweiten Auflage 3147 Kilometer gewalkt, 1025 Kilometer gelaufen und 1846 Kilometer Rad gefahren. Gemeinsam legten die Sportler so 6018 Kilometer zurück – das entspricht der Strecke von Ried bis nach Nepal. „Als ich gemerkt habe, dass wir heuer die Spendensumme aus dem Vorjahr (7350 Euro, Anm. der Red.) übertreffen werden, war ich begeistert. Mit so vielen Teilnehmern und einem derart hohen Betrag hatte ich nicht gerechnet“, sagt Physiotherapeutin Jasmin Zweimüller, die während der Spendenlauf-Woche selbst 100 Kilometer zurückgelegt hat – neben der Arbeit. „Das war stressig, aber ich wollte ein gutes Vorbild sein und die Teilnehmer motivieren“, sagt die 27-Jährige.

Deutliche Steigerung

Neben zahlreichen einzelnen Personen haben heuer auch die Mittelschule 1 aus Ried und der Round Table 31 Ried die Spenden-Aktion tatkräftig unterstützt. „Ich bin sprachlos, es war letztes Jahr schon überwältigend für mich, aber heuer konnten wir gemeinsam nochmal eine deutliche Steigerung erzielen. Es freut mich, dass wir Luisa mit dieser hohen Spendensumme helfen können. Ich möchte mich bei allen Teilnehmern für ihren sportlichen Einsatz und ihre Spende sowie bei Steffi Mühlbauer, die mich bei der Organisation unterstützt hat, recht herzlich bedanken“, sagt Läuferin und Initiatorin Jasmin Zweimüller.

“Als wir die Summe vom ersten Luna-Spendenlauf geknackt hatten, hat mir Robert, der Papa von Luisa, ganz begeistert geschrieben. Ich konnte das im ersten Moment selbst gar nicht glauben.”

Jasmin Zweimüller.

Großer Einsatz, große Freude

Nicht minder groß ist die Freude bei Familie Zeilinger. „Ich möchte mich nochmal aufs Allerherzlichste bei Jasmin Zweimüller für ihren Einsatz bedanken. Was sie mit dem Luna-Spendenlauf auf die Beine gestellt hat, ist wirklich bewundernswert. Das Geld, das für unsere Luisa erlaufen beziehungsweise gespendet wurde, verwenden wir für die Ausbildung von ihrem Therapiehund Lui, damit er ein zuverlässiger Wegbegleiter wird“, bedankt sich Robert Zeilinger, der Vater von Luisa.

Dass es auch im Jahr 2022 einen Luna-Spendenlauf geben wird, steht für Jasmin Zweimüller bereits fest. „Als ich heuer auf Social Media den ersten Beitrag gepostet habe, dass der Spendenlauf wieder stattfindet, habe ich eine Anfrage von einer Familienbetreuerin erhalten. Sie hat mir jemanden ans Herz gelegt, aber da hatte ich schon mit Familie Zeilinger aus Senftenbach Kontakt aufgenommen. Dieser Dame habe ich deshalb versprochen, dass ich mir ihren Vorschlag vormerken werde. Und was ich verspreche, das halte ich auch“, sagt Jasmin Zweimüller.

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