Starke Leistung von Daniel Strobl in der Steiermark

Daniel Strobl, Athlet vom Running Team Lannach, lief beim S7-Marathon in der Steiermark mit 1:15 Stunden einen starken Halbmarathon. Im Interview spricht der 32-Jährige über dieses Rennen, seine Aufgaben im Bereich des Ultralaufsports und über den kommenden Nachwuchs.

Foto: ©Daniel Strobl

Helden des Laufsports: Wie verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Daniel Strobl: Ich hatte am Start ehrlich gesagt kein gutes Gefühl, da ich eine Woche zuvor in Wien bereits einen Halbmarathon in 1:15:09 Stunden gelaufen bin und mich die ganze Woche noch sehr müde gefühlt habe. Durch das starke Teilnehmerfeld wurde man aber förmlich mitgerissen und schnell fand sich auch eine gute und vor allem große Gruppe die um die 3:30min/km lief. Leider wurde der Regen mit Fortdauer des Rennens immer stärker und somit die Strecke in den Kurven auch etwas rutschig. Auch konnte man schon förmlich spüren wie das Wasser aus den Schuhen rausrinnt. Trotzdem lief das Rennen sehr gut und ich konnte das Tempo gut beibehalten. Ab Kilometer 12 wartete ich eigentlich nur noch bis irgendwann ein Einbruch oder Tief kommt und ich langsamer werden würde. Aber es kam nicht. Ich fühlte mich immer stärker und freute mich schon als Kilometer 18 erreicht war und ich wusste, dass es nur noch drei Kilometer sind und ich das Tempo nun nochmal erhöhen konnte. Zu diesem Zeitpunkt war ich mir sicher, dass eine niedrige 1:14er Zeit drinnen ist. Leider wich allerdings in diesem Rennen die GPS Uhr (fast aller Läufer) deutlich von den offiziell vermessenen Kilometern ab. Da ich mich während des Rennens nur auf meine Uhr verlassen habe war ich doch sehr überrascht, dass der Zielbogen noch so weit weg ist. Schließlich kam ich mit 1:15:02 Stunden ins Ziel und verfehlte nur um zwei Sekunden meine Bestzeit. Meine Garmin zeigte mir 21,36 Kilometer an, aber natürlich zählt nur die offiziell vermessene Strecke und ich war ja selber schuld, dass ich mich nur auf meine Uhr verlassen habe. Im ersten Moment war ich doch etwas enttäuscht, aber rückblickend bin ich sehr zufrieden zwei, für mich sehr starke Halbmarathons, innerhalb einer Woche gelaufen zu sein.

Wann fiel deine Entscheidung, dass du bei diesem Lauf teilnimmst? Die Teilnehmerzahl war ja begrenzt.

Angemeldet habe ich mich bereits im April, gleich ein paar Tage nachdem ich von dem Lauf erfahren habe. Ob ich wirklich teilnehmen durfte wusste ich erst eine Woche vorher, als die Anmeldung geschlossen war und ich immer noch auf der Startliste war. Da ja nur 200 Teilnehmer zugelassen waren und Reihenfolge der Startplätze nach der jeweiligen Persönlichen Bestzeit in Marathon und Halbmarathon vergeben wurden, hätte es sein können, dass ich noch aus der Startliste geflogen wäre, wenn noch mehr schnellere Läufer gekommen wären.

“Mit dem Training von Dieter Pratscher konnte ich mich deutlich verbessern”

Daniel Strobl über seinen Trainer.

Wie zufrieden bist du mit dem Training in den letzten Wochen?

Mit dem Training in den letzten Wochen bzw. Monaten bin ich sehr zufrieden. Seit Februar trainiere ich wieder nach Trainingsplan, den mir mein Laufkollege und Freund, Dieter Pratscher, schreibt. Ich fühle mich sehr wohl mit dem Trainingsprogramm und habe das Gefühl, dass ich mich seitdem richtig verbessert habe.

Was hast du dieses Jahr noch vor?

Ich möchte unbedingt noch meine Halbmarathonbestzeit verbessern. Mal sehen welche Läufe in der nächsten Zeit stattfinden können. Nach dem Lockdown werden erst jetzt viele Veranstaltungen für den Sommer neu angesetzt. Im Herbst möchte ich dann jedenfalls auch noch einen Marathon Sub 2:40 laufen. Im Juli organisiere ich mit einigen Vereinskollegen auch noch den 24-Stundenlauf in Bad Blumau, wo auch die Österreichischen Meisterschaften im 24h Lauf stattfinden werden. (www.24-stundenlauf.at). Ende August findet ebenfalls der 218-Kilometer-Ultralauf „Austria Race Across Burgenland“ statt, wo ich ebenfalls als Rennleiter fungiere. (www.race-across-burgenland.at). In einigen Jahren möchte ich dann auch selber wieder Ultramarathons laufen, da diese langen Distanzen eine heimliche Leidenschaft von mir sind. Als Veranstalter bekommt man sehr viel positive Energie zurück. Man steht nicht selbst an der Startlinie, sondern macht andere Läufer glücklich indem man ihnen einen tollen Bewerb organisiert. Außerdem haben Ultralaufe ein ganz besonderes Flair. Solange ich allerdings noch das Gefühl habe dass ich „schneller“ werden kann, möchte ich mich in den nächsten Jahren noch auf den Distanzen zehn Kilometer bis Marathon verbessern. Das wird mit meinem Trainer Dieter Pratscher sicherlich funktionieren. Bedanken möchte ich mich auch noch bei meinem Verein, dem Running Team Lannach, wo ich mich sehr wohl fühle und die alle Mitglieder sehr professionell unterstützen. Am meisten freue ich mich aber, dass meine Freundin und ich im August unser erstes Kind erwarten. Deshalb lasse ich mir den Herbst noch etwas offen, da ich noch nicht einschätzen, kann wie sich die neue Situation auf das Training auswirkt. Jedenfalls möchte ich die ein oder andere Trainingsrunde dann auch mit dem Sportkinderwagen absolvieren.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.