Timon Theuer löst EM-Ticket: “Ich bin einfach nur stolz“

Der Purkersdorfer Timon Theuer kam beim Halbmarathon in Barcelona nach grandiosen 62:34 Minuten ins Ziel. Theuer knackte mit dieser Zeit auch das Limit für die Ende August stattfindende Europameisterschaft in Paris. Aber nicht nur das, der 25-jährige Athlet von der DSG Wien, lief in Katalonien auch die zweitschnellste Zeit die je von einem Österreicher gelaufen wurde – nur Günther Weidliger war schneller. Im Interview spricht Timon über seinen Bestzeitenlauf und auch darüber, wie es jetzt weitergeht.

Steinhammer und Theuer lösen EM-Ticket – ©Timon Theuer

Helden des Laufsports: Gratulation zu diesem tollen Lauf! Was waren die ersten Gedanken nach dem Zieleinlauf?

Timon: Danke! Ich war enorm erleichtert, ich habe wahnsinnig viel riskiert und es ist komplett aufgegangen. Ich kann diese Zeit auch heute noch nicht wirklich realisieren und bin einfach nur stolz auf meine Leistung.

Hdl: Wie verlief das Rennen aus deiner Sicht? War eine Bestzeitverbesserung – um unglaubliche vier Minuten – so geplant?

Timon: Seit der Saisonpause im Herbst, läuft es Trainings- und Wettkampftechnisch reibungslos. Mir war klar, dass ich zurzeit in absoluter Topform bin, und eine Zeit um die 01:03:04 Stunden realistisch war. Meine alte Bestzeit wurde unter komplett anderen Bedingungen erzielt. In Kärnten war es ein Sololauf auf einer nicht ganz so einfachen Strecke. Die Form war bereits damals deutlich besser als es die Zeit vermuten ließ. In Barcelona hat alles perfekt zusammengepasst – wobei mir die Zehn-Kilometer-Durchgangszeit (29:26 Minuten) doch ein wenig Sorgen bereitet hat. Aber wie gesagt, es hat alles funktioniert, ich konnte bis zum Schluss das Tempo halten und ich habe die Lücken zu den anderen Gruppen schließen können. Das beflügelt natürlich.

Hdl: Wie sah eine normale Trainingswoche in der Vorbereitung für Barcelona aus?

Timon: Eine Kombination aus hoher Dauerlaufqualität, guten Belastungen, Koordination und Kraft. Dabei steht die Qualität und die schnelle Regeneration stets im Vordergrund.

Hdl: Deine Zeit von 62:34 Minuten bedeutet auch die zweitschnellste Zeit, welche je von einem Österreicher gelaufen wurde. Außerdem ist diese Zeit auch neuer Wiener Rekord, diesen hatte auch schon dein Vater Rolf inne. Hast du das alles schon realisiert, und welchen Stellenwert haben diese Zahlen und Fakten für dich?

Timon: Als Langstreckler definiert man sich selbst und seine Leistungen durch eine Zahl. Es ist manchmal brutal ehrlich, aber gleichzeitig auch wieder wunderschön ehrlich. Aber genau deshalb machen und lieben wir diesen Sport. Die 62er Zeit ist auch heute noch nicht real. Aber ja, der Druck und die Erwartungen werden nicht geringer.

Hdl: Wie geht es jetzt für dich weiter?

Timon: Nach einer vernünftigen Regeneration, startet die entscheidende Vorbereitungszeit für den Vienna City Marathon im April. Da keine weiteren Trainingslager geplant sind, hoffe ich auf gute Trainings- und Wetterbedingungen in Wien und Umgebung.

Info: Mit Christian Steinhammer unterbot ein zweiter Österreicher deutlich das geforderte Limit von 64:40 Minuten. Steinhammer verbesserte seine Bestzeit von 64:28 auf 63:37 Minuten. Mehr zum Lauf in Barcelona findet ihr hier.

Ein Interview mit der deutschen Spitzenläufeirn Thea Heim, die ebenfalls in Barcelona die EM-Norm geknackt hat, könnt ihr hier nach lesen.

©Larasch.de

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