Trainingsplan? Ja oder nein?

Von Mario Friedl.

Jeder Plan verfolgt ein Ziel, darum ist er auch danach aufgebaut, um eben z. B. einen Marathon unter drei Stunden zu laufen und am Tag X in Topform zu sein. Aber können Pläne auch stressen?

Bei meinen ersten beiden Marathonläufen habe ich strikt nach Plan trainiert – und das mit Erfolg. Doch dann wollte ich mich nicht wirklich geiseln lassen und habe den Plan nur mehr als Anhaltspunkt verwendet. Im Laufe der Jahre hat man dafür auch die nötige Erfahrung! Wenn ich an einem Dienstag mal keinen Bock auf Intervalle habe, mache ich eben einen lockeren Lauf und verschiebe das harte Training einen Tag nach hinten. Ausfallen lasse ich wichtige Einheiten definitiv nicht. Aber genau hier ist die Gefahr das Training durcheinander zu würfeln! So besteht die Gefahr, eventuell in Frühform und am Marathontag schon ausgelaugt zu sein. Deplatzierte Regenerationswochen sind ein gutes Beispiel.

All meine Pläne, für die absolvierten und gescheiterten SUB-3-Marathons, gaben mir bei weitem nicht so viele Kilometer vor, wie ich im Training absolvierte. Waren es zu viele Kilometer? Falsches Training? Dieses Risiko gehe ich gerne ein. Warum? Weil ich gerne und viel trainiere. Ich trainiere drei bis vier Monate auf den Marathon hin. Nicht nur das Endziel am Marathontag, sondern jedes einzelne Training ist meine Motivation. Oft komme ich nach einem 30+ Lauf oder nach einem harten Intervalltraining nach Hause und bin dermaßen euphorisiert, weil es so gut geklappt hat – genau das macht es aus! Aber wer weiß, vielleicht – sofern ich in der nächsten Zeit wieder für einen Marathon trainiere – klappt es mal wieder mit “meiner Variante” und die Kilometerschinderei wird belohnt. “GO HARD OR GO HOME!“

Umfrage: Verwendet ihr einen Trainingsplan?

57 % Ja / 43 % Nein

Sportliche Grüße, Mario!

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