Vom Jogger zum Profi! Wer ist wann was?

09.11.2018: Autor: Mario Friedl (36) aus St. Martin im Innkreis.

Beim diesjährigen Frankfurt Marathon nannte der Moderator und  ehemalige Olympiasieger Dieter Baumann einen Athleten der unter 02:30 Stunden Marathon läuft einen „ambitionierten Freizeitathleten“. Über soziale Medien (ich glaube es war Twitter) beschwerte sich ein User über Baumann und seine Aussage. Es sei respektlos Athleten die teilweise (fast) genau so viel trainieren wie Profis so zu nennen. Genau diese Läufer die eben extrem gute Zeiten laufen aber nicht vom Laufsport leben können nannte Dieter Baumann „ambitionierte Freizeitathleten“. Zurecht?

Macht Geld einen Profi?

Grundsätzlich hat Dieter Baumann natürlich recht. Profi ist wer vom Laufen (über)leben kann. Doch wie viele können das schon in diesem Sport? Dies ist alledings wieder ein anderes Thema und hier ins Detail zu gehen würde den Rahmen sprengen. Lassen wir das Geld mal außen vor und konzentrieren wir uns an den Trainingsaufwand im Alltag. Ist ein Athlet der neben dem Job z. B. ca. 150 Kilometer läuft und dem Laufen (fast) alles unterordnet kein Profi?

Vorbilder im Alltag

Ein Profi ist Vorbild aber sind „Freizeitathleten“ nicht die größeren Vorbilder? Trainieren, arbeiten wieder trainieren und ja, vielleicht noch eine Familie. Als ich zum laufen begonnen habe war Günther Weidlinger mein Motivator. Ich drückte die Daumen als Weidlinger 2011 in Frankfurt beim Marathon 02:12 Stunden lief und sich für die olympischen Spiele in London qualifizierte. Doch im Laufe der Zeit lernte ich in der Szene viele Hobbyläufer kennen die sensationelle Zeiten laufen konnten und nebenbei noch andere Verpflichtungen hatten.

Das Spiel mit den Begriffen

Man könnte das Spiel mit den Begriffen noch ewig weiterspielen. Wann wird ein Jogger zum Läufer und wann ein Hobbyläufer zum ambitionierten Freizeitathleten? Ist es am Ende nicht egal wie man diese Läufer nennt? Was bleibt sind bärenstarke Leistungen die neben Beruf und Familie abgeliefert werden.

Ich definiere den Begriff dahingehend, dass der Profi den Sport hauptberuflich ausübt und über Sponsoren und Preisgeld im besten Fall auch davon leben kann. Der Amateur macht es nebenberuflich. Die tatsächliche Leistung sehe ich dabei im Hintergrund.

Demeter Dick (Marathonbestzeit 02:34h)

Sportliche Grüße,
Mario

Anmerkung: Dieser Beitrag ist auf Läufer bezogen. Inhaltlich gilt das natürlich auch für die Damen.