Was Laufen für mich bedeutet.

Liebe Leser,

Wenn ihr das Wort „Laufen“ lest, welche Bilder entstehen in euren Köpfen, welche Gedanken kommen euch? Was fällt euch spontan zu diesem Wort ein?

Ich versuche heute, das für mich zu beantworten.

Laufen bedeutet draußen sein und Freiheit. Laufen bedeutet, dass ich für eine Zeit lang etwas tun kann, was mir Freude macht und dass mich niemand stört. Dass für eine Zeit lang niemand etwas von mir will.

Laufen heißt, sich Zeit nehmen in der Hektik des Alltags. Wenn man will, geht es sich fast täglich aus.

Laufen ist das Gefühl zu fliegen, aber auch das Gefühl, nicht mehr zu können und am Ende seiner Kräfte zu sein. Laufen heißt, über sich hinauswachsen, etwas schaffen was man sich selbst gar nicht zugetraut hätte.

Laufen ist das Gefühl davor, währenddessen und danach. Die Anspannung, das „es nicht erwarten Können“ davor, aber auch die Neugier darauf, wie der Lauf heute wird. Wie werde ich mich fühlen? Das Währenddessen, das Schnaufen, Hecheln, Schwitzen. Die Umgebung rundherum die man in aller Ruhe betrachten kann und die eigenen Gedanken, die einem so kommen. Der Gedanke „wie lange kann/will/muss ich noch?“ Der Gedanke „schaffe ich es, das Tempo zu halten?“ – „Soll ich eine Pause einlegen?“ Oder auch: „Ich habe keine Lust auf einen lockeren Lauf, ich möchte eigentlich schnell laufen, fühle mich gut.“ Und das Danach, die Ruhe und Zufriedenheit. Vielleicht auch der Gedanke, dass man sich eigentlich mehr vorgenommen hat und abbrechen musste. Oder dass man länger unterwegs war, mehr gemacht hat als geplant. Und die Dusche, die sich nach einem Lauf so herrlich anfühlt.

Laufen ist auch, sich aufraffen, weil man weiß, dass es einem nachher besser gehen wird. Laufen ist auch Therapie gegen schlechte Laune. Laufen hilft gegen Langeweile und kann Struktur in den Alltag bringen. Laufen fördert guten Schlaf in der Nacht, kann aber auch aufputschen und rastlos machen.

Laufen bedeutet manchmal auch Verletzungspausen. Seine eigenen Grenzen erkennen und respektieren. Langfristig denken, sich nicht immer mit anderen vergleichen. Mit dem eigenen Level an Talent arbeiten und mit der persönlichen Leistung zufrieden sein.

Laufen ist auch Stabitraining, radeln auf dem Ergometer und Gewichte stemmen im Fitnessstudio. Laufen ist Bahn und Berg, Waldweg und Straße.

Laufen ist für mich eine der schönsten Nebensachen der Welt. Laufen bringt Abwechslung in meine Freizeit. Laufen ist Disziplin und Spaß zugleich.

Laufen ist für mich vor allem der frühe Morgen, der Wechsel des Wetters und der Jahreszeiten. Der Geruch von Regen oder Schnee oder die Schwüle eines Sommermorgens. Der Raureif auf der Wiese oder die Eisflächen im Winter, denen man ausweichen sollte. Manchmal der prasselnde Regen, dem man trotzt, oder starker Gegenwind.

Laufen ist nur ein Hobby, oder auch eine Lebenseinstellung. Laufen darf man nicht zu ernst nehmen!

Zusammenfassung: Laufen macht glücklich.

Eure Liesl!

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