Wolfgang Strasser hat nach dem Großglockner Berglauf “Lust auf mehr”

Juli 2021: Wolfgang Strasser, Athlet vom TSV Mattighofen, absolvierte vor kurzem den Großglockner Berglauf. Die 13,3 Kilometer und 1265 Höhenmeter lief der 40-Jährige in 1:41 Stunden. Der Straßenlaufspezialist hat jetzt Lust auf mehr.

Foto: ©Wolfgang Strasser

Helden des Laufsports: In der Szene bist du bekannt als Straßenläufer, deine Halbmarathonbestzeit liegt bei 1:17 Stunden. Wie kam es dazu, dass du dich jetzt bei einem Berglauf angemeldet hast?

Wolfgang: Strasser: Aufmerksam wurde ich durch meinem Laufspezi Sepp Hartl. Wir hatten uns bereits 2020 angemeldet, aber der Lauf wurde coronabedingt abgesagt. Heuer hat es dann Gott sei Dank geklappt. Ich bin vor ein paar Jahren schon zwei Mal beim Feuerkogelberglauf gestartet, und mit Sepp mache ich von Zeit zu Zeit einen Trainingslauf auf die Salzburger Berge. Wir starten da meistens schon sehr zeitig, sodass wir gegen 8 Uhr schon ein kleines Frühstück auf einer Berghütte genießen dürfen. Es bringt einfach Abwechslung ins Training und in den Bergen ist es wunderschön.

Wie verlief der Wettkampf und bist du zufrieden?

Der Start für den zweiten Block war um 9.10 Uhr. Das Wetter war leider regnerisch, was für den Lauf zwar nicht entscheidend war, aber für die Zuschauer und Begleitpersonen war es ein bisschen schade. Der erste Kilometer war flach und schnell, dann ging es zur Sache. Nach Kilometer zwei kamen immer wieder Passagen, welche ich nicht durchlaufen konnte. Dort hieß es dann: Hände auf die Knie und Vollgas geben. Ich hatte Glück und fand eine gute Truppe erfahrener Bergläufer, hier konnte ich mich anschließen. Wir hielten das Tempo straff und so schafften wir es – in einer zumindest für mich sehr guten Zeit – ins Ziel auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe. Meine Zeit von 1:41 Stunden wurde mit Platz 114 (von 921 Startern) belohnt. Damit bin ich sehr zufrieden, da es sich um ein Weltcuprennen handelte und das „Who ist Who“ der Berglaufszene vertreten war.

“„Es war ein Weltcuprennen und das „Who ist Who“ der Berglaufszene war vertreten, daher bin ich sehr zufrieden“

Wolfgang Strasser über seinen 114. Platz.

Machte das Lust auf mehr?

Ja auf jeden Fall! Ein Berglauf ist etwas komplett anderes als ein 10-km-Lauf oder Halbmarathon auf der Straße. Es ist viel mehr Technik und Erlebnis verbunden und man ist nicht nur auf die Kilometer Pace fixiert, mit der man sich oft bei einem Straßenrennen stresst. Außerdem ist es Gelenksschonender als auf dem Asphalt. Zumindest wenn man beim Bergablaufen etwas Gas rausnimmt.

Wie viel Zeit pro Woche investierst du aktuell für dein Training?

Zur Zeit laufe ich nicht mehr als vier Mal die Woche, rund 65 Kilometer.

Hast du für die nächste Zeit auch Wettkämpfe auf der Straße geplant?

Ich werde sicher noch beim ein oder anderen Volkslauf am Start stehen, aber was Größeres ist nicht geplant. Ich hoffe, dass sich nächstes Jahr die Coronasituation wieder entspannt, denn dann werde ich wieder einen Marathon ins Visier nehmen.

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