Teil 123 (KW 46/2020): Wolfgang Strasser

Foto: ©Wolfgang Strasser

Wolfgang Strasser, Athlet vom TSV Mattighofen, ist bereits im Alter von sechs Jahren mit dem Laufsport in Berührung gekommen. Heute hat der 38-Jährige eine Marathonbestzeit von 02:52 Stunden zu Buche stehen. Aktuell ist er vom Verletzungspech verfolgt, diese Phase nützt er um Zeit mit seinen Sohn und seinen Hühnern zu verbringen. Mehr dazu im Helden-Interview #123.

Helden des Laufsports: Wann hast du mit dem Laufen begonnen?

Wolfgang Strasser: Zum Laufen bin ich schon sehr früh, mit ca. sechs Jahren gekommen. Mein Vater war selbst begeisterter Läufer und so waren wir jedes Jahr bei zahlreichen Wettbewerben am Start. Schon damals haben mich die längeren Distanzen fasziniert. Mit elf Jahren habe ich in Mondsee meinen ersten Halbmarathon absolviert! Mit 15 war es dann mit dem aktiven Laufen vorbei und ich interessierte mich für andere Dinge. Stichwort Pubertät 😉 . Mit 30 flammte das Lauffieber wieder auf und ich stieg wieder ins regelmäßige Training ein.

Was waren deine bisher größten Erfolge?

Mein größter Erfolg war sicher der Gesamtsieg beim Halbmarathon in Pfarrkirchen im Jahr 2013. Dort gewann ich nach einem spannenden Rennen in 01:18:20 Stunden. Stolz bin ich auch auf meine sechs Marathons. Ganz besonders der erste, den ich auf Anhieb unter drei Stunden laufen konnte, hat mich geprägt. Das war für mich sehr emotional.

Gibt es Bestzeiten auf die du besonders stolz bist?

Als Läufer ist man ja nie richtig zufrieden. Man möchte immer noch schneller laufen, aber mit meiner Bestzeit beim Halbmarathon in Wels 2015 (01:17:34 Stunden) bin ich doch sehr zufrieden. Über die zehn Kilometer hab ich 35:09 Minuten stehen. Diese Zeit werde ich wegen meines zunehmenden Alters wohl nicht mehr verbessern können. Man wird ja meisten nicht schneller. 😉 Den schnellsten Marathon lief ich in 02:52 Stunden – da wäre durchaus noch was möglich.

Welche ist deine Lieblingsdistanz und warum?

Halbmarathon und Marathon. Da hat man mehr vom Lauf und man braucht sich nicht so stressen. Außerdem mag ich die langen langsamen Trainingsläufe.

Wie viele Stunden pro Woche investierst du aktuell in Sport? Betreibst du neben dem Laufen auch noch andere Sportarten?

Zur Zeit Lauf ich wegen einer Knieverletzung nicht mehr als drei Mal pro Woche. Da komme ich auf ca. 40 Kilometer. Auf dem Crosstrainer und am Rad verbringe ich dann auch noch ein paar Stunden.

Wenn du an deine intensivsten Trainingswochen zurückdenkst, wie sah damals eine normale Trainingswoche bei dir aus?

Ich trainiere meistens nach den Plänen von Herbert Steffny (“Das große Laufbuch”). Da kommen bei einem Marathontraining mit sechs Einheiten pro Woche schon um die 90 bis 130 Kilometer zusammen. Grundsätzlich besteht eine Trainingswoche aus einem langen langsamen Lauf, einen Tempolauf und ein Intervalltraining. Der Rest dann eben im Grundlagentempo.

Trainierst du viel alleine oder auch mal in der Gruppe?

Meistens Lauf ich alleine. Am liebsten ruhige lange Läufe. Da kann man sich am besten vom Altgasstress ausklinken. Einmal die Woche trainiere ich mit meinen Vereinskollegen. Da gibt es dann meistens Tempo.

Welche Verletzungen hattest du schon während deiner aktiven Zeit?

Bis letztes Jahr lief es ganz gut. Bis dahin hatte ich nur kleinere “Überlastungswehwehchen” die wohl jeder Läufer kennt. Letztes Jahr im Herbst habe ich mir dann den Meniskus eingerissen und musste operiert werden. Leider spüre ich die Folgen heute noch.

Hast du noch größere sportliche Ziele für die Zukunft?

Am wichtigsten ist es mir, dass ich noch sehr lange gesund Laufen kann. Zeiten spielen nicht mehr so die große Rolle. Es ist einfach ein wunderbarer Sport. Aber vielleicht geht sich ja noch mal eine Bestzeit beim Marathon aus. Man braucht ja Ziele. 😉

Welche Hobbys, außer das Laufen, hast du noch?

Wir haben vor drei Jahren ein Haus gebaut und da gibt es immer was zu tun. Mit meinem kleinen Sohn betreibe ich auch eine kleine Gartenhühnerzucht. Wir haben sechs Hühner und somit immer frische Eier, der Gockl sorgt für Nachwuchs. Ich koche auch sehr gerne. Als Läufer darf man sich ja auch ein paar extra Kalorien erlauben.

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.