Crosslauf in Neuhofen/Krems: Zwei Sieger – Ein Interview

Beim ersten von insgesamt drei Läufen des Geländelaufcups in Neuhofen an der Krems, gab es am Samstag gleich zwei Sieger. Der Kefermarkter Matthias Aumayr (34) und Alexander Weiß (42) aus Schlierbach, absolvierten die acht Runden zu je 1200 Meter in 34:20 Minuten und teilten sich somit Platz eins. Wir haben die beiden Top-Läufer zum Doppel-Interview gebeten.

Weiß (in Führung) und Aumayr nicht zu bremsen

Helden des Laufsports: Gratulation zum Sieg! Wie verlief das Rennen eurer Sicht?

Alexander: Der Boden war sehr schwer zu belaufen, weder gefroren noch besonders matschig. Ich lief von Beginn an vorne weg, nur Matthias konnte mir folgen. In weiterer Folge setzten wir uns vom restlichen Feld ab. Das Rennen war sehr spannend, Matthias und ich liefen mehr oder weniger Schulter an Schulter nebeneinanderher. Matthias versuchte in Runde sechs das Tempo etwas zu verschärfen, es blieb aber beim Versuch und er wurde mich nicht los. So ergab es sich, dass wir bis zum Schluss gleich aufblieben. Nach der Kompression einigten wir uns auf einen gemeinsamen Zieleinlauf.

Matthias: Vielen Dank! Tja, Neuhofen gestaltete sich auch heuer wieder als sehr harter Einstieg in die neue Wettkampfsaison. Alexander und ich setzten uns von Beginn an vom restlichen Feld ab, welches heuer mit einer Rekordteilnehmerzahl aufwartete, pushten uns gegenseitig über die ca. 9,6 Kilometer lange Strecke und liefen schließlich ex aequo in einer für die schwierigen Bodenverhältnissen recht ansprechenden Zeit über die Ziellinie.

Hdl: Seid ihr Crosslauffans?

Alexander: Ich laufe seit Jahren in Neuhofen und habe hier auch schon zahlreiche Tagessiege feiern können. Auch den Cup-Gesamtsieg, konnte ich mir 2014 vor Robert Gruber sichern. Crosslaufen ist ein super Training für den Winter. So ein Wettkampf ist da optimal, denn ein solches Tempo macht bei diesen Temperaturen in einer Gruppe deutlich mehr Spaß.

Matthias: Ursprünglich eigentlich gar nicht, da ich als groß gewachsener Läufer beziehungsweise Triathlet auch entsprechend schwerer bin, was für die meist tiefen Bodenverhältnisse nicht gerade ideal ist. In den letzten Jahren konnte ich dieses Defizit mit Technik und vor allem Kraft immer besser ausgleichen, sodass Crosslauf und sogar Berglauf nun zu meinen Lieblingsdisziplinen zählen – vor allem auch aufgrund der abwechslungsreichen Strecken.

Hdl: Werfen wir einen kleinen Blick zurück. Wie zufrieden seid ihr mit der letzten Saison?

Alexander: Der Saisoneinstieg war nicht so schlecht. Allerdings habe ich mich dann am Tag vor dem Linz Marathon, leider beim Kindertraining verletzt und musste fast zwei Monate pausieren. Im Sommer konnte ich mir erfreulicherweise den Österreichischen Meistertitel (AK M40) über 5.000 Meter sichern. Über 1.500 und 10.000 Meter belegte ich in der Jahresbestenliste ebenfalls Platz eins in meiner Altersklasse. Der Herbstmarathon in Köln ging dann, warum auch immer, wieder in die Hose.

Matthias: Die letzte Saison hat wunderbar für mich geklappt: Nahezu ohne Verletzungen und Krankheit, bei den Österreichischen Meisterschaften (ÖM) bzw. ÖOLM im Duathlon in Rohrbach/NÖ gleich mit Top-Platzierungen abgeliefert (5. Platz ÖM, 3. Platz OÖLM), um dann gleich eine Woche später bei den ÖM beziehungsweise OÖLM im Marathon in Linz nochmals nachzulegen (7. Platz ÖM, 3. Platz OÖLM). In 02:34 Stunden habe ich meinen persönlichen Rekord gleich um sechs Minuten verbessert – ein super Einstieg in die Saison. So verlief diese im Grunde ohne Einbrüche äußerst erfolgreich und ich durfte Highlights wie beispielsweise den Gesamtsieg beim berühmt-berüchtigten Erzberglauf verbuchen.

Hdl: Was sind eure Ziele für die Saison 2020?

Alexander: Meine Halbmarathonbestzeit von 01:10:50 Stunden verbessern und die 5.000 Meter unter 16:00 Minuten laufen. Meine Marathonbestzeit von 02:33:25 Stunden möchte ich ebenfalls toppen – an Köln muss ich mich auch noch rächen und dort in die Top 10 laufen.

Matthias: Diese Saison steht ganz im Zeichen meines Triathlon-Langdistanz-Debüts, im Zuge der Staatsmeisterschaft in Podersdorf im September. Auf dem Weg dorthin möchte ich wieder zahlreiche nationale Meisterschaften im Lauf, Duathlon- sowie Triathlonsport bestreiten und dort möglichst erfolgreich abschneiden. Als internationaler Bewerb ist zusätzlich der “POWERMAN Liechtenstein“ in Vaduz über die Langdistanz geplant, auf welchen ich mich auch schon sehr freue.

Im Ziel: Man sieht, alles gegeben!

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