Marathon: Adrian Lehmann verbessert Bestzeit um mehr als zwei Minuten

Adrian Lehmann (LV Langenthal) lieferte Anfang April beim Marathon in Belp (Schweiz) mit 2:12:34 Stunden eine Topleistung ab. Der 31-Jährige, der in Liebefeld bei Bern lebt, konnte sich damit auf Platz fünf der ewigen Bestenliste in der Schweiz platzieren. Im Interview spricht Lehmann über seinen Lauf und was er in den nächsten Wochen und Monaten plant.

Foto: ©Loris Kaufmann

Helden des Laufsports: Das Olympialimit war nicht das Ziel, aber trotzdem hattest du eine gute Form! Enttäuscht, oder wie lautet dein Fazit?

Adrian Lehmann: Leider habe ich die Olympianorm um eine Minute verpasst. Sie liegt bei 2:11:30 Stunden und ist damit so hart angesetzt wie noch nie.

Wie verlief das Rennen aus deiner Sicht?

Nach der Analyse meiner Schlüsseltrainings kamen mein Coach und ich zum Schluss, dass die Olympianorm von 2:11:30 Stunden wohl außer Reichweite liegen würde. Darum haben wir einen Fahrplan Richtung einer Zeit von 2:13 Stunden festgelegt. Doch bereits nach den ersten Kilometern fühlte ich mich außerordentlich gut und entschied mich, das volle Risiko einzugehen. Nach zehn gelaufenen Kilometern teilte ich meinen Pacemakern mit, dass sie nun auf eine Zeit von 2:11:30 Stunden laufen sollten. Bis Kilometer 33 konnte ich die Pace halten. Als dann der letzte Pacemaker ausstieg und ich allein an der Spitze gegen den Wind kämpfen musste, konnte ich das Tempo nicht mehr aufrechterhalten. Ich versuchte nur noch so schnell wie möglich ins Ziel zu kommen. Mit einer Zeit von 2:12:34 Stunden konnte ich meine bisherige Bestzeit um zweieinhalb Minuten verbessern.

“Sollte es mit Olympia nicht klappen, und danach sieht es zurzeit auch aus, werde ich im Herbst versuchen meine PB zu verbessern”

Adrian Lehmann über seine Pläne für die nächsten Wochen und Monate.

Wie sah dein Training in den letzten Wochen vor dem Rennen in Belp aus?

Das ursprüngliche Renndatum war der 14. März. Wenige Tage zuvor wurde dann unser Marathon aufgrund der schlechten Wetterprognose auf den 3. April verschoben. Somit hatte ich bereits eine Taperingphase hinter mir und musste nochmals eine Woche etwas intensiver trainieren. Die letzten zwei Wochen standen dann wieder im Zeichen vom Tempogefühl, der Erholung und dem Carboloading.

Was hast du in den nächsten Wochen und Monaten noch geplant?

In einem unwahrscheinlichen Szenario könnte ich über die Weltrangliste nachrutschen und mich so doch noch für die Spiele qualifizieren. Darum trainiere ich bis zum Selektionstermin anfangs Juni, als stände meine Olympiaqualifikation fest. Sollte ich nicht aufgeboten werden, dann versuche ich an einem Marathon-Major im Herbst meine Bestzeit weiter zu verbessern.

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